Test: Bob and Brad Massagegun C2

Mich erreichte vor Weihnachten eine Anfrage zum Test einer Massagegun. Dieses Mal aus dem Hause Bob and Brad aus Amerika. Ich bin ehrlich, bis zu diesem Zeitpunkt habe ich von dieser Marke noch nie gehört. Aber sind wir auch ehrlich. Gerade auf Amazon gibt es inzwischen unfassbar viele Anbieter von Massageguns, so dass Anwender:innen kaum noch eine Übersicht haben. Welche ist gut, welche nicht? Welche taugt für meinen Anwendungsfall?

Ich als Läufer, brauch vor allem lockere Waden und Oberschenkel. Das ist auch das Haupteinsatzgebiet nach einem Lauf. Bißchen auflockern, ein wenig Regeneration.

Doch wer ist Bob and Brad? Sie beschreiben sich auf ihrer Seite wie folgt:

“Vor über einem Jahrzehnt machten sich zwei Physiotherapeuten auf den Weg, um die beste Sammlung von Informationen zu den Themen “Fit werden”, “Gesund bleiben” und “Schmerzfreiheit” bereitzustellen, die man finden konnte. Wer waren diese Weltverbesserer? Nun, seit heute sind sie die berühmtesten Physiotherapeuten im Internet! (Ihrer Meinung nach). Sie können sie Bob & Brad nennen.”

Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Seite von Bob and Brad. Oder aber auf Amazon.

Anmerkung: Das Gerät wurde mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis.

Doch schauen wir uns mal das Gerät an sich an. Sie kommt in einem praktischen Tragekoffer daher. In dem Koffer befindet sich die Massagegun, fünf Aufsätze (U-förmiger Kopf / fork head, Kugel-Kopf / ball head, flacher Kopf / flat head, kleiner Kugelkopf / bullet head und ein Luftkissen-Kopf / aur cushion head), ein USB-Ladekabel (ohne Netzteil) und der Anleitung.

Das fehlende Netzteil sehe ich sogar als großen Vorteil. Zum einen hat man inzwischen einen Überfluss an Netzteilen daheim, zum anderen muss man für unterwegs nicht noch ein Kabel zusätzlich mitnehmen.

In der Anleitung gibt es zu jeder wichtigen Muskelgruppe eine kleine Anleitung, inkl. den dazu zu verwendenden Aufsatz.

Kommen wir zu den wichtigsten technischen Fakten:

  • 2.000 – 3.200 U/min (RPM)
  • Lautstärke: 55 dB
  • Gewicht: 680 Gramm
  • Akkukapazität: 2.500 mAh
  • Aufladezeit: 210 min

Das Aufladen ging recht flott, daher können wir direkt mit der Massage anfangen. Das Gerät macht dabei einen sehr wertigen Eindruck. Es ist gut verarbeitet und wirkt sehr stabil. Dazu LED Anzeigen für die Stufen, als auch den Akkustand (25, 50, 75 und 100%). Alles übersichtlich dargestellt und nicht überladen.

Die fünf Massagestufen von 2.000 – 3.200 U/min sind für die jeweilige Muskelgruppe anzupassen, als auch für die gewünschte Intensität, bzw. den Grad der Verspannung. Die Bedienung ist sehr simpel. Ein Knopf für alles. An / Aus und Regulierung der Stufen. Daher kann hier eigentlich nichts schief gehen. Jedoch bei der Anwendung. Daher immer vorsichtig mit solch einem Gerät umgehen. Hier ist immer drauf zu achten, für die jeweilige Muskelgruppe den richtigen Aufsatz zu nehmen. Ich stelle mir den Bullet Head an der Schienbeinregion nicht so prickelnd (und gesund) vor. Und bei falscher Handhabung kann man sich auch mehr schaden, als nutzen.

Viel gibt es zu solch einem Gerät gar nicht zu erzählen. Ich hatte bereits vor zwei Jahren eine Massagegun im Test, die ich regelmäßig und nachwievor im Einsatz habe. Von der Bedienung unterscheiden sich beide gar nicht. Von der Qualität und Verarbeitung kann ich auf den ersten Blick und den Tests ebenfalls nichts beanstanden. Die C2 ist jedoch ganze 120g leichter als die Flow Mini – das ist definitiv eine Ansage. Dafür ist die C2 minimal lauter, aber in meinen Ohren immer noch ein sehr leises, angenehmes Gerät. Auch die C2 liegt sehr gut in der Hand und ist nicht zu groß. Und es hat einen Aufsatz – den Luftkissen-Kopf mehr im Umfang, aber wenn ich ehrlich bin, nehme ich zu 95% immer den Gleichen. Wirklich vermissen würde ich diesen nicht, wenn ich ihn erst gar nicht hätte 😉

Aktuell ist die Gun für 109,98 Euro (mit Rabattaktion gibt es sogar 20 Euro Abzug) zu haben. Somit ist sie fast 60 Euro günstiger als die Flow Mini, was ein nicht zu unterschätzender Faktor für eine Kaufentscheidung ist.

Fazit:

Massageguns sind eine tolle Ergänzung, zum klassischen Cool-Down Training und Dehnen. Eine Massagegun wird Dehnübungen nie vollständig verdrängen können. Daher sezte ich immer auf den Mix: Dehnen – Rollen (mit einer Faszienrolle) – Massagegerät. So setze ich unterschiedliche Reize, aber auch unterschiedliche Punkte für die Regeneration.

Die C2 von Bob and Brad ist ein solides Gerät, was gerade für diese Preisklasse alles bietet, was für den Einstieg benötigt wird. Nach knapp 6 Wochen im Einsatz kann ich dieses Gerät empfehlen und das Preis-Leistungsverhältnis ist nahezu unschlagbar.

Kleiner Wehrmutstropfen (aber natürlich kein Showstopper): die Übersetzung der Anleitung könnte noch etwas ausgereifter sein.

Test: CIMALP Storm Pro Ultrashell 3H Laufjacke

2023 – und auch in diesem Jahr stehen wieder Artikel mit spannenden Produkte für den Trailsport auf der Agenda. Dieses Mal mit einer neuen Marke für mich, vielleicht auch noch nicht ganz so weit verbreitet in der Trailcommunity (zumindest ist mir dies bisher bei Wettkämpfen noch nicht so ins Auge gestochen). Dabei ist diese Marke bereits lange auf dem Markt etabliert.

“CIMALP® kommt aus Frankreich. Der Name CIMALP® stammt aus dem Französischen: „La cime des Alpes“ steht für Gipfel der Alpen und bezieht sich auf den höchsten Berg der Alpenkette, den Mont Blanc. CIMALP® ist bereits seit 1964 auf dem Markt.”

