Test: Dynafit Ultra DNA

Ein weiterer Schuh von Dynafit hat mich erreicht – der Dynafit DNA Ultra. In welche Kategorie wir diesen Schuh stecken können, kann aus dem Namen abgeleitet werden. DNA steht für die Wettkampfserie von Dynafit und Ultra für die richtig langen Läufe. Dies ist bei dem Schuh auch kein Wunder. Denn bei der Entwicklung hat Hannes Namberger, einer der besten Trailläufer aus Deutschland der letzten Jahre. Er hatte den Prototyp bereits letztes Jahr beim UTMB im Einsatz und bei seinem aktuellen Sieg beim Lavaredo war er ebenfalls an seinen Füßen. Auf diesen Schuh bin ich daher schon lange sehr gespannt und umso mehr freue ich mich, dass er nun vor mir liegt. Ob der Schuh für uns “Alltagsläufer” etwas ist und wie er sich so auf den Trails macht, könnt ihr in folgendem Erfahrungsbericht lesen.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

TECHNISCHE DATEN 

Quelle und weitere Informationen siehe dynafit.com:

  • Außensohle VIBRAM LITEBASE Megagrip
  • 3,5mm Stollen
  • Speed Plus Zwischensohle
  • 8mm Sprengung
  • Double Speed Lacing
  • Strickkragen soll Eindringen von Steinen und Schmutz verhindern
  • Referenzgewicht 280g – Gewicht in der Größe EU47 340g

ERSTER EINDRUCK / PASSFORM

Die knalligen Farben fallen sofort ins Auge, doch keine Sorge: wer es lieber dezent mag, findet den Schuh auch in klassischem Schwarz-Weiß. Die auffällig voluminöse Außensohle verspricht eine weiche und gute Dämpfung. Besonders ins Auge sticht das innovative Schnellschnürsystem. Diese Neuentwicklung ermöglicht es, beide Senkel unabhängig voneinander festzuziehen und mit nur einer Hand schnell wieder zu lösen – ideal für den Wettkampf, wo jede Sekunde zählt.

Das Obermaterial des Schuhs ist bemerkenswert leicht. Der sockenartige Einstieg und die synthetische Gitterstruktur über der Fußoberfläche bieten eine angenehme Passform. Auffällig ist auch der sehr dünne Fersenbereich und die Zunge, die kaum ins Gewicht fallen – Minimalismus pur, ganz im Sinne der Schuh-DNA. Allerdings hoffe ich, dass dieser Minimalismus nicht zu Scheuerstellen an den Fersen führt. Dies werde ich im Test genauer unter die Lupe nehmen.

Der Schuh bietet eine gute Passform. Ungewöhnlich für Dynafit: die Zehen haben viel Platz. Der sockenartige Schaft umschmeichelt die Knöchel und fühlt sich angenehm an. Der Fersenbereich ist, wie er ist: minimalistisch. Ob der Schuh und ich bzw. meine Füße harmonieren, wird sich zeigen.

Das Schnellschnürsystem erfordert anfangs etwas Übung. Wann ziehe ich wo? Wie bekomme ich den besten Halt und wo verstaue ich die Senkel am besten? Mit etwas Übung wird dies jedoch kein Problem sein.

Ich freue mich darauf, den Schuh in den kommenden Läufen ausgiebig zu testen und von meinen Erfahrungen zu berichten!

PROTEKTION / GRIP

Beim Grip muss man bei Dynafit nicht viele Worte verlieren. Die ausgereifte Vibram-Sohle bietet auf den unterschiedlichsten Untergründen zuverlässigen Halt. Natürlich stößt auch sie bei tiefem Schnee und Matsch an ihre Grenzen, aber für klassische alpine Verhältnisse ist man mit diesem Schuh bestens ausgerüstet – selbst bei feuchtem Wetter.

Die Zehen sind durch einen dezenten Schutz gut gesichert. Der stabile Fersenbereich bietet, trotz fehlender Polsterung, hervorragenden Halt, und die Knöchel werden angenehm von der sockenartigen Konstruktion umhüllt. Die erhöhte Außensohle wirkt robust und stabil, was nicht nur für sicheren Stand sorgt, sondern auch vor spitzen Gegenständen von unten schützt.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, bietet das dünne Obermaterial einen guten Schutz für den Fußrücken.

LAUFEIGENSCHAFTEN

Der ULTRA DNA überzeugt vom ersten Moment an. Egal, ob man auf Asphalt startet und sich dann in Richtung Trails bewegt, das Laufen in diesem Schuh macht einfach Spaß. Das bouncy Gefühl ist ungewohnt für die sonst eher harten und straffen Sohlen von Dynafit, aber es wird sofort klar: Dieser Schuh ist für lange und schnelle Läufe gemacht. Ob er allerdings für jeden geeignet ist, bleibt abzuwarten.

Ich habe eine klassische “Geröllrunde” um den See gedreht, bin ins alpine Gelände aufgestiegen und einfach auf dem Waldweg zu meinem Hausberg gelaufen. Der Spaßfaktor war dabei stets hoch. Die langen Läufe können nun nicht mehr lange auf sich warten lassen. Das wird wirklich spannend.

Beim Uphill (und nur da) ist mir aufgefallen, dass die minimale Polsterung und meine Füße nicht zu 100% kompatibel sind. Es scheuert zwar nichts auf, aber ich spürte die Reibung deutlich. Bei einem Longrun könnte das möglicherweise zu Problemen führen. Ich werde in Kürze, wenn ich mind. 2-3 Stunden mit dem Ultra DNA unterwegs bin, hierzu ein Update geben.

EINSATZGEBIET

Wie von Dynafit angekündigt, ist der ULTRA DNA ein Schuh für lange, harte und schnelle Trails. Ob UTMB, Lavaredo oder Hardrock – in seiner Pilotphase hat dieser Schuh bereits viel Erfahrung gesammelt. Mit dem wertvollen Input von Hannes ist ein beeindruckendes Ergebnis entstanden.

Der ULTRA DNA ist nicht nur für ultralange Distanzen geeignet, sondern auch für die 10-20 km Runden im Training oder Wettkampf. Er ist ein flotter Allrounder, der seine Stärken jedoch ganz klar im alpinen Umfeld ausspielt – genau wie der Alpine Pro 2. Die Dynafit DNA ist dabei deutlich zu spüren und lässt sich nicht wegdiskutieren. Also ab in die Berge mit Euch!

FAZIT

Ein moderner Laufschuh mit allem, was man sich für die langen Läufen wünschen kann. Wenn man davon absieht, dass man sich erst ein wenig mit dem Schnürsystem und einer stimmigen Verstauung der Senkel auseinandersetzten muss und den teilweisen großem Minimalismus (z.B. an der Ferse), ist es ein Topschuh. Sehr gut abgestimmte Dämpfung, guter Grip, bequem und schnell – so macht es auf den Trails ja noch mehr Spaß, als sowieso bereits 😉 Auch die Farbgebung hat mir gut gefallen.

Die Kehrseite ist der Preis von 200 Euro. Dies ist natürlich eine Menge Geld, aber ich kann diesen Schuh uneingeschränkt empfehlen.

Verbesserungsvorschlag: den Schuh in zwei Varianten herausbringen. Für Amateure mit etwas mehr Polsterung und für die Profis das vorhandene Pro-Modell.

