Das Jahr 2019 – ein Jahresrückblick

2019 … was ist hier alles passiert? Ich kann 2019 unterteilen in die nackten Zahlen und Fakten und die emotionale schweißtreibende Seite.

2019 hatte ich soviel vor. Ich wollte länger laufen, ich wollte aber auch schneller werden, ich wollte aus Fehlern lernen und mit dem ZUT Supertrail (knapp 64km) meinen ersten Ultratrail bewältigen.

Ich war so fokussiert darauf, dass ich schier durchdrehte, wenn mich etwas von meinem Weg abbrachte. Trotz allem versuche ich immer wieder einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht sofort durchzudrehen. Kleine Rückschläge gehören dazu, aber in dem Ausmaß war es nicht geplant.

2019 war mit Fernbeziehung, Umzug und den ersten Ultratrail bereits sehr aufregend. Aufgrund des Umzugs, hatte ich mir mit einer schweren Kiste wohl einiges verhoben und direkt im Januar ein ziehen im Rücken. Ich lief trotzdem. Ich lief trotzdem Wettkämpfe, trotz Schmerzen. Die Schmerzen hatte ich den ganzen Tag, und auch die Schmerzmittel, die Übungen und letztendlich die Physio halfen nicht sofort. Also fing mein Jahr mit Arztbesuchen und natürlich einem MRT Termin an. Letztendlich war es ein eingeklemmter Nerv, der mir ein Chiropraktiker einrenkte und durch Schmerzmittel und viel Ruhe nach über 6 Wochen sich beruhigte. Dazu ganz ganz viele Rückenübungen. Es lief also Top.

Direkt aus der Verletzung heraus, lief ich dann den STREETwald Cross und statt den offiziellen 22km wurden es über 25km – weil man sich eben mal verläuft. Da alles wieder cool war, lief ich tags drauf gleich noch eine kleine Runde und die Woche drauf noch mal ne lange Runde.

MERKE: Was man verpasst hat, nicht zwanghaft versuchen, innerhalb kurzer Zeit nachzuholen!

Die Quittung war: Schmerzen im linken Spann meines Fußes – den ich wohl zu viel zu schnell wieder zumutete. Also von Anfang März bis Mitte April erneut Zwangspause. Wenn es mal läuft, dann richtig 🙂 Noch knapp 2 Monate bis zu meinem ersten Ultratrail .. und das ohne wirkliches Training. Wow 🙂 Doch erstmal wieder zu Ärzten und ab Fuß Röntgen lassen. Jedoch war es “nur” eine schwere Entzündung aufgrund der Überlastung.

Von Woche zu Woche kamen mehr Zweifel – macht dies noch Sinn? Ja oder nein? Ich habe mich mit anderen erfahrenen Sportlern, allen voran auch meinem Coach unterhalten und folgerichtig habe ich mich dann gegen eine Teilnahme entschieden. Tja, so ein Lauf rennt mir ja nicht davon. Trotzdem fühlt man sich erst einmal leer und zweifelt an sich. So ein Quatsch. Der Körper sagte klipp und klar nein und man machte vielleicht den ein oder anderen Anfängerfehler. Aber sonst? Ist ja nix passiert. Zum Glück hatte ich mit meinem Schatz Julia meine “Motivatorin” an meiner Seite, die mir auch gleich vorschlug – eine Alternative zu suchen. Also suchte ich mir einen Bergmarathon im Pitztal heraus. Zwar weniger Kilometer, aber ca. die gleichen Höhenmeter.

Es ist immer wichtig – egal was einem im Leben passiert, sich neue Ziele zu setzen!

Wer nun glaubt, ich habe mich akribischer darauf vorbereitet … haha der täuscht 🙂 Durch meine Verletzungen hatte ich die ersten vier Monate gerade mal 243km in den Beinen. Für eine Ultravorbereitung ist das mal gar nix. In den Monaten Mai, Juni und Juli folgten weitere 403km. Für die sehr warmen Sommermonate war ich sehr zufrieden. Aber auch viel mehr Alternativsport baute ich hier ein, war auch wandern – was ja ebenfalls wichtig für das Trainieren der Höhenmeter ist und fühlte mich zu mindestens besser. Für mein Mentaltraining kam ich bei einem der heißesten Tage des Jahres auf die Idee, gegen 16:45 Uhr in bei 37 Grad 10km heim zulaufen. Ich merkte, wie mein Körper von km zu km immer langsamer wurde und die Anstrengung stieg. Gesund war es vielleicht nicht, aber für meinen Kopf solche Grenzerfahrungen zu machen enorm wichtig.