Auf Anfrage habe ich vom Hersteller freundlicherweise die CIMALP® STORM PRO Ultrashell 3H Laufjacke für diesen Test erhalten. Eine wasserdichte und atmungsaktive Trailjacke. Ich bin gespannt 😉

Technische Fakten

Eine 3-lagige Trailrunning Jacke. Was sie kann? Hier die Facts des Herstellers:

  • Material Ultrashell Classic
  • Windschutz: sehr gut + 100km/h
  • Atmungsaktivität: 80.000 G/M2/24h
  • Gewicht: 289g (bei Größe M)
  • Wasserdichtigkeit: Wassersäule 20.000 MM / 20.000 Schmerber
  • UVP: 229,90 €
  • Link zum Produkt

Liest sich alles bereits sehr gut. Das Design weiß auch zu überzeugen, also direkt rein in die Jacke.

Mein erster Eindruck

Die Jacke wirkt sehr stabil, dadurch aber auch etwas starr. Bedeutet, versuche ich sie zum Packmaß zu für den Trailrunningrucksack zusammenzufalten – ist diese doch sehr voluminös. Hier ein Vergleich zu einer 2,5L Jacke und einer Shakedry Jacke – inkl. dem Gewichtsvergleich (alle Jacken sind Größe L):

Die Jacke von CIMALP macht einen sehr wertigen und gut verarbeiteten Eindruck. Das Material raschelt ein wenig, aber für mich persönlich nicht weiter schlimm. Gerade bei den Witterungsbedingungen, wenn die Jacke benötigt wird, gibt es ganz andere Geräusche auf den Trails 😉 Sie trägt sich sehr angenehm. Habe die Jacke bisher immer in Kombination mit langärmeligen Schichten darunter getragen und daher noch nicht direkt auf der Haut.

Bei der Größe schwankte ich zwischen M und L. Ich trage bei anderen Laufsachen meistens die Größe M und laut Tabelle auf der Seite war ich an der Grenze, so dass ich lieber die Nummer größer auswählte. Da ich bei Bekleidungsmarken aus Frankreich oder Spanien generell eher zur größeren Größe tendiere. Und was soll ich sagen? Ich lag hier total falsch 😉 Die Jacke ist etwas länger und weiter. Von der Länge stört es mich nicht, wenn die Jacke (gerade als Regenjacke) weit über das Gesäß geht, ebenso wenn die Ärmel mal ausreichend lang sind und nicht bei jeder Bewegung nach oben rutschen. Jedoch von der Weite – ist enorm viel Platz vorhanden. Mir persönlich etwas zu luftig.

Trage ich sie als Freizeit-Regenjacke oder zum Wandern, wenn ich einige weitere Schichten drunter habe, ist dieser komfortable Platz perfekt. Fürs Laufen, wenn ich maximal ein Laufshirt darunter ziehe, ist es doch sehr luftig. Versteht mich nicht falsch, es funktioniert und man kann damit prima laufen. Letztendlich ist es eine Geschmackssache der Optik, als auch des eigenen Wohlbefindens.

Zwei Dinge interessieren mich immer bei Laufjacken – wie gut halten sie das Wasser von außen ab und wie gut transportieren sie das Wasser (= Schweiß) von innen nach außen. Natürlich kann bei wind- und wasserdichten Jacken nicht erwartet werden, dass man darunter gar nicht schwitzt. Doch muss das Verhältnis stimmig sein. Gerade bei sehr langen Läufen darf es – von der Feuchtigkeit und Temperatur – nicht unangenehm werden. Ich hatte die Jacke nun mehrmals – bei unterschiedlichen Bedingungen getragen. Bei Temperaturen zwischen 0-10 Grad und bei leichtem Regen und max. einer Stunde Belastung.

Anm.: Den Test werde ich natürlich ergänzen, wenn ich die Jacke für einen Traillauf mit 2-3h intensiv getragen habe. Daher schaut immer mal wieder hier rein 😉

Eindruck bei sportlichen Aktivitäten

Die Atmungsaktivität an der Vorderseite ist prima. Nach dem Lauf war ich trocken. Sowohl innen als auch außen. Am oberen Rücken, der Schulterpartie und an den Oberarmen kommt jedoch nichts rein und leider nichts raus. Hier war ich doch sehr feucht – man erkennt es an den Fotos sehr gut:

Es ist ok – jedoch ist sicherlich punktuell noch leichtes Potential nach oben. Bzw. sicherlich auch der Vorteil von der Weite der Jacke – da wo sie weniger eng anliegt, optimale Luftzirkulation 😉

Die Jacke hat tolle kleine Features. U.a. den Magneten, um die Kapuze zu befestigen, die Frontzippertasche für Taschentücher oder Handy, oder auch die Daumenschlaufen. Und gerade zu dieser dunklen Jahreszeit, sind die kleinen Reflektorelementen ungemein wichtig. Das passt alles prima für das Einsatzgebiet der Jacke. Dazu wirkt und ist sie absolut stabil. Bei meiner Shakedry Jacke muss ich bei jedem Ast / Felsen Sorge haben, mir ein Loch reinzureißen. Bei der Storm Pro kann ich durchs tiefste Gestrüpp laufen und fühle mich geschützt und muss mir keine Sorgen machen, ein Loch in die Jacke zu reißen. Optimale Voraussetzungen für einen zuverlässigen Partner bei den Läufen! Aber diese Eigenschaft macht die Jacke auch “schwerer” im Gegensatz zur Konkurrenz.

Fazit:

Die Jacke überzeugt. Ich müsste sie noch mal in Größe M testen, zwecks Fit & Schnitt, aber davon sehen wir natürlich ab 😉 Eventuell ist M am Ende sogar zu eng und dann jammere ich an anderer Stelle. 😉

Die Jacke ist stabil, wasser- und winddicht und hat somit alles, was man für einen Traillaufe bei allen Witterungsbedingungen benötigt. Ob als Pflichtausrüstung bei einem Wettkampf, einem verregneten Lauftraining oder beim Training in den Bergen. Mit dieser Jacke ist man top & richtig ausgerüstet.

Für die Minimalisten, die auf jedes Gramm bei Ultratrails verzichten, sollten auf andere Modelle umsteigen. Sobald man jedoch die Jacke am Körper hat, merkt man von dem Gewicht nichts!

Sieht man sie als Allrounder im Outdoorbereich, wird man mit der Jacke auf jeden Fall sehr glücklich!