Test: Dynafit Alpine Pro 2

Ein neuer Schuh von den Bergspezialisten aus Südtirol – der Dynafit Alpine Pro 2. Der Name verrät viel und weckt große Erwartungen für das alpine Umfeld. Also Schuhe an und ab auf die Berge … stopp … so schnell möchte ich jetzt nicht durchstarten 😉

Schauen wir uns erst einmal an, was der Hersteller über diesen Schuh erzählt:

Allrounder auf den Trails: Der Alpine Pro 2 Laufschuh für Herren überzeugt in jedem Gelände mit höchstem Komfort, Stabilität und Schutz. Ob Trail Running-Freak oder Gelegenheitsläufer, technisches Terrain oder flowige Downhills – mit dem Alpine Pro 2 hast Du auf den Trails immer eine grandiose Zeit. Vor allem auf mittleren und langen Distanzen kann der Schuh seine Stärken ausspielen.”

Ein Schuh für ein breites Einsatzgebiet. In den letzten Jahren bin ich vor allem den Ultra 50 und 100 gelaufen. Schuhe für die gewisse Meile extra, jedoch auch einer breiteren Passform. Denn generell sind die Schuhe aus dem Hause Dynafit schmaler und sehr fußbetont geschnitten. Ich hatte so ziemlich jedes Modell an meinen Füßen, doch nur mit den Ultra kam ich zu recht.

Daher war ich gespannt, wie sich der Alpine Pro 2 – ohne Ultrazusatz – macht.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

TECHNISCHE DATEN 

“Die neue Speedlite Zwischensohle punktet mit hoher Dämpfung und absorbiert Stöße für dauerhaften Komfort und schmerzfreies Laufen vom ersten bis zum letzten Kilometer. Gleichzeitig sorgt die Pebax Platte für beste Stabilität, damit Du auf anspruchsvollen Trails trittsicher unterwegs bist und ordentlich Tempo machen kannst. Dank der Vibram® Megagrip Sohle hast Du sowohl bei nassen als auch bei trockenen Bedingungen stets perfekten Halt. Der Alpine Pro 2 besitzt ein weiches und dennoch abriebfestes Obermaterial für einen bequemen Fit. Mit dem Schnellschnürsystem kannst Du den Schuh perfekt an Deine Bedürfnisse anpassen und Dein Fuß ist präzise und fest eingefasst. In der elastischen Abdeckung kannst Du die Schnürsenkel einfach und unkompliziert verstauen, damit sie unterwegs nicht zur Stolperfalle werden. Alpine Pro 2 – Dein Begleiter für jeden Trail.” (Quelle: dynafit.com)

Zusammengefasst:

  • Starke Speedlite-Dämpfung
  • Speed Schnürsystem
  • Sprengung: 6 mm
  • Rockshield & stability Plate
  • Enthält recycelte Materialbestandteile
  • Außensohle: Vibram Megagrip mit 3,5 mm Stollen
  • Gewicht (bei der Referenzschuhgröße) = 280g – in der Schuhgröße EU47 hat er ein Gewicht von 367g / Schuh.

ERSTER EINDRUCK / PASSFORM

Tolles Design, wertiger Eindruck – so halte ich die neuen Alpine Pro 2 in den Händen. Mir gefällt das gesamte Erscheinungsbild. Kein auffälliger aggressiver Schuh, aber definitiv ein gut durchdachter Schuh der mehr leisten kann, als man ihm auf dem ersten Blick zutrauen möchte.

Schnellschnürsystem, Verstaumöglichkeit für die Senkel, weiches Obermaterial mit “Lüftungsschlitzen”, eine Außensohle die zupacken will und alles sauber und gut verarbeitet.

Der wichtigste Moment für mich ist das erste Mal in einen Schuh reinschlüpfen. Man spürt sofort, passt er an die eigenen Haxn oder sind störende Elemente dabei. Worauf ich sofort achte: passt der Fuß, gibt es nirgends Stellen an denen man sich aufreiben kann (Stichwort Ferse und Knöchel), hat der Fuß im Zehenbereich ausreichend Platz, sitzt der Mittelfuß gut und passen meine Einlegesohlen herein. Und alle Punkte meistert der Alpine Pro 2 mit Bravur. Mein Fuß sitzt gut und hat ausreichend Platz. Etwas Sorge machte mir, der Sprung auf eine Nummer größer. Denn beim Ultra 50 bin ich noch die halbe Nummer kleiner gelaufen und der Ersteindruck war ebenfalls top. Doch merkte ich immer mehr, dass beim Downhill er einfach doch etwas zu klein ist. Gerade in den warmen Monaten. Doch auch hier keinen Grund zur Sorge: die Füße werden gut umschlossen, mit dem Schnellschnürsystem kann der Fuß gut fixiert werden und nix drückt und zwickt. Die Zunge ist sehr dünn, was aber kein Nachteil beim Komfort ist. Durch Schnürsystem, als auch die Zunge sind gut aufeinander abgestimmt. Wer mit dem Schnellschnürsystem nicht klar kommt, hat noch die Möglichkeit auf normale Schnürsenkel umzuschwenken, die mit im Lieferumfang sind.

Sehr angenehm ist der gut gepolsterte Fersenbereich. Um alle Zweifel zu beseitigen heißt es, raus in die Natur und ein paar Höhenmeter und technischere Wege laufen.

GRIP / PROTEKTION

Da bleiben kaum Wünsche offen. Die Mischungen der Vibram Megagrip Sohlen sind seit Jahren auf dem Markt einfach nicht mehr wegzudenken und nahezu unschlagbar. Egal bei welchen Bedinungen (nur Schnee hatte ich nicht in meinem Test), haben die Schuhe einen sicheren Tritt ermöglicht. Ob beim Laufen auf diversen Untergründen, auf nassen Steinen oder aber auch beim Kraxeln auf einen Grat – Halt war immer gegeben und man konnte sich aufs Laufen und Klettern konzentrieren.

Die Füße sind durch die hochgezogene Gummierung um die Zehen herum gut geschützt. Kleine Steinchen können hier einem nix anhaben. Auch die Sohle gibt eine gute Protektion gegen spitze Steine. Das positive ist, die Füße sind gut geschützt, trotzdem konnte ich den Untergrund noch sehr gut spüren. Die Kontrolle über die Umgebung ist dem Läufer weiterhin gegeben.

Die Außensohle ist steif genug für Sicherheit und einen guten Halt des Fußes und bietet trotzdem genügend Dynamik für gute Performances.

Obligatorisch natürlich der Schutz um die Zehen herum.

Die Dämpfung ist straff. Wer eine butterweiche Abfederung wünscht, wie es eher bei einem Speedgoat von Hoka oder einem Xodus Ultra von Saucony ist, ist hier falsch.

LAUFEIGENSCHAFTEN

Sobald man sich abseits befestigter Wege befindet, kommen die Schuhe ins rollen. Sie funktionieren auch auf Asphalt, aber diesen Part sollte auf ein Minimum eingeschränkt werden. Denn wenn es steinig, technisch und grob wird, fühlt man sich mit den Schuhen wohl.

EINSATZGEBIET

Der Alpine Pro 2 hat ein großes Einsatzspektrum – von der gemütlichen Trainingsrunde im Wald bis zum alpinen Wettkampf. Er kann jeden Untergrund, doch auf Asphalt merkt man den Schuhen an, dass sie da nicht hingehören. Seine Vorteile und Stärken kann er jedoch am besten im alpinen Umfeld ausspielen. Nach meinen bisherigen Tests sehe ich den Schuh bei technischen Läufen bis 50 km. Eine etwas weichere Dämpfung und man hätte seinen Spaß auch für die langen Ultras. Doch hier hat Dynafit andere Schuhe im Repertoire, genauso für die schnellen kurzen Trailwettkämpfe. Auch hier wäre er nicht die erste Wahl.