Es war und sollte jedoch nicht die letzte mentale Prüfung sein 🙂 Aber hierzu schreib ich einen eigenen Artikel 🙂

Am Ende funktionierte es .. innerhalb einer Woche drei Trailläufe (16k, 30k und 46k) zu absolvieren und etlichen Wanderungen. Mein Körper hasste mich dafür, und teilte mir mit: dafür lassen wir uns ganz viel Zeit im Pitztal! Ich kam hier an meine körperlichen Grenzen und konnte dies nur mental durchstehen!

Seit September laufe ich zwar regelmäßig, aber nicht so häufig wie sonst. Mein Augenmerk liegt aktuell auf 3x die Woche eine Basis zu schaffen. Beweglichkeit, Stabilisierung und Kraft. Ich stärke meinen Rücken, mach meine Hüfte geschmeidiger um entspannter ins neue Jahr starten zu können! 🙂

Kommen wir zu den Fakten und nackten Zahlen 2019 – ich liebe Zahlen & Statistiken, auch wenn sie manchmal ernüchternder ausfallen, als man es vorher in seinem Kopf geplant hat. Trotzdem bin ich stolz, was ich alles geschafft habe, nachdem eben alles so kam wie es kam! Trotzdem: etwas mehr Training wäre für den ein anderen Lauf am Ende angenehmer gewesen 🤣

(Stand, 31.12.2019, 11:00 Uhr)

  • Schritte:                    3.783.624
  • Entspricht in km:     3.432
  • Läufe:                        112
  • in km:                        1.135
  • pro Monat:               95 (Anspruch war mind. 150km / Monat)
    • davon über 20km:  9
    • davon über 25km:  5
    • davon über 30km:  3
    • in kurzen Hosen:    112
    • in langen Hosen:     0 😉
  • Wandern:                 17x
  • in km:                        157
  • Alternativtraining:
    • 19x Functional Training Outdoor
    • 42x FT-Club (seit 01.09.2019)
    • Sportliche Aktivitäten gesamt: 311

Letztendlich kann ich nur sagen, das Jahr 2019 verlief komplett anders als erwartet! Trotzdem hatte ich tolle Momente, sei es hier in der Heimat beim STREETwald Cross oder dem Churfranken Trail. In den Bergen bei der Walser Trailchallenge oder im Pitztal die K45. Und nicht zu vergessen, die alljährliche Wintercross-Serie. Spaß hatte ich trotzdem. Meistens! Ich habe gelacht, geweint, geschwitzt, gezweifelt, hatte Schmerzen, Krämpfe und am Ende immer viel Durst und Hunger! 🙂

2019 liegt nun hinter mir und 2020 wird in jeglicher Hinsicht anders! Viele neue Herausforderungen warten auf mich oder besser gesagt auf uns! ❤ Ich werde trotzdem versuchen, viel zu Laufen, zu Schwimmen und Rad zufahren. Ich werde aber auch viel Zeit mit meiner Familie verbringen! Daher die Prioritäten etwas verschieben! 🙂 Aber – die erste Jahreshälfte ist geplant und wird auch so durchgezogen und die zweite Jahreshälfte lass ich auf mich zukommen! Bin ja noch jung! :p

Danke an alle, die mich unterstützen, mir Mut zugesprochen haben, mit motivierten, mir immer mal in den Hintern getreten oder am Ende einfach nur den Kopf geschüttelt haben 😉 Und vor allem an meine zukünftige Frau Julia! Danke, dass du immer an meiner Seite bist und zu meinen verrückten Aktionen stehst und mich unterstützt!

Ich wünsche Euch allen, einen guten gesunden Start ins neue Jahr! Passt auf euch, bleibt gesund und vor allem sportlich 🙂

Euer Timo

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