Von meiner Seite eine uneingeschränkte Empfehlung! Auf jeden Fall behalte ich CIMALP in Zukunft im Fokus. Eine Marke der ich auf den Trails in den Bergen einiges zutraue …

Test: On Running Cloudvista WP

Bereits am Anfang der Saison hatte ich Euch an dieser Stelle hier die Cloudvista vorgestellt. Ein völlig neuer Trailschuh aus dem Hause ON.

Nun – seit einigen Wochen – habe ich ein zweites Paar hier vor mir liegen, bzw. bereits fleißig im Test. Ein kleines Upgrade für den Herbst.

Der Cloudvista WP (Waterproof) – genau der richtige Schuh für den Herbst.

Doch nicht nur das wasserdichte Membran sticht hervor, sondern ON hat den Schuh leicht modifiziert. Eine verstärkte Missiongrip Sohle mit neuen, quadratischen Stollen in verschiedenen Ausrichtungen (Anmerkung: ich konnte keinen Unterschied zum Frühjahrsmodell erkennen). Damit soll der Grip auf jeglichen Untergründen verbessert worden sein.

Wichtig für die dunkle Jahreszeit sind auch die reflektierende Komponenten.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis.

Dieses Mal liegen mir die Schuhe in den Farben Eclipse | Black vor.

Kommen wir zu den Key Facts des Herstellers (Quelle: https://www.on-running.com/de-de/products/cloudvista-waterproof/mens/eclipse-black):

  • Nutzung: Trail
  • Distanz pro Lauf: Mittel
  • Dämpfung: Moderat
  • Wettkampf: Nein / Training: Ja
  • Ideal für: Kurze bis mittellange Trailruns in moderatem Gelände
  • Gewicht: 305g (Gr. EU46 = 371g)
  • Sprengung: 7mm
  • Technologie: Missiongrip™-Aussensohle für den Halt und die Traktion, Helion™-Superfoam-Schicht und CloudTec® für ausgewogene Dämpfung. Erfreulich: bereits hier sind 70-80% recycelter Polyesteranteil verbaut.
  • Verfügbar seit: September 2022
  • Verkaufspreis: 169,95 Euro

Laut Hersteller sind die Schuhe durch das Membran lediglich 20g schwerer. Was nicht so ganz stimmt. Bei mir sind es exakt 50g.

Ich werde hier nicht noch mal so ausführlich über den Schuh berichten, dazu verweise ich auf den Artikel des Cloudvista ohne Membran. Ich gehe lediglich auf die Modifizierungen ein.

Im ersten Moment fühlt sich der Schuh steifer an. Dies ist natürlich auch dem Membran geschuldet. Aber nach ein paar Kilometer gibt sich das bzw. man gewöhnt sich dran. Mein erster Testlauf war direkt während eines ausgiebigen Regens und hatte so sowohl von oben als auch unten ausreichend Wasser. Und glaubt mir, ich lies keine Pfütze aus! 😊

Kommen wir zum angepriesenen Grip. Ich habe bei schlechtem Wetter schon viele Schuhe an meinen Füßen gehabt. Und jeder hatte so seine Eigenheit oder einen Untergrund, mit dem er gar nicht zurecht kam.

Straße, Schotter, Waldwege, Wald-Downhills aus nassen Herbstblättern, Steinchen und Erde – alles kein Problem. Doch dann – dann kam eine nasse Holztreppe um wieder ins Tal zu laufen. Und die ersten drei vier Stufen dachte ich noch – “Wow, auf den Schuh ist echt Verlass” und just in dem Moment zog es mir die Füße weg und ich hing am Abgrund. Ich konnte mich noch am Geländer mit einem Arm festhalten und wieder hochziehen, aber das hätte böse ausgehen können. Bei meinen bisherigen Tests habe ich nasses Holz schon immer als Königsdisziplin eines Trailschuhs angesehen. Die Wenigsten können beim Kontakt auf dem glitschigen Untergrund Grip finden und man rutscht weg. Aber so oft mir das auch schon mit anderen Herstellern passiert ist – so etwas kam dabei noch nicht vor.

Von den Laufeigenschaften unterscheidet er sich nicht wirklich von seinem leichteren luftigeren Vorgänger. Daher – wie oben erwähnt – gehe ich hier nicht drauf ein.

Fazit: Der Herbst kann kommen! Ein wirklich toller Schuh für die nasse dunkle Jahreszeit. Natürlich bin ich gespannt, wie er sich dann im Winter mit Schnee noch schlagen wird. Aber dieser Schuh macht Spaß und hält die Füße trocken. Doch achtet auf den Untergrund! Ansonsten ein klare Kaufempfehlung von meiner Seite.

Test: Saucony Endorphin Edge

In diesem Jahr hatte ich bereits den XODUS Ultra von Saucony an den Füßen. Und wurde positiv überrascht. Saucony tut inzwischen einiges auf dem Trailsegment. Neben deren altbekannten Zugpferd, dem Peregrine – nun auch neue Modelle die ein breites Segment ansprechen sollen.

Nun da ist er – der ENDORPHIN EDGE – die Endorphin Reihe ist inzwischen als die Performance Reihe – fast durchweg mit Carbon – bei Saucony bekannt. Hauptsächlich für schnelle Läufer oder schnelle Läufe gemacht 😉 Nun liegt hier der Gegenpart für die Trails – ein Carbonschlappen für die Trails. Gut – bisher habe ich bewusst einen großen Bogen um Carbonschuhe gemacht. Mit der TPA Platte beim Adidas Terex Agravic Ultra (siehe Bericht) war es zwar bereits von der Technologie in diese Richtung, jedoch noch keine Platte aus Carbon.

Der Endporphin Edge ist der Nachfolger des letztjährigen Endorphin Trail und es hat sich einiges geändert. Und nicht nur der Name 😉

Folgende Technologien sind lt. Hersteller verbaut (Quelle: saucony.com):

  • Die SPEEDROLL Technologie treibt dich mühelos voran.
  • Die ultraleichte, reaktive PWRRUNPB Schaumdämpfung trägt zu einem schwerelos schnellen Tragegefühl bei.
  • Die Carbitex™ AFX Karbonfaserplatte ist speziell für das Trailrunning designt: Sie sorgt für unglaubliche Geschwindigkeit und Effizienz, ohne je das Bodengefühl oder die Stabilität zu verlieren.
  • Die 3-Quarter-Platte ermöglicht einen individuelleren Fersenauftritt auf unregelmäßigem Gelände.
  • Das leichte Mesh des Endorphin Edge leitet Feuchtigkeit vom Fuß ab. Durch die Kombination aus verbesserter Feuchtigkeitsaufnahme und schnellerer Verdampfung bleibst du cool und trocken.
  • Der transparente Matschschutz garantiert robusten Allwetterschutz.
  • Die PWRTRAC Laufsohle bietet unglaubliche Traktion auf dem Trail.
  • Profiltiefe der Trail-Laufsohle: 4 mm
  • Mit Gamaschen kompatibel: Ja
  • Nachhaltigkeit: Dieser Schuh ist vegan und enthält recyceltes Material
  • Kategorie: Trail, Neutral
  • Sprengung: 6 mm (35 mm Ferse / 29 mm Zehenpartie)
  • Gewicht: Herren 255 g

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis.