FAZIT

Der Alpine Pro 2 hat großes Potential, was er letztendlich noch nicht zu 100% ausgeschöpft hat. Kleinigkeiten die gerne bei der nächsten Version optimiert werden dürfen (Stichwort: Schnürung). Auch wenn die Schnürsenkel in der Tasche verstaut werden, irgendwann baumeln sie doch wieder raus und ich habe ehrlicherweise noch kein Patent dafür gefunden.

Davon abgesehen, begeistern die Schuhe. Sie haben eine gute Kombination aus Komfort und Dynamik. Doch wenn ich an alle Läufe zurückdenke, haben mich die Schuhe nie im Stich gelassen. Ob bei langen oder kurzen Läufen, ob sehr technische oder flowige Trails. Der Alpine Pro 2 ist ein treuer Begleiter, auf den man unbedingt einen Blick werfen sollte.

Kleiner Tipp am Rande: nehmt die Schuhe eine halbe Nummer größer als bei anderen Marken!

Test: Falke RU Trail Socken

Laufsocken sind ein wichtiger Bestandteil für einen angenehmen und erfolgreichen Lauf. Viele unterschätzen die kleinen Helferlein noch heute, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Es gibt Socken die sind einfach zu dick, manche viel zu eng (z.B. an der Wade) oder haben eine seltsame Gummierung, und andere wiederum tragen sich unangenehm oder der schlimmste Fall – es entstehen Blasen weil sie eben nicht richtig sitzen oder ihre Aufgabe nicht souverän lösen. Denn auch das Klima im Schuh muss einfach passen.

Seit Jahren probiere ich bereits so viele Socken durch. Ich habe mir zum Teil eine Liste gemacht, welche Laufsocken in Kombination mit welchem Laufschuh “the perfect match” ergaben. Doch gerade beim Wandern und später auch beim Laufen bin ich immer wieder über Falke gestolpert und war schnell begeistert vom Komfort und eben auch der Qualität. Denn selbst nach Jahren trage ich so manche Socken noch immer gerne.

Falke ist vielen sicherlich ein Begriff. Ein deutsches Traditionsunternehmen, gegründet 1895, und steht für Socken und Strumpfhosen aller Art. Und seit vielen Jahren auch im Performancebereich.

Umso gespannter bin ich auf die drei neuen Modellen die nun vor mir – bereit für einen Test – liegen.

Anmerkung: Die Laufsocken wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

Eines vorneweg – alle Socken hier im Test haben folgende Eigenschaften:

  • Trailrunning-Socken für mehr Stabilität auf unebenem Terrain
  • Feuchtigkeitsableitende 3-Lagen-Konstruktion, die die Füße trocken und blasenfrei hält
  • Stabilisierende Kompressionszonen
  • Optimale Passform, angepasst an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Fußes (echte linke und rechte Passform)
  • Leichte Polsterung für direkte Kraftübertragung und Tempo

Und werden unterteilt in diese vier Kategorien (Quelle: falke.com):

RU Trail Grip

Als ersten schauen wir uns die klassischen Trailrunning Socken an. Sie sollen für Stabilität der Füße auf unebenen Terrain sorgen. Diese Socken haben ein besonderes Feature – einen griffigen Garn im vorderen Fußbereich, der das Rutschen im Schuh verhindern soll. Generell sollten gute Socken per se schon dafür sorgen, dass man nicht im Schuh rutscht (vorausgesetzt man hat die richtige Größe und Schnürung bei den Schuhen), doch durch diese spezielle Garn hat man beim Downhill den Vorteil eben gar nicht zu rutschen. Denn häufig ist dies eben einer der Schwachstellen bei Schuh-Sockenkombinationen wenn es steil bergab geht. Meine Zehen haben hier schon einiges erlebt gehabt. Doch keine Sorge, es sind keine Gummi-Noppen wie bei den Anti-Rutsch-Socken, die man seinen Kindern anzieht. Es ist Garn und als Laie würde ich – bis auf die Farbe – keinen Unterschied zum restlichen Socken ausmachen 😉

Was bleibt hier noch zu sagen? Sicherlich die schnelltrocknende Polyamid-Mischung – funkioniert tadellos. Top – egal bei welchen Außentemperaturen.

RU Compression Stabilizing

Der Name verrät es schon. Diese Socken sollen noch etwas zusätzliche Stabilität bringen und so das Risiko vor Verstauchungen minimieren. Man merkt es sofort nach dem Anziehen: sie sitzen einen ticken enger als die anderen beiden Paare, aber nicht unangenehm eng. Auch das Anziehen ist kein Problem. Es gibt Kompressionsstrümpfe auf dem Markt, da habe ich schon sehr viel Zeit investieren müssen, bis sie richtig am Fuß saßen 😉

Ein weiterer Unterschied zum RU Trail und RU Trail Grip ist die Mischung. Hier wurde eine kühlende (und vegane) Lyocell Mischung verarbeitet. Da ich mit allen Socken hier bei hohen Temperaturen kaum bis keine Probleme mit übermäßigem Schwitzen hatte, kann ich aus meiner Sicht hier keinen Unterschied feststellen.

Am Ende hängt vieles auch vom Schuh ab, ob die Füße ins Schwitzen geraten oder nicht.

RU Trail

Und hier kommt das dritte Paar im Bunde – die klassichen RU Trails. Er ist baugleich zum Grip, nur eben ohne Grip 😉 Daher will ich hier auch gar nicht viel mehr schreiben. Ebenfalls angenehm zu tragen, tolle Farbkombinationen und sie funktionieren. Wenn ich ehrlich bin, konnte ich bei den Tests jetzt keinen wirklichen Unterschied zwischen TU Trail Grip und TU Grip erkennen, weil es beide empfehlenswerte Socken fürs Laufen sind.

FAZIT

Was alle drei Socken gemeinsam haben? Ein angenehmes weiches Tragegefühl. Ein sofortiges Feel Good Gefühl. Die Socken sind hochwertig und machen ihren Dienst außerordentlich gut. Die Füße schwitzen kaum, es gibt keine Blasen und sind sie aus irgendeinem Grund doch mal feucht geworden, trocknen recht schnell.

Ich habe die Socken in den letzten Wochen bei alpinen Runden mit hohem Up- und Downhill Anteil gelaufen, bei Intervallen, bei kurzen und langen Einheiten oder eben bei Straßenläufen. Dementsprechend auch häufig gewaschen und sie überzeugen durch ihre hohe Qualität.

Ich bin ehrlich und mache es kurz: ich liebe die Socken und trage sie sehr häufig und habe es keine Sekunde bereut. Auch die Preise für diese Socken (23,00 – 24,00 Euro UVP) finde ich nicht überzogen. Denn diese Socken werden euch sicher sehr viele Kilometer und somit lange Zeit begleiten. Klare Kaufempfehlung!

Test: Salomon INDEX.03

Salomon geht mit der dritten Version des recycelten Schuhs Salomon Index.03 an den Start. Als Teil des Engagements von Salomon für die Umwelt, zeigt dieser Schuh, wie Leistung und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können. Salomon wirbt mit neuen Innovationen, weniger Verschnitt beim Obermaterial, mehr Komfort und Performance sowie ein ansprechbares Design. Und am Ende soll aus den Schuhen neues Leben in Form eine Skischuhes eingehaucht werden. Die Schuhe werden nach ihrem Laufzyklus wieder in Einzelmaterialien getrennt und können so in die Winterschuhe eingespritzt werden. Ich habe den Salomon Index.03 in den letzten Wochen gründlich getestet und teile Euch an dieser Stelle meine Eindrücke mit. Die größte Frage die sich stellt, passen die Nachhaltigkeitsstrategie und Performance im Laufsport gut zueinander?