Doch schauen wir, ob all diese tollen Eigenschaften sich auch in der Realität, auf den Trails dieser Welt, beweisen können.

Ich wurde schon oft mit knalligen Farben überrascht, aber mit einem satten Pink oder „Prospect Quartz“ wie es Saucony nennt, hatte ich noch nie dabei. 😉 Definitiv interessant und ein Hingucker. Wem diese Farbe nicht zusagt, keine Sorge, es gibt auch noch ein sattes blau mit schwarz oder besser gesagt „Ocean Black“.

Eines kann ich vorneweg nehmen. Ich wurde erstaunlich oft bei meinen Testrunden „begutachtet“.

Wie ich es von Saucony Schuhen gewohnt bin, sie passen einfach. Reinschlüpfen und sie haben einen guten Sitz und Halt an meinen Füßen. Dazu eine klassische Schnürung – nichts Besonderes, aber sie funktioniert.   

Auch wenn es auf den ersten Blick nach „viel Schuh“ aussieht, sind sie erstaunlich leicht. Bei dem Blick auf die Waage, wird dies bei meiner Testgröße (EU46,5) bestätigt: 299g / Schuh. Wenn ich an den ein oder anderen Trail-Wettkampfschuh von mir denke, ist das nicht wirklich mehr.

Los geht’s. Die Schuhe rollen auf Asphalt direkt toll los. Ich laufe Richtung meine Hausrunde. Nach knapp 1,5km bin ich direkt beim Anstieg und es geht nach Österreich rüber. Einmal um den Hechtsee und dort ein paar Trail Up- und Downhills.

Es macht echt Spaß mit diesem Schuh zu laufen. Doch sollte das Einsatzgebiet genau eingeschätzt werden. Wenn es richtig alpin wird, ist dieser Schuh nichts. Auf Schottertrails, den klassischen Waldwegen läuft er prima. Hier fühlt er sich wohl und man kann richtig aufs Gas drücken. Gerade auch Downhill pusht mich der Schuh nach vorne. Richtig lange Runden bin ich noch nicht damit gelaufen, aber die folgen noch.

Mein Gefühl nach ist der Schaum ein wenig zu schwammig, zu weich. Hier hätte ich gerne ein direkteres Auftreten. Aber genau das ist dieser reaktive Schaum. Daher unbedingt vorher im Geschäft austesten.

Die Protektion von der Sohle her ist top, bei den Fußzehen ausreichend. Hier könnte man den Schutz noch leicht nach oben ziehen.

Wenn es zu feucht draußen wird, kommt dem Schuh nicht entgegen. Nasse Steine und Holz eher meiden.

Perfekt sicherlich für die flachen Trails – denke bei einem Rennsteiglauf, dem Rodgau Ultra oder Heidelberg Marathon wird er gut funktionieren.

Fazit: Ok – es ist ein flotter leichter Schuh für die Trails. Mir ist er einen Tick zu schwammig. Der Grip ist für klassische Waldwege und leicht technische Passagen sehr gut. Probleme hat er auf nassen Steinen. Für die alpinen Runden sollte man ihn nicht verwenden.

Auf alle Fälle kann man damit aufs Gas drücken und ist bequem gebettet. Für den Preis von 230 Euro sollte man sich zweimal überlegen, ob sich dieser Schuh für einen persönlich lohnt!  

Test: Adidas TERREX Agravic Flow 2.0

“Als Abby Hall in der 5. Klasse mit dem Trailrunning begann, hatte sie nie eine große Karriere als Ultraläuferin vor Augen. Ihr Weg verlief nicht immer eben. Trotz Höhen und Tiefen blieb sie am Ball und pushte sich immer wieder – egal wie herausfordernd der Trail oder die Umstände. Jetzt, mit 31, gehört Abby zu den besten Ultraläuferinnen der Welt und ist professionelle Trailrunnerin für adidas TERREX.”

Ich beginne normal nicht meine Artikel, in dem ich Textpassage zitiere. Doch diese Einleitung ist notwendig, denn nichts geringeres als Abby hat bei der Entwicklung des mir vorliegenden Adidas TERREX Agravic Flow 2.0 mitgewirkt.

Ich musste mit Adidas Trailschuhen erst warm werden. Vor drei Jahren habe ich mir einige bestellt und ausgetestet, unter anderem auch der Flow – doch er war mir für einen Trailschuh viel zu schwammig. Danach hatte ich mich ferngehalten von den Schuhen aus Herzogenaurach – bis – ja genau bis der Speed Ultra auf den Markt kam. Und dieser hatte mich vom ersten Moment an gepackt und er ist immer noch mein Lieblingstrailschuh. Und ich bin froh, ihn endlich wieder laufen zu können. Danach hatte ich noch den TERREX Agravic Ultra im Test. Ein guter Schuh, der mich aber nachhaltig noch nicht vollends gepackt hat. Kommt vielleicht noch – wenn ich mal längere Runden hier im alpinen Raum drehe. Und dann – erreichte mich ein Paket von Adidas – mit dem Flow 2.0. Zu erst kam die Skepsis hoch, er könne wieder zu schwammig sein – solch Erfahrungen brennen sich ein. Doch geben wir dem Update nach all den Jahren eine Chance.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis.