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

  • Performance-Upgrade: Sein ultraleichtes Gewicht, die ultraweiche Dämpfung sowie revolutionärer InfiniFOAM in Kombination mit Reverse Camber sorgen für ein unvergleichlich geschmeidiges Laufverhalten.
  • Vollständig recyclebar: Perfekt, um neu durchzustarten: mit einer TPU-Sohlenkonstruktion, die nachfolgend in Skischuhe eingespritzt werden kann, und einem vollständig recycelbaren Polyesterschaft. Ungefärbte Textilien leisten einen weiteren Beitrag zur Reduzierung unseres Fußabdrucks.
  • Zum recyclen geboren: Ein absolut effizientes Design basierend auf optimiertem Materialverbrauch mit Materialtrennung im Hinterkopf sowie einem Unisex-Angebot.
  • 9 mm Sprengung
  • R-Camber (Reverse Camper) – eine von Salomon Skisport inspirierte gewölbte Zwischensohlengeometrie soll für ein dahingleitendes Laufgefühl sorgen
  • Gewicht: 249g (im Vergleich zum Vorgänger 14g leichter) / in meiner Größe EU46,5 = 305g
  • Mehr Details zu finden unter salomon.com

ERSTER EINDRUCK & PASSFORM

Ich halte die Schuhe das erste Mal in der Hand und es fällt natürlich sofort die markante, an der Ferse eckigen, Sohle ins Auge. Interessant. Doch wenn ich mir den Schuh von allen Seiten so betrachte, macht er einen gut verarbeiteten und soliden Eindruck. Das Obermaterial fühlt sich gut an und ingesamt, weiß das Design zu gefallen.

In puncto Passform empfiehlt sich eine kurze Eingewöhnungsphase, da sich der Schuh erst an den Fuß anpassen muss. Bei den ersten Läufen fand ich die Schuhe sehr schwammig. Nicht aufgrund der Außensohle, sondern wegen des Obermaterials. Die Füße haben durch dieses Material recht viel Luft und Platz, da es eben nicht so eng wie manche Mesh-Varianten sich an den Fuß schmiegt. Einen Vorteil hat dies, sie lassen sich gut an die Füße anpassen. Hier direkt ein kleiner Tipp und Lessons Learned nach meinen Läufen: die Schnürung muss von unten nach oben gut nach- und festgezogen werden. Danach sitzt der Schuh fest und passt sich sehr gut an Eure Füße an. Und einen zweiten Tipp hinterher: macht gleich einen Doppelknoten, sonst könnten sich die Schnürsenkel beim Laufen öffnen.

Die Polsterung des Schuhs ist nicht wirklich üppig und zeigt sich auch nur an den nötigsten Stellen. Ob an den Knöcheln oder eben an den Fersen. Eine leichte Polsterung ist vorzufinden, die auch völlig ausreichend ist, aber ein wenig mehr hätte sicherlich auch nicht geschadet. Ebenfalls die Zunge ist recht dünn, aber völlig ausreichend, die Schnürung drückt nicht und sie gibt ausreichend halt.

Ihr merkt schon – alles ist etwas minimalistisch gehalten, aber dies ist durchaus von Salomon so gewollt. Ebenso die Farbe. Das der Schuh weiß ist, hat natürlich damit zu tun, dass ungefärbte Materialien den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Doch noch mal zurück zum Stoff. Die Stoffschnittprozesse wurden optimiert, um den Materialverbrauch zu reduzieren.

Doch wie fühlt er sich beim Laufen an? Zu Beginn wirkt der Schuh sehr steif und wenig dynamisch. Es war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick. Denn auch der Schaum muss erst ein wenig eingelaufen werden. Das Laufgefühl ist ok, es ist nicht bouncy, man wird nicht gepusht, er rollt nicht so locker daher. Klingt vielversprechend, nicht wahr? Doch braucht es immer diese fortschrittlichen Unterstützungen? Ich würde sagen, nein. Manchmal tut es gut, sich wieder auf die einzelnen Schritte zu konzentrieren und eben nicht wie auf Wolken daher zu laufen oder durch eine Carbonplatte nach vorne gedrängt zu werden.

Der Salomon und ich brauchten unsere Zeit, bis wir uns aneinander gewöhnten. Die Sohle und Dämpfung fühlte sich zu Beginn – wie bereits obren geschrieben – doch sehr straff an, dazu das locker sitzende Obermaterial. Doch mit der Zeit und der richtigen Schnürung gehts besser. Die Dämpfung ist moderat und der Schuh reagiert dadurch sehr direkt auf dem Untergrund. Wenn ich ehrlich bin, so richtig einordnen kann ich es gar nicht. Es ist ein nachhaltiger Laufschuh, der sich nicht einordnen lässt. Vielleicht auch nicht sich einordnen lassen will. Er will speziell sein.

Die Sohle hat kleine Gumminoppen. Auf jeden Fall hat man auf Asphalt, Schotter, aber auch bei Regen einen guten Halt. Einen Nachteil hat diese Mischung jedoch – auf PVC-Böden und ähnlichen Untergründen quietscht er. Zum Glück jedoch nicht beim Laufen.

EINSATZGEBIET

Der Salomon Index.03 eignet sich … ja für was eignet er sich denn? Wer umweltbewusst denkt und einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen möchte, ist definitiv richtig hier. Bezogen auf das Einsatzgebiet tue ich mir tatsächlich schwer. Ich sehe ihn eigentlich nur für die lockere Trainingseinheit zwischendurch oder aber perfekt als Büroschuh für den Sommer. Ich habe ihn in der Bahn, U-Bahn und im Büro getestet und dort funktioniert er perfekt. Er hat ein schlichtes, denooch markantes und auffälliges Designs und ist somit ein perfekter Eye-Catcher (bequem dazu) zur Chinohose und Hemd 😉

FAZIT

Viele Sportartikelhersteller reden von Nachhaltigkeit und wie sie letztendlich ihre Co2-Bilanz aufbessern wollen. Salomon setzt ihren Weg mit dem Index fort. Ein geschlossener Kreislauf bei der Produktion und selbst nach dem Ableben der Schuhe (Voraussetzung ist: Salomon anschließend die Schuhe auch zuzusenden), werden sie in einer neuen Form, für einen neuen Zweck wiedererweckt. Ein kleiner aber richtiger Schritt in die richtige Richtung. Wenn sich dieses Verfahren mit immer mehr Modellen durchsetzen kann, wäre schon viel gewonnen.

Ihr habt es oben gelesen. Wir mussten in vielerlei Hinsicht erst warm werden. Kann ich den Schuh nun empfehlen? Jein. Es ist immer schwierig, eine breitgefächerte Meinung zu teilen. Der Index.03 hat viele positive Affekte und wird sicherlich viele Fans finden. Wer auf der Suche nach einem Performancelaufschuh ist, ist hier falsch. Wer ein Gelegenheitsläufer ist oder sich für seine wöchentliche gemütliche Lauffrunde einen Schuh sucht, der auch Alltagstauglich ist, ist hier richtig und macht nichts falsch. Wer seine Ökobilanz im Laufschuhschrank aufbessern will und für die lockere Runde auf dem Trainingsplan noch einen Schuh für die Rotation sucht, kann auch ein Auge drauf werden. Wichtig ist, die Schuhe gut einzulaufen, sich mit ihnen vertraut zu machen und ein wenig Geduld zu zeigen.