Wieder ein “gelber” Schuh – war mein erster Gedanke. Scheint 2022 in Mode zu sein, oder besser gesagt, nennt sich die Farbe nicht gelb sondern “Pulse Lime / Turbo / Cloud White”. Okay! Alles klar. Der Turbo steckt mit drin, aber die Farbe? Er sieht schick aus. Definitiv. Aber vermutlich wird er diese Farbe nicht mehr lange behalten 😉

In meiner Größe EU46 bringt er satte 372g auf die Waage. Das ist eine Hausnummer. Was will der Schuh sein? Werfen wir erneut einen Blick auf die Beschreibung von Adidas:

“Ein leichter Trailrunning-Schuh mit Parley Ocean Plastic – Es zieht dich wieder raus in die Natur? Dieser adidas Trailrunning-Schuh gibt dir auf dem steilen und steinigen Pfad zum Gipfel ein bequemes und sicheres Tragegefühl. Das individuell gewebte Mesh-Obermaterial bietet Halt, Flexibilität und kühlende Luftzirkulation. Mit seinem angesagten Look bist du nicht nur in den Bergen, sondern auch in der City stylish unterwegs. Die ultraleichte Zwischensohle sorgt bei jedem Schritt für erstklassigen Tragekomfort, egal ob du schnell einen 5-Kilometer-Lauf einschiebst oder den ganzen Tag auf den Beinen bist.”

Ok – halten wir fest: laut Hersteller ist dies ein leichter, stylisher Schuh (auch für die Stadt), der auch noch bequem ist und gut schützt. Also – er fühlt sich in der Hand leicht an, aber ist kein Fliegengewicht. Ich muss aber direkt sagen: man merkt ihm dieses Gewicht gar nicht an. Natürlich ist es kein minimalistischer Schuh, aber er soll auf vielen Untergründen, vor allem in alpinen Regionen, sicherer Halt bieten. Letztendlich den Fuß und Läufer schützen und egal ob kurze oder lange Distanz: dafür sorgen, dass man sicher ins Ziel kommt.

Der Halt des Fußes ist in allen Bereichen top. An der Ferse rutscht nichts, am Mittelfuß sitzt er perfekt und kombiniert mit der bekannt klassischen Schnürung von Adidas geht auch nichts schief. Die Zehen sind durch die klassische Gummierung, die man bei den Trailschuhen kennt, geschützt und auch die Sohle schützt den Fuß vor spitzen Gegenständen. Daher kein Stein hat eine Chance uns zu pieksen. Hinzu kommt die Contintal Sohle, und diese ist dafür bekannt, dass ein sicherer Stand auf jeglichem Untergrund gewährt ist.

Doch wie fühlt er sich auf den Trails an. Und hier zeigt er sofort was er kann. Bereits auf dem Weg zu den Trails weiß er zu überzeugen. Doch erst auf steinigen technischen Trails spielt er seine wahren Sträken aus. Er ist dynamischer und agiler als man im ersten Moment denkt und sehr lauffreudig. Es macht einfach Spaß und das in so ziemlich jedem Tempo. Und zu jeder Zeit fühlen sich meine Füße gut geschützt und können trotzdem sich austoben.

Fazit: Heutzutage, bei all der Technik die in den Schuhen verbaut sind, darf man sich nicht vom ersten Blick täuschen lassen. Das Gewicht könnte einen dazu verleiten, die Finger vom Schuh zu lassen. Doch das wäre grob fahrlässig. Der Schuh sitzt gut, ist bequem und macht einfach Spaß. Aber prüft, ob er zu Eurer Ferse passt – hier ist er etwas steif. Ob bei einer kleinen Runde auf dem Schotterweg an der Inn entlang oder wenn es technisch in den Bergen wird. Auf alle Fälle werde ich noch 1-2 längere Tests machen, aber bin mir schon ziemlich sicher, dass ich diesen Schuh bei den 30km auf dem Mayrhofen Ultraks anhaben werde!

Wer noch einen stabilen Trailschuh für nahezug alle Schandtaten sucht, sollte zu seinem Schuhhändler des Vertrauens und in die Agravic Flow 2.0 reinschlüpfen und sich sein eigenes Bild machen!

Test: Adidas TERREX Trailrunning Collection 2022

Vor einiger Zeit habe ich die Trailrunning Collection 2022 von Adidas Terrex erhalten. Bestehend aus:

Die Farben machen direkt Lust auf Läufe im Sommer 😉 Bei der Namensgebung von diesen Gelb- und Rottönen war auch Adidas wieder kreativ. Die Jacke und Hose liegt in “Altered Amber”, die Cap in “Almost Lime / Acid Red) und das Shirt in “Pulse Lime” vor mir!

Alle Kleidungsstücke sind aus mind. 40% “Parley Ocean Plastic”, also aus recyceltem Plastikmüll. Ist ein guter Ansatz, aber löst nicht das enorme Müllproblem auf dieser Welt!

Fangen wir unten an. Ich war bereits von den letztjährigen Agravic Shorts begeistert. Leicht, luftig und viele Verstaumöglichkeiten (inkl. Stockhalterung). Sie bietet sowohl eine versteckte Tasche am Bund und eine Gesäßtasche mit Reißverschluß. Dazu reflektierende Details und alles mit der Feuchtigkeitsabsorbierenden AEROREADY Technologie.

Gehen wir weiter hoch. Das Shirt. Ein Merkmal das auffällt, ist der Mesh-Einsatz am Rücken. Dieser soll beim Tragen einer Weste / Rucksack es angenehmer von der Luft- und Feuchtigkeitsregulierung machen. Ansonsten bequemes und leichtes Shirt, durch die luftigen Elemente perfekt für den Sommerlauf in den Bergen (oder natürlich im Tal oder auf Straßen).

Wird es doch ein wenig frischer und luftiger kommt die Windweave Jacke zum Einsatz. Auch hier wurde viel Wert auf Sichtbarkeit gemacht und hat ebenfalls reflektierende Details rundherum. Die DWR-Beschichtung hält auch leichten Regen und Schnee ab, aber ist natürlich als Windjacke nur wasserabweisend, nicht wasserdicht! Die Besonderheit ist die Atmungsaktivität, die durch einen speziellen Bodymapping Aufbau umgesetzt wurde. Je nach Körperzone ist das Material dicker oder dünner gewebt. Doch schauen wir auf die praktischen Details. Die Jacke ist sehr leicht und hat eine Brusttasche mit Reißverschluss. Diese Tasche dient gleichzeitig dazu, die Jacke in sich zu verstauen und auf minimales Packmaß zu reduzieren. Ideal für den Trailrunningrucksack. Es schadet definitiv nicht, diese Jacke immer dabei zu haben.

Zu guter Letzt dürfen wir auch den Kopf nicht vernachlässigen. Ich trage beim Laufen zu 95% gerne Caps, daher bin ich auch immer von neuen Mützen angetan. Die Farbkombi muss man natürlich mögen, aber das ist eh Geschmackssacke. Die Mütze ist ebenfalls sehr leicht, luftig, man schwitzt nicht so extrem drunter und wird vor der Sonne geschützt. Sie tut was sie soll und das zuverlässig und meiner Meinung nach dies stylish 😉

Fazit:

Ich bin begeistert. Leicht, praktisch und Trailtauglich. Ich habe die Ausrüstung nun bei Sonnenschein, bei Regen, auf Asphalt, als auch auf 1.600 Meter Höhe angehabt. Funktional top, dazu bequem zu tragen. Nichts reibt und scheuert. Absolut empfehlenswert für jegliche Art des Laufens. Vom Frühjahr bis Herbst nutzbar. Im Winter dann für die meisten sicherlich nur noch die Windjacke.