Ich mag den Schuh, da er optisch und vom ökologischen Hintergrund überzeugen kann. Doch ich werde ihn öfters eher in der Freizeit, als beim Laufen tragen. Bzw. hat er den Riesenvorteil, wenn es beim Umsteigen von U- auf Regiobahn schnell gehen muss, dass ich bereits mit einem Laufschuh ausgerüstet bin 😉

Test: Saucony Endorphin Speed 4

Heute möchte ich Euch den Saucony Endorphin 4 Speed vorstellen – einen Schuh, der in den letzten Wochen mein treuer Begleiter auf vielen schnelleren Kilometern war. Das der Endorphin Speed bereits in die vierte Runde geht, zeigt wie schnell die Entwicklungszyklen der Nordamerikanern inzwischen sind. Doch was bietet das jährliche Update? Die Endorphin Reihe von Saucony ist bekannt für Geschwindigkeit und Performance und unterscheidet sich im Straßensegment zwischen Elite (siehe Testbericht), der Pro-Variante und eben dem Speed. Um hier auf die Schnelle die Unterschiede aufzuzeigen – der Elite ist der reine Wettkampfschuh, gerichtet an die Profis. Der Pro ist ebenfalls ein Wettkampfschuh (für Profis und Amateure) mit Karbonplatte verbaut und der Speed stellt den vielseitigsten Schuh von den drei Modellen dar. Er ist ebenfalls schnell, kann als Wettkampfschuh fungieren, aber bietet sich auch für das Training (Intervalle, flotte Einheiten) an. Doch schauen wir uns dies genauer an.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

Kategorie: Wettkampfschuh / schneller Trainingsschuh

Unterstützung: Neutral

Dämpfung: PWRRUN PB – energieeffizienter Schaum mit hoher Energierückgewinnung

Sprengung: 8mm (36mm / 28mm)

Highlight: eine überarbeitete Nylon-Platte – vertikale Verstärkung für zusätzliche Torsionssteifigkeit und die Flexibilität im Vorfußbereich bleibt erhalten

Gewicht: 233g Herren / 206g Damen

In meiner Größe EU46,5 bringt der Endorphin Speed 271g pro Schuh auf die Waage.

UVP: 200 EUR

Insgesamt bietet Saucony je drei Farben für Männer und Frauen an. Mir liegt er in der klassischen Farbe Black vor.

ERSTER EINDRUCK & PASSFORM

Beim ersten Anziehen wird sofort deutlich, dass dieser Schuh für Geschwindigkeit konzipiert ist. Das Obermaterial ist leicht und atmungsaktiv, während die innere Polsterung für einen angenehmen Tragekomfort sorgt. Die Polsterung ist zwar nicht üppig, findet jedoch eine gute Mischung aus Komfort und Gewicht. Wie man es von Saucony gewohnt ist, ist die Passform ausgezeichnet. Der Schuh schmiegt sich angenehm an den Fuß an, sitzt fest und hinterlässt keine Druckstellen. Zusätzlich sind die Schuhe angenehm leicht.

Das Design ist schlicht und zurückhaltend. Obwohl einige Elemente an den schnelleren Bruder Endorphin Pro 4 erinnern, wirkt er weniger aggressiv und viel komfortabler.

Beim Laufen wird direkt spürbar, wie man nach vorne geschoben wird. Ich laufe automatisch (ob ich will oder nicht) nur Vorfuß und schaue ich parallel auf die Uhr, bin ich mit einem niedrigen 4er Schnitt unterwegs. Besonders viel Freude bereitet der Schuh bei einer Pace von unter 4:30 Minuten pro Kilometer. Im Bereich von 3:30 bis 4:30 Minuten pro Kilometer rollt er perfekt ab. Der Schuh ist abrollfreudig, dynamisch und flott. Kombiniert mit dem angenehmen Laufgefühl macht es sofort ab der ersten Sekunde Spaß sich schnell zu bewegen. Er ist jedoch nicht so “bouncy” wie beim Elite- und Pro-Modell.

Wenn die Füße müde werden, bietet der breiter ausgelegte und stärker gedämpfte Fersenbereich zusätzlichen Komfort, sodass auch das Aufkommen auf der Ferse angenehm ist.

Die ersten flotten 10 Kilometer machen Lust auf mehr. Obwohl es mir schwerfällt, meine geliebten Trails länger als eine Stunde zu verlassen, weckt der Endorphin Speed 4 die Lust auf einen Straßen-Halbmarathon. Mein letzter liegt auch schon wieder zwei Jahre zurück.

SOHLE

Die Sohle des Saucony Endorphin Speed 4 ist das Herzstück dieses Laufschuhs und trägt wesentlich zu seiner Performance bei. Ausgestattet mit der innovativen PWRRUN PB Dämpfung, bietet die Zwischensohle eine außergewöhnliche Energierückgabe und einen dynamischen Laufkomfort. Diese Technologie soll dafür sorgen, dass jeder Schritt effektiv abgefedert wird, was die Ermüdung der Füße verringert und längere, schnellere Läufe ermöglicht.

Ein weiteres Highlight ist die SPEEDROLL-Technologie, die den natürlichen Laufstil unterstützt und einen flüssigen, vorwärts treibenden Bewegungsablauf fördert. Diese Technologie hebt den Läufer leicht nach vorne und ermöglicht ein besonders effizientes Abrollen, was bei höheren Geschwindigkeiten von großem Vorteil ist.

Die Außensohle besteht aus dem bewährten, strapazierfähigen XT-900-Gummi von Saucony, der für eine hervorragende Traktion auf verschiedenen Untergründen sorgt. Die spezielle Gitternetzstruktur und die beiden “Flügel” bieten einen exzellenten Grip, selbst auf nassem Asphalt. Besonders bei schnellen Richtungswechseln macht sich dieser verbesserte Halt bemerkbar. Ich hatte auf allen getesteten Untergründen – Asphalt, Schotter, Pflastersteinen sowie in Kombination mit Feuchtigkeit – stets einen zuverlässigen Grip.

EINSATZGEBIET

Da gibt es nicht viel zu sagen, außer – schnell muss es werden. Ein Schuh für die schnellen Trainings- und Intervalleinheiten oder für den Wettkampf. Ob 5km, 10km, einen Halbmarathon oder sogar Marathon – der Endorphin Speed 4 ist bereit für das Aufstellen neuer persönlicher Bestzeiten.

FAZIT

Der Saucony Endorphin 4 Speed ist ein Hochleistungsschuh für Läuferinnen und Läufer, die auf der Suche nach persönlichen Bestzeiten sind. Mit seinem leichten Design, seiner reaktionsfreudigen Dämpfung und seiner beeindruckenden Leistung auf der Strecke ist er der ideale Begleiter für schnelle Tempoläufe und Wettkämpfe.

Mein größtes Problem ist nun, welchen Schuh nehme ich denn nun für einen Wettkampf? 😉 Den Endorphin Elite, den Kinvara Pro oder doch den Endorphin Speed 4? Spontan würde ich sagen, beim nächsten Halbmarathon wage ich eine neue Bestzeit mit dem Endorphin Speed 4 zu laufen. Und ich habe da ein sehr gutes Gefühl …

Test: LOWA Fortux GTX

Ein bayerisches Unternehmen mit einer langen Tradition (feierte 2023 ihr 100jähriges Jubiläum) und sehr viel Bergerfahrung! Angesiedelt im schönen Jetzendorf und der Mission in Europa die Schuhe herzustellen und sich Nachhaltigkeit auf die Fahne zu schreiben. Das ist LOWA.

Im Jahr 2022/23 hat sich auch LOWA dann ebenfalls in die Trailrunningsparte vorgewagt. Ich habe den Weg nun die letzten Monate verfolgt, viel positives gehört und gelesen und war nun zu neugierig, weshalb ich direkt bei LOWA nach einem Testexemplar angefragt habe. 

Nun liegt ein paar Schuhe vor mir und ich bin mehr als gespannt, diese Schuhe auf die Trails auszuführen!

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

TECHNISCHE DATEN 

  • reißfestes Jacquard Obermaterial (dank robuster PU-Fäden REPTEX Sport)
  • Anm.: PU steht für Polyurethan – ein weicher Kunststoff, mit sehr guten Dämpfungs-eigenschaften
  • integrierter GORE-TEX Membran (GTX invisible Fit-Technologie)
  • LOWA TRAC Ultra Sohlensystem
  • DYNEVA-Zwischensohle mit hohem Rebound Effekt (EVA = Ethylen Vinylacetat)
  • leicht gebogenere Rocker-Shape für ein effizientes Abrollen
  • Gewicht: 330g pro Schuh (UK 8)
  • UVP: 180,00 Euro

Der FORTUX GTX wird es in je vier Farben geben – bei Männern in den Kombinationen Dune/Flame, Rauchblau/Rost, Oliv/Avocado und Schwarz/Weiss. Bei den Frauen in den Farben Arktis/Rose, Dune/Grape, Seegras/Melone und Schwarz/Weiss.

ERSTER EINDRUCK / PASSFORM

Ich habe die Farbkombination DUNE/FLAME vor mir liegen. Dune wie der Name schon sagt, eher Sandfarben / beige und FLAME ein knalliges Orange. Interessante, aber gelungen. Der Schuh bringt ordentlich Gewicht mit, wirkt aber sehr gut verarbeitet und vorallem robust. Da stellt sich direkt die Frage, eher leichter Wanderschuh oder schwerer Laufschuh? Lasst es uns herausfinden, ob das Gewicht so einen hohen Ausschlag beim Laufen gibt.

Ich bin das erste Mal in die Schuhe zu einer kleinen Wanderung im Kaisertal reingeschlüpft. Passform ist sehr angenehm, das Schnell-Schnürsystem kennt man so hauptsächlich von Salomon. Doch zu 100% ist es aus meiner Sicht nicht gelungen. Ich kann meine Füße gut fixieren, doch wohin mit den baumelenden Senkeln? Ein kleines Gummiband ist vorne angebracht, doch das hält es nicht zu 100% fest. Ich habe mir so beholfen, dass ich die Plastikkappe unter die Schnürung eingefädelt hat. Das klappt gut! 😉

Wer jedoch damit letztendlich nicht klarkommt, findet im Lieferumfang noch klassische Schnürsenkel.

Die Schuhe tragen sich, trotz etwas “steiferem” Obermaterial sehr angenehm. An der Ferse könnte es noch etwas enger sitzen, aber sonst bin ich mit dem ersten Eindruck sehr zufrieden. Die große Sorge die man bei wasserdichten Schuhen hat, ob die Füße ausreichend Luft bekommen, wenn es doch mal etwas wärmer wird. Bei der Wanderung war zu Beginn es recht warm, dazu noch eine 17kg Tochter auf den Armen oder Schultern, kam ich bei den 300 Höhenmetern ordentlich ins Schwitzen. Doch kein unangenehmes Gefühl an den Füßen. Klimatisch alles top. Auf dem Rückweg kam ein eklig kalter Wind dazu, aber auch hier alles tip top. Wie es im Hochsommer aussieht, muss ich schauen. Diese Erfahrung werde ich noch nachliefern. Auch bei meinen bisherigen Läufen, bei wärmeren Temperaturen (oberhalb 20 Grad) und flotterem Tempo wurde es klimatisch nie unangenehm.

GRIP / PROTEKTION

Die Berg-DNA von LOWA ist sofort erkennbar und der Schuh zeigt deutlich seine Eignung für technisch anspruchsvolles, alpines Terrain. Ein sicherer Halt ist dabei stets gewährleistet, was mir besonders bei Familienwanderungen wichtig ist, sei es mit Kinderwagen oder einem Kind auf dem Arm. Der zuverlässige Grip ist auch bei schnelleren Bergtouren unerlässlich. In diesem Test habe ich den Schuh auch unter nassen und matschigen Bedingungen ausprobiert und er hat überzeugt, auch wenn die Originalfarbe “Dune” darunter gelitten hat 😉 Auf nassem Holz zeigt der Schuh allerdings leichte Schwächen.

Die Füße sind in jedem Fall gut geschützt, sowohl von oben als auch von unten. Nicht nur die Zehen, sondern der gesamte Fußrücken ist sicher umhüllt. Die Sohle ist sehr stabil, so dass weder Steinchen noch andere spitze Gegenstände von unten Druck ausüben können, bleibt dabei aber flexibel genug fürs Laufen.

Da es sich um einen Schuh mit GoreTex (GTX) handelt, habe ich auch seine Wasserdichtigkeit getestet, indem ich einfach in einen See gestanden habe. Zwar bin ich nicht geschwommen, stand aber einige Zentimeter tief im Wasser, ohne dass Feuchtigkeit eindrang. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass bei GTX-Schuhen, einmal eingedrungenes Wasser von oben, nicht so schnell entweichen kann.

LAUFEIGENSCHAFTEN

Mit einem Gewicht von etwa 400 Gramm pro Schuh in meiner Größe erscheint der Schuh zunächst eher als leichter Wanderschuh denn als Laufschuh. Doch ich wollte ihm eine faire Chance geben und ihn im Laufeinsatz testen. Der Schuh ist mit einer Rocker-Shape-Platte in der Zwischensohle ausgestattet, die ein verbessertes und dynamischeres Abrollverhalten fördern soll. Zwar konnte ich diesen Effekt nicht direkt spüren, das heißt jedoch nicht, dass das System nicht effektiv arbeitet.

Die ersten ein bis zwei Kilometer meiner Route führen mich überwiegend über Asphalt, bevor es bergauf auf einer Schotterpiste in meine bevorzugten Trailabschnitte geht. Dort erwarten mich vorwiegend Schotterwege, verwurzelte Waldpfade und weiche Böden, aber auch einige steinige Passagen. Es gibt definitiv viele Streckenabschnitte, auf denen man das Tempo gut anziehen kann. Und das muss man dem Fortux GTX lassen, er rollt vor sich hin und fühlt sich wie ein Laufschuh an 😉

Der Schuh ist dynamischer als der erste Eindruck vermittelt. Dennoch wird schnell deutlich, dass er nicht darauf ausgelegt ist, eine Rennsemmel zu sein – und das muss er auch nicht sein. Ich betrachte den Fortux GTX vielmehr als einen zuverlässigen Begleiter für ausgedehnte Läufe in alpinen Landschaften. Hier stehen Stabilität und Unterstützung im Vordergrund, während extreme Wendigkeit weniger entscheidend ist.

EINSATZGEBIET

Der LOWA Fortux GTX ist speziell für den Einsatz beim Trailrunning und in alpinen Umgebungen konzipiert. Er eignet sich, dank seiner Stabilität, besonders gut für lange Läufe auf anspruchsvollem Gelände.

Insbesondere in technischem Terrain und bei Anstiegen zeigt der Schuh seine Stärken und überzeugt mich wirklich. Beim Abstieg hingegen fällt die geringere Agilität auf, was andere Modelle anderer Hersteller definitiv besser können. Auf ebener Strecke läuft und rollt er jedoch sehr gut. Ob auf Schotterpisten, Waldwegen oder in alpinem Gelände – hier spürt man sofort die jahrelange Outdoor-Erfahrung von LOWA.

FAZIT

Der LOWA Fortux GTX bietet einen soliden Einstieg in das Trailrunning-Segment, oder wie LOWA es nennt, das “All Terrain Running”.

LOWA macht vieles richtig. Sie haben natürlich die jahrzehntelange Erfahrungen im Bergumfeld. Positiv zu erwähnen sind die gute Protektion, der Grip und die Passform. Potenzielle Verbesserungen sehe ich jedoch noch im Bereich des Gewichts, was sich auf die Laufeigenschaften und die Agilität auswirken kann, sowie in Bezug auf das Schnürsystem.