Zusammen kostet dieses Outfit 280 Euro (UVP) – Jacke für 140 Euro, Shorts 65 Euro, Shirt für 45 Euro und die Cap für 30 Euro. Dafür hat man ein Trailrunning Outfit für die meisten notwendige Bedürfnisse!

Ich gebe hier definitiv den Daumen nach oben und kann die Ausrüstung uneingeschränkt empfehlen!

Mehr Informationen zu den Produkten findet ihr unter folgenden Links:

https://www.adidas.de/terrex-agravic-t-shirt/H11680.html

https://www.adidas.de/terrex-aeroready-five-panel-graphic-kappe/HB6275.html

https://www.adidas.de/terrex-agravic-shorts/H11752.html

https://www.adidas.de/terrex-agravic-windweave-windjacke/H11744.html

Test: Saucony XODUS Ultra

Saucony – eine Marke die mich in meiner Laufkarriere stets erfolgreich begleitet. Mit einem Guide 9 bin ich meinen ersten Marathon gelaufen, irgendwann Bestzeiten mit dem Kinvara 7 – 13. Doch als ich vermehrt auf die Trails umstieg, dachte ich mir: ich mach es mir einfach und vertraue ebenfalls Saucony. Vom absoluten Klassiker, dem Peregrine (mein Einstieg war die Nr. 8) – wechselte ich für mein Ultratraining auf den Xodus ISO 3. Ein komfortabler schwerer Schuh. Aber eben mit diesem Xodus wurde ich nicht warm. Den Peregrine nutzte ich gerne mal fürs Training, aber vom Xodus habe ich mich schnell wieder trennen müssen. Warum? Weil es einfach zwischen uns nicht passen sollte und ich fühlte, damit kann ich keine Ultratrails laufen. Ein Schuh muss mir Sicherheit bieten und ich muss mich wohl drin fühlen und dies konnte er damals eben nicht.

Nun habe ich von Amerikanern den nagelneuen XODUS Ultra liegen. Der Name verrät bereits sein Einsatzgebiet. Lange, sehr lange Läufe. Doch was hat der neue Trailschlappen, der im Sommer veröffentlich wird, zu bieten?

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis.

Öffnen wir direkt die Schachtel. Was direkt ins Auge sticht, ist die Farbe. Ein knallgelber Schuh kommt heraus. Gut, Auffallen ist hiermit schon mal kein Problem. Daher liebe Rehe und Wildschweine – aufpassen, wenn es im Wald gelb aufleuchtet 😉 Die Farbkombi nennt sich Acid / Blue Raz.

Der Schuh sieht wie ein klassischer Saucony aus. Souverän, gut verarbeitet, aber jetzt (bis auf die erwähnte Farbe) kein absoluter Eye-Catcher. Ein Leichtgewicht ist er nicht und will er gar nicht sein. In der mir vorliegenden Größe EU46,5 bringt er 329g auf die Waage. Inkl. der 6mm Sprengung und einer klassischen Schnürung. Im Schuh merkt man sofort, dass er etwas breiter ist. Der Halt ist dank des sockenartigen Einstiegs top, so dass sich der Fuß wohlfühlen kann, für seine langen Abenteuer. Für Schutz sorgen zudem der verstärkte Fersenbereich und die gummierte Zehenkappe.

Den Schuh hatte ich direkt ein paar Mal auf meinen heimischen Waldtrails im Einsatz. Auch auf dem Asphalt fühlt sich der Schuh gut und bequem an, doch auf den Trails ist sein Zuhause.

Anmerkung: während meiner ausgiebigen Testreihe, Riss mir mein linkes Außenband des Sprunggelenks. Nicht im Xodus Ultra, keine Sorge. Er hätte mir eventuell bei entsprechender Wurzel mein Außenband geschützt. Zu dem Zeitpunkt war ich mit einem Trail Wettkampfschuh unterwegs. Was bedeutet: wenig Protektion – großes Aua 😉

Der Schuh ist mit in der Zwischensohle zum einen mit PWRRUN PB für eine optimale Energierückgewinnung ausgestattet und der etwas härtere PWRRUN Support Rahmen bietet eine optimale Unterstützung für den Fuß. Dazu die dreilagige PWRTRAC Außensohle – diese sorgt bei nassen und trockenen Bedingungen für sichere Traktion und deren Flexibilität für ein entspanntes Abrollen. Es müssen sich auch keine Gedanken über den Schutz vor spitzen Steinen oder anderen Gegenständen gemacht werden, denn die Sohle ist wirklich stabil und sicher.

Die Technik des Schuhs verspricht viel und auf den ersten Blick ist man für die langen Trails gerüstet.

Fazit: Xodus – der Name schreckte mich erst ein wenig ab. Der Schuh, mit dem ich gar nicht in der Vergangenheit klar kam, sollte mich nun eines Besseren belehren. Bisher lief es mit dem XODUS Ultra richtig gut. Es machte Spaß. Natürlich kein agiler Schuh, doch er soll auf langen Trails vor allem eins: seinen Träger sicher ins Ziel bringen. Er schützt den Fuß – auch wenn er müde ist. Er ist bequem und lässt einen, wenn es bereits weh tut, die Schmerzen einen Moment vergessen.

Ich werde den Test fortführen, sobald ich wieder offiziell laufen darf und halte euch auf dem Laufenden wie es dann mit den langen, alpinen Einheiten sich anfühlt. Ob ich dann immer noch diese Meinung vertrete 😉 Oder schlichtweg bestätigen kann.

Test: ON Cloudvista

ON Running – die Schweizer sind seit Jahren nicht mehr wegzudenken aus dem Lauf- und Lifestyle Bereich. Aber seit einiger Zeit bringen sie auch richtig richtig gute Schuhe heraus und die Trailsparte findet hier auch immer mehr Anklang und Beliebtheit. Es fing mit dem Cloudventure an (inzwischen in der dritten Generation), es folgte der Cloudventure Peak und letztendlich brachten sie mit dem Cloudultra ein vollständig neues Modell heraus.