Die Schuhe machen zweifellos Spaß, sind aber keine reinrassigen Trailschuhe. Sie tendieren eher zu leichteren und flotteren Wandermodellen, die dazu ermutigen, ein höheres Tempo anzuschlagen. Dennoch sind sie keine High-Performance-Schuhe für extreme Geschwindigkeiten. Daher sehe ich sie eher als Trainingsbegleiter für feuchtere und schneereichere Tage anstatt für Wettkämpfe.

Für Einsteiger ins Trailrunning, die gelegentlich auch wandern gehen, dürften die Schuhe eine sehr gute Wahl sein. Für erfahrene Läufer lohnt sich der Blick auf die Schuhe für die Trainingsrotation.

Eines ist jedoch sicher: LOWA sollte in den kommenden Jahren im Bereich des Trailrunnings im Auge behalten werden.

Einsatzgebiete – Laufuntergründe

Nicht jedem ist immer zu 100% klar, was hinter den Laufuntergründen steckt, wenn ich z.B. davon schreibe für technisches Terrain. Technisch kann bereits vorliegen, wenn besondere Witterungsbedingungen vorliegen, wenn Hindernisse vorhanden sind oder man mehr klettert anstatt läuft. Es kann sehr vielfältig sein. Um dies zu vereinfachen, werde ich hier die Untergründe darstellen und bei den Tests der Laufschuhen die Kategorieren angeben.

UntergrundSchwierigkeitBild
WaldbodenNiedrig, kann im Herbst
heimtückisch mit unter Laub
versteckten Wurzeln sein.
AsphaltNiedrig
EisHoch, egal ob mit Straßen- oder
Trailschuhen es ist kein sicheres
Vorankommen gewährleistet.
Hier sind Grödel / Spikes unverzichtbar.
SchneeMittel. Abhängig vom Ursprungsuntergrund.
Schnell auf Straße und Waldboden macht
einfach Spaß. Schnee im alpinen Umfeld,
kann sehr fordernd, aber auch gefährlich sein.
Schotter – FortgeschrittenLeicht / mittel. Größere Steine können eine
Herausforderung sein, besondern beim Downhill.
Jedoch sind es gut ausgebaute Wanderwege
und daher kein technisches Terrain.
Schlamm / MatschMittel / schwierig. Je nachdem wie tief
der Matsch ist, sowie beim Up-/Downhill
kann dies sehr fordernd sein.
SchotterEinfach. Auf normalen Wegen, keine besondere
Herausforderung. Beim Downhill kann man
bei runderen Steinen wegrutschen.
Alpin / technisches TerrainSchwierig. Große Steine, steile Passagen – kein
Laufen mehr möglich. Hier ist Trittsicherheit wichtig
für das eigene Leben. Oft sind es schmale Wege / Grate
in großer Höhe und beim falschen Auftreten kann dies böse Ausgehen.

Test: Salomon Genesis

Salomon beschreibt den Genesis als einen Trailrunningschuh, der Komfort bietet, Selbstbewusstsein stärkt und gleichzeitig dynamisch, flexibel und abenteuerlustig ist. Konzipiert für Langlebigkeit und höchste Präzision in schwierigem Gelände, bietet er dank des auf dynamische Unterstützung ausgerichteten Chassis und des zuverlässigen Grips die nötige Sicherheit auf den Trails. Doch wie unterscheidet sich der Genesis von seinem großen Bruder, dem S/LAB Genesis? In diesem Artikel werde ich darauf eingehen.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

TECHNISCHE DATEN

  • Sprengung: 8mm
  • Kategorie: Trail / Neutral
  • UVP: 150 Euro
  • Gewicht: 242g (Damen) / 269g (Herren) – in meiner Größe EU46,5 = 320g

PASSFORM

Der Genesis sitzt eng am Fuß (enger als der S/LAB) und bietet einen festen Halt, besonders in schwierigem Gelände. Das steife Obermaterial schützt den Fuß vor äußeren Einflüssen und gibt ein Gefühl der Sicherheit, auch auf anspruchsvollen Trails. Im Umkehrschluss schmiegt sich der Schuh somit nicht so sanft um die Füße, wie bei Schuhen mit weicherem Obermaterial.

Apropos Obermaterial – auch hier hat Salomon Matryx verwendet. Matryx ist laut Salomon ein leistungsstarkes Material (mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Salomon). Es ist nicht nur leicht, sondern auch abriebsfest, besonders robust und atmungsaktiv. Es soll auch bequem sein, aber wie oben geschrieben ist dies ein subjektives Merkmal. Was ich aber definitiv bestätigen kann, es ist robust und protektiv im Outdooreinsatz!

LAUFGEFÜHL / GRIP

Beim Laufen überzeugt der Genesis mit einem geschmeidigen Abrollverhalten und einer überraschend guten Performance sogar auf Asphalt. Der Grip ist ausgezeichnet, insbesondere in alpinem Terrain, wo sich der Schuh wie zu Hause fühlt.

EINSATZGEBIET

Der Genesis ist ideal für technische Trails geeignet (Anm. eine Einteilung der Einsatzgebiete findet ihr hier). Von Schnee über Matsch bis hin zu alpinem Untergrund und felsigen Passagen bewährt er sich in verschiedensten Bedingungen. Die straffe Sohle vermittelt ein gutes Gefühl des Untergrunds und bietet gleichzeitig Unterstützung und ausreichend Dämpfung für lange Strecken. Besonders in Bergregionen gibt er ein sicheres Gefühl.

FAZIT

Obwohl ich keinen direkten Vergleich zum S/LAB Genesis ziehen kann, hat mich der Genesis in vielen Punkten überzeugt. Er bietet ein gutes Laufgefühl und Sicherheit in schwindelerregenden Höhen. Gerade alpin muss man sich auf seinen Schuh verlassen können und das konnte ich mit dem Genesis. Durch sein stabiles Obermaterial ist man auf technischen Trails gut geschützt und kann sich in die Trail-Abenteuer stürzen. Zu Beginn, zumindest ich, musste sich erstmal an die engere Passform gewöhnen. Letztendlich war es aber nicht unangenehm eng. Die Füße und der Genesis brauchen ihre Zeit um sich kennenzulernen. Seine Stärken zeigt er besonders in technischen Regionen, und das zu einem fairen Preis. Wer einen zuverlässigen Schuh für Training und Wettkämpfe auf technischem (alpinen) Terrain sucht, sollte unbedingt zugreifen!

Test: Saucony Ride 17

Ein weiterer Klassiker aus der Saucony Reihe hat mich erreicht. Der Neutralschuh Ride in seinem jährlichen Update – der Ride 17 ist auf dem Markt. Und ja, es hat ein wenig gedauert bis der Test und somit dieser Artikel endlich fertig sind.

Ich muss ehrlich sein: in der Vergangenheit bin ich nur seinen direkten Bruder mit Pronationsstütze gelaufen, den Guide. Ein vielseitiger Schuh, der mich lange im Training, bei meinem ersten Halbmarathon sowie Marathon sicher ins Ziel brachte. Und nun liegt der Ride vor mir. Ich war extrem gespannt wie er sich laufen wird. Gerade nach den bisherigen (positiven) Erfahrungen mit dem Triumph, Tempus und Kinvara ebenfalls aus dem Hause Saucony.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

Der Ride hat ein vollumfängliches Update erhalten. Lediglich bei der Sprengung ist sich Saucony treu geblieben. Auch dieses Modell hat wieder die 8mm. Jedoch beim Schaum PWRRUN+, dem Obermaterial, als auch der Passform gab es Optimierungen.

Faktensheet:

Kategorie: Trainingsschuh / Allround

Unterstützung: Neutral

Dämpfung: PWRRUN+

Sprengung: 8mm (35mm / 27mm)

Gewicht: 282g Herren / 238g Damen

In meiner Größe EU46,5 bringt der Ride 327g pro Schuh auf die Waage.

UVP: 155 EUR

Insgesamt bietet Saucony je vier Farben für Männer und Frauen an. Mir liegt er in der Farbe white/fizigold vor. Wieso jedoch ausgerechnet die Fußspitze in weiß sein muss, denn lange wird sie es nicht sein 😉

ERSTER EINDRUCK & PASSFORM

Der Schuh ist im Vorfussbereich am Obermaterial etwas breiter geschnitten (eine der Optimierungen zum Vorgänger), dies hat zur Folge dass er etwas schlabriger und luftiger wirkt. Ein neues Gefühl, dass ich bis dato bei Saucony Schuhen noch nicht kannte. Saucony Schuhe sind generell weiter, weshalb ich super mit ihnen klar komme. Doch der Ride hat noch eine ganze Schippe zugelegt. Weshalb ich hier eher auf eine halbe Nummer kleiner tendieren würde. Nach einigen Läufen und der gezielten Anpassung der Schnürung habe ich meinen Weg und inneren Frieden mit dem Ride gefunden und es läuft seitdem richtig gut.

Die Schuhe schmiegen sich sanft um die Füße, eine angenehme dezente Polsterung rundet dieses Gefühl ab.

Die Qualität und Verarbeitung ist gewohnt gut. Das weiche, atmungsaktive klassische Mesh-Obermaterial ist angenehm am Fuß zu tragen, bietet eine hohe Flexibilität 🙂 

Am Mittelfuß und der Ferse hat man einen guten und angenehmen Halt. Die Materialien sind alle weich und angenehm am Fuß zu tragen. Nichts drückt oder reibt, daher Druckstellen sind ausgeschlossen. 

Was leider immer wieder bei Saucony Schuhen passiert, dass sich die Schnürung von alleine öffnen kann! Das Phänomen habe ich schon immer gehabt, daher unbedingt mit Doppelknoten sichern. Dann geht nichts schief 😉 Doch nach über acht Jahren Saucony-Erfahrung könnte hier nachgebessert werden.

SOHLE

Gleichgeblieben sind die standardmäßigen 8mm Sprengung. Jedoch bei der überarbeiteten PWRRUN+ Mittelsohle spürt man eine moderate Dämpfung (im Gegensatz zum Triumph, der viel komfortabler ist), sowie eine leicht spürbare Energierückgabe. Ein starkes federn und bouncen wird euch der Schuh nicht geben, macht das Gefühl beim Laufen aber auch nicht schwammig, sondern etwas direkter. Zur Einordnung: ich sehe ihn als Mittelding zwischen dem straffen flotten Kinvara und dem gut gedämpften gemütlichen Triumph.

Die Außensohle eignet sich für klassiche Untergründe wie Asphalt, gepflasterte Wege, Schotter- und Waldwege. Unter der Voraussetzung, dass es trocken ist. Auf Asphalt kommt er auch bei Regen klar, doch Vorsicht ist bei Kopfsteinpflaster oder Metalltreppen geboten.

VERGLEICH

Was unterscheidet den Ride 17 zum Triumph 21?

Beides sind neutrale Laufschuhe für den Allroundeinsatz, mit einer PWRRUN+ Sohle. Der Triumph hat jedoch etwas mehr Schaum in der Ferse, für ein noch bequemeres weicheres Gefühl, als beim Ride. Dafür hat der Ride eine etwas breitere Sohle.

Kleine Unterschiede, kleine Nuancen, mit großen Auswirkungen im Laufgefühl

Von links nach rechts: Tempus, Ride 17, Triumph RFG

EINSATGEBIET

Ich sehe ihn als klassischen Daily-Trainer. Der Schuh will Kilometer sammeln, und egal wie lang oder kurz dieser Lauf auch ausfallen mag. Ihr findet mit dem Ride 17 einen zuverlässigen Trainingsschuh, der auch bei schwereren Läufe:Innen punktet.

Wer schmale Füße hat, sollte unbedingt schauen, dass ausreichend Halt gegeben ist.

FAZIT

Ich durfte in der Vergangenheit bereits viele Saucony Schuhe an meinen Füßen tragen. Und bin hin und hergerissen. Zweifelsohne der Schuh hat Qualität und wird viele Läufer:Innen glücklich machen. Ein zuverlässiger Laufschuh für ein breites Einsatzspektrum. Er wird mich sicherlich im Training weiterhin begleiten. Ich denke, gerade nach Trailwettämpfen wird es der perfekte Schuh für den Regenerationslauf oder aber, um den Füßen etwas Freiraum zu bieten 😉

Zweifach-Papa – eine neue Herausforderung

Seit Mitte Januar ist es soweit. Wir sind zu Viert. Mit Valentin ist die Familie komplett und die Herausforderung enorm. Zur Erinnerung – wir sind vor zwei Jahren aus der Heimat weg, leben in den Bergen, jedoch keinerlei familiäre Unterstützung bei den Kleinen. Mal die Große schnell bei Oma und Opa parken? Nope. Daher Durchschnaufen ist nicht. Die Organisation bedeutet somit: Familienalltag bewältigen. Sich um die Große (3,5 Jahre) kümmern – die seit dem Geschwisterchen noch viel mehr Aufmerksamkeit benötigt und irgendwie auch noch Arbeiten. Sport und Ausgleich fällt meistens hinten runter. Entweder weil keine Zeit oder weil einfach zu platt und keinerlei Energiereserven in den Zellen meines Körpers sich mehr befinden.

Ich bin ja sehr froh, dass ich sehr häufig und flexibel Homeoffice machen kann. Doch mindestens einmal die Woche pendele ich nach München. Bedeutet – knapp 100km einfach. Da gilt es eine weitere Herausforderung zu meistern: die Große zuvor in den Kindergarten bringen, den Zug erwischen, später anfangen zu arbeiten, Arbeit erledigen und wieder zeitig aufhören.

Ein einfacher Arbeitsweg bedeutet mind. 90min Fahrtzeit. Ich versuche immer den Zug um 17:40 Uhr zu erwischen, um gegen 19:00 Uhr daheim zu sein. Danach direkt noch mit Valeska spielen, Zähne putzen, Bett fertig machen, Bücher vorlesen. Gegen 20:30 Uhr esse ich noch mein Abendessen. Manchmal einfach kalt, da die Energie fehlt es noch mal aufzuwärmen.

Und am Wochende bieten sich auch wenig Gelegenheiten. Klar könnte ich drauf beharren Laufeinheiten zu machen, aber ich will auch meiner Frau eine Auszeit gönnen, damit sie wieder etwas Zeit für sich hat und ihre Akkus aufladen kann. Da der Kleine ja förmlich den ganzen Tag an ihr dran hängt. Und wenn er mal schläft, kann sie mal durchatmen.

Es ist definitiv eine sehr sehr tolle und intensive Zeit, aber fordert viel Kraft und Nerven.

Und ohne den Ausgleich aus dem Alltag, ist es schon grenzwertig. Jede kleine Laufeinheit, ist eine absolute Qualitätszeit. Die ich einfach mit jeder Sekunde genieße.

Kommen wieder bessere Zeiten? Klar!

Ist Sport wichtig? Klar!

Jedoch liegen die Prioritäten ganz woanders.

Daher ist die Herausforderung dieses Jahr umso größer, trotzdem Projekte anzupacken und sich zu challengen!

Also – nicht aufgeben, nicht zu viel jammern, sondern die Lücken und Energiereserven sinnvoll nutzen und halbwegs fit bleiben 😉