Und nun? Was stehen hier für Schönheiten vor mir? Der brandneue Cloudvista (Anmerkung: da ich etwas spät mit dem Artikel dran bin, gibt es den Schuh bereits einige Tage auf dem Markt).

Doch für welchen Einsatzbereich ist dieser Schuh genau? Für wen macht dieser Schuh Sinn? Der Hersteller wirbt mit: „Der leichte und vielseitige Trailrunning-Schuh für gut gedämpften Komfort. Dein Ticket für die Trails.“ – der Satz sagt alles und nix. Lasst es uns doch zusammen herausfinden. Ich bin für Euch den Schuh gelaufen und ihr könnt hier lesen was er taugt und wo man ihn am besten einsetzt.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis.

Packen wir den Schuh erst einmal aus: vor mir liegt nun eine weiße Schönheit mit blau und hellgrünen Komponenten. Oder wie der Hersteller angibt in Frost / Ink 😉

Kommen wir zu den Key Facts des Herstellers (Quelle: https://www.on-running.com/de-de/products/cloudvista/mens/frost-ink):

  • Nutzung: Trail
  • Distanz pro Lauf: Mittel
  • Dämpfung: Moderat
  • Wettkampf: Nein / Training: Ja
  • Ideal für: Kurze bis mittellange Trailruns in moderatem Gelände
  • Gewicht: 280g (Gr. EU46 = 324g)
  • Sprengung: 7mm
  • Technologie: Missiongrip™-Aussensohle für den Halt und die Traktion, Helion™-Superfoam-Schicht und CloudTec® für ausgewogene Dämpfung. Erfreulich: bereits hier sind 70-80% recycelter Polyesteranteil verbaut.
  • Verfügbar seit: März 2022

Rein in den Schuh, raus auf die Trails. Ich habe einige Runden auf meinen heimischen Trails (klassische Waldtrails im Spessart) gedreht und habe den Schuh parallel direkt auch als Sneaker verwendet. Warum? Da er wirklich bequem ist und sehr schick aussieht. Beim ersten Reinschlüpfen in den Schuh merkt man sofort: es ist ausreichend Platz für den Fuß da und trotzdem schmiegt sich das leichte Obermaterial um den Fuß und bietet gleichzeitig einen tollen Halt. Komfort und guter Halt – das ist bereits ein guter Einstieg. Jetzt bin ich jedoch neugierig, wie er sich beim Laufen macht.

Ich starte auf Asphalt und sofort stellt sich die Frage: handelt es sich hier wirklich um einen Trailschuh? Merken wir uns für das Einsatzgebiet: Door-to-Trail steht ihm gut.

Dann geht’s in den Wald. Auch auf trockenen Waldwegen fühlt sich der Cloudvista pudelwohl. Er will sich hier bewegen und Kilometer für Kilometer zurücklegen. Biegen wir auf unwegsameren Geländen ein: kleine Singletrails mit vielen wurzeln und Steinen: passt. Ein absoluterer lauffreudiger Schuh auf unterschiedlichen Untergründen. Bisher hat ON nicht zu viel versprochen. Rein von seiner Beschaffenheit ist sofort erkennbar: das ist kein alpiner Trailschuh. Weder von der Protektion noch von der Sohle – das macht wenig Sinn. Auf leichten, trockenen alpinen Untergründen ja, aber nicht zu technisch.

Probleme mit Steinchen auf der Strecke hat man auch mit dieser Sohle nicht. Ich bin oft auf Strecken gelaufen, bei denen kleine Steinchen hätten steckenbleiben können. Aber keine Sorge.

Fazit: bequemer Schuh, guter Halt an Fersen und Mittelfuß, er rollt gut ab, ist agil und leicht. Er hat nicht die Traktion und nicht den Halt auf nassen Untergründen, im alpinen Geländen oder wenn der Boden tief und matschig ist. Aber das will er nicht sein. Der Schuh macht Spaß – genau für den Bereich für den er ausgelegt ist: auf dem Weg in den Wald, Waldwege, leichte Trails, Schotterpisten und klassische Wanderwege (gerne auch in den Bergen, solange es nicht zu technisch wird). Daher ein breites Spektrum. Und wer nicht mit diesem flotten Schuh laufen will, nimmt ihn als stylishen Sneaker 😉 Über die Farben im Trail lässt sich streiten. Aber selbst wenn es im heißen Sommer staubig wird, bleibt er nicht so schön hell. Aber es ist ein Schuh, ein Laufschuh, ein Trailschuh – das gehört dazu! 😉

Für sein Einsatzgebiet würde ich dem Schuh 10/10 geben. Im Vergleich zu allen Trailschuhen, hat er natürlich Abstriche welche beim Testergebnis berücksichtigt wurden.

In den letzten Wochen hörte man vermehrt die Infos, dass dieser Schuh nicht so langlebig ist und bereits nach ca, 100km Abnutzungserscheinungen mit sich bringt. Nach bisher über 70km hatte ich noch nichts feststellen können. Aber wem dem so ist, hoffe ich, dass ON hier schnell nachbessert. Denn es ist ein wirklich richtig guter Schuh! Der es nicht verdient hat, wegen diesen Qualitätsmängel, am Ende in der Versenkung des Laufschuhkosmos zu verschwinden!

Impressionen:

Test: beat buddy BONEZ Kopfhörer

Auf dem Markt gibt es inzwischen unfassbar viele Kopfhörer. Für jeden Anlass, für jeden Geldbeutel. Ob On-Ear, Over-Ear, In-Ear oder seit neuestem auch das Ohr komplett frei! Wie bitte? Genau – Kopfhörer, die nichts ans Ohr gesetzt werden, sondern auf der hinteren Wange oberhalb der Schläfe sitzen. Sogenannte Knochenschall-Kopfhörer – der Schall wird in Form von Vibrationen direkt in das menschliche Ohr geleitet.

Vor mir liegen nun die beat buddy BONEZ (https://beat-buddy.de/produkt/bonez/) – von einem kleinen Hamburger Unternehmen mit Produkten für feinsten Hörgenuss!

Ich selbst habe beat buddy erst 2020/2021 richtig kennengelernt. Für den City Night Run Aschaffenburg habe ich Bluetooth Rucksäcke mit integrierten Lautsprechern getragen und so richtig für die musikalische Untermalung und Stimmung während des Laufes gesorgt 😊

Nach dem ich bereits einige In-Ear Sportkopfhörer probiert habe und hier noch nie so richtig glücklich wurde (zu kurze Akkulaufzeit, technische Probleme, technisches Versagen, kein richtiger Halt, Verbindungsprobleme von Bluetooth), hat mir beat buddy nun die Möglichkeit gegeben, die BONEZ ausführlich zu testen.

Anmerkung: Die Kopfhörer wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis.

Ich muss zugeben, von kleinen Ohrstöpseln zu einem Bügelkopfhörer wechseln ist erst einmal ungewohnt. Noch ungewöhnlicher ist jedoch der Fakt, dass die Ohren frei bleiben. Das müssen wir uns doch jetzt mal genauer anschauen:

Zuerst die offiziellen Angaben von beat buddy

“Die Bluetooth Headphones BONEZ sind Dein perfekter Begleiter, wenn Du gern Musik hörst, aber trotzdem Deine Umgebung akustisch mitbekommen möchtest.

Sie leiten die Musik über den Gehörknochen in Dein Gehör, so dass Du in der Lage bist, auch weiterhin die Geräusche um Dich herum über den Gehörgang wahrzunehmen. Dein Gehör wird hierbei über zwei Kanäle gleichzeitig bespielt. Eine absolut geniale Hörerfahrung.

Die Headphones liefern Dir bis zu 6 Stunden Musikvergnügen mit der stabilsten Bluetooth 5.0 Technologie und verfügen zusätzlich über eine Freisprechfunktion.

Ihr Kunststoff Gestell ist flexibel und federleicht. Zudem garantieren sie Dir staub- und spritzwassergeschützten IP55 Standard.“

Technische Fakten:

  • Maße: (HxBxL) in cm: 14x13x5
  • Gewicht: 0,046 kg
  • Material: Kunststoff, PVC
  • Akku: Lithium-Polymer 2×170 mAH
  • Konnektivität: Bluetooth 5.0
  • Magnetischer Ladeanschluss
  • Freisprecheinrichtung
  • IP55 Staub-/Spritzwassergeschützt
  • Laufzeit: Bis zu 6 Std

Für mich als Läufer sind folgende Punkte wichtig: leicht (scheint es mit 46g zu sein), lange Akkulaufzeit (bis zu 6h – kann man auch für einen Longrun verwenden), stabil und vor Witterungsbedingungen geschützt (IP55 – zwar nicht wasserdicht, aber für einen Großteil des Trainingswetters ausreichend) und angenehm zu tragen. Das ich am liebsten noch einen tollen Klang hätte, ist selbstredend, aber hat nicht die absolute Top-Prio.

Meine bisherige Erfahrung mit den BONEZ:

Ich bin nun mehrere Läufe mit den BONEZ unterwegs gewesen und bin überrascht. Im positiven Sinne. Während des Laufes wackelt nichts und nach kurzer Zeit spüre ich die Kopfhörer auch gar nicht mehr. Natürlich tragen sie optisch etwas mehr auf als In-Ear-Kopfhörer. Das ist völlig klar.

Ein Manko hat man als Brillenträger. Das sollte einem bewußt sein. Aber dafür gibt es ja Kontaktlinsen 😉

Ansonsten machen die Kopfhörer, das was sie sollen. Zuverlässiger Begleiter für den Sport mit gutem Sound. Man darf jetzt keinen absoluten Premiumklang erwarten – dafür gibt es ganz andere Produkte. Doch in Kombination mit diesem Einsatzgebiet ist der Klang völlig in Ordnung.

Für die Sicherheit ist ebenfalls gesorgt: alle Umgebungsgeräusche können wahrgenommen werden, da die Ohren vollständig frei sind! Vorteil: man ist von der Umgebung nicht vollständig abgekapselt und nimmt Gefahrensituationen war!

Die Kopfhörer richtig auf dem Kopf zu platzieren ist ein wenig Gefummel. Denn umso tiefer man Richtung Ohr kommt, umso satter und klarer der Sound. Jedoch ist die Position an anderer Stelle vorgesehen. Vielleicht bin ich auch nur zu doof, sie richtig zu tragen 😀

Leider ist der Bügel zu starr, um ihn jeder Kopfform anzupassen. Wenn das Element zum Einklappen der Bügel noch ca. 1-2cm ausfahrbar wäre, könnte man es besser platzieren.

Technisch steht die Bluetooth Verbindung sofort und die Konnektivität zu meinem iPhone war ohne Probleme möglich. Top. Habe ich schon andere Kopfhörer erlebt 😉

Fazit

Interessant. Eigenständiges Design, eigenständiger Hörgenuss und man muss mit den BONEZ erst einmal warm werden 😉 Wenn man nicht gerade auf eine Brille angewiesen ist, sind die BONEZ Top für die Laufrunde durch Stadt oder Wald. Gutes Produkt, für einen guten Preis. Wer noch auf der Suche nach leichten zuverlässigen Begleitern ist, ist hier richtig!

Meine Ausrüstungshighlights 2021

Das Jahr 2021 ist vorbei, doch viele Ausrüstungsgegenstände blieben mir im Gedächtnis, bzw. sind bei mir seitdem im Dauereinsatz!

Cap von Team Vaga – Club Cap

Leichte Laufmütze mit stylishem Design – guter Luftzirkulation und ganz wichtig: waschbar!

Dynafit ULTRA 150 GTX Shakedry Jacket

Leichte gut verstaubare Jacke und absolut wasserdicht! Atmungsaktiv und winddicht. Die perfekte Jacke für jedes Abenteuer, bei allen Witterungsbedingungen!

Und wenn sie nass wird? Kurz schütteln und weiter gehts 😉

Underpressure Longsleeve Shirt

Ein Kompressions Longsleeve. Aus sehr angenehmen Material. Sitzt hauteng, man fühlt sich jedoch nicht eingeengt. Grad wenn es etwas kühler draußen ist, ist dies die erste Wahl meines Baselayers.

Willpower Running Prime Racing Shirt

Schlichtes Shirt, atmungsaktiv und mit besonderer Message! Ein Shirt, welches man nie ausziehen möchte. Daher hab ich gleich ein paar davon 🙂

Adidas Terrex Parley Agravic Trail Running Pro Shirt

Perfektes leichtes Shirt für Läufe im Sommer.

Zum Test

T8 Run Sherpa Shorts v2

Ultraleichte, bequeme und schnell trocknende Shorts mit vielen netten Features.

Zum Test

T8 Run Commando Underwear

Siehe oben und im Test

Socken UYN Shockwave Run Socks

Durch Zufall kam ich zu diesen Socken und gerade für längere Trails inzwischen meine absoluten Favoriten!

Adidas Terrex Speed Ultra

Meine Schuhüberraschung 2021 – inzwischen besitze ich zwei Paar davon und meine Wettkämpfe bin ich mit ihnen gelaufen!

Zum Test