Test: Saucony Endorphin Speed 4

Heute möchte ich Euch den Saucony Endorphin 4 Speed vorstellen – einen Schuh, der in den letzten Wochen mein treuer Begleiter auf vielen schnelleren Kilometern war. Das der Endorphin Speed bereits in die vierte Runde geht, zeigt wie schnell die Entwicklungszyklen der Nordamerikanern inzwischen sind. Doch was bietet das jährliche Update? Die Endorphin Reihe von Saucony ist bekannt für Geschwindigkeit und Performance und unterscheidet sich im Straßensegment zwischen Elite (siehe Testbericht), der Pro-Variante und eben dem Speed. Um hier auf die Schnelle die Unterschiede aufzuzeigen – der Elite ist der reine Wettkampfschuh, gerichtet an die Profis. Der Pro ist ebenfalls ein Wettkampfschuh (für Profis und Amateure) mit Karbonplatte verbaut und der Speed stellt den vielseitigsten Schuh von den drei Modellen dar. Er ist ebenfalls schnell, kann als Wettkampfschuh fungieren, aber bietet sich auch für das Training (Intervalle, flotte Einheiten) an. Doch schauen wir uns dies genauer an.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

Kategorie: Wettkampfschuh / schneller Trainingsschuh

Unterstützung: Neutral

Dämpfung: PWRRUN PB – energieeffizienter Schaum mit hoher Energierückgewinnung

Sprengung: 8mm (36mm / 28mm)

Highlight: eine überarbeitete Nylon-Platte – vertikale Verstärkung für zusätzliche Torsionssteifigkeit und die Flexibilität im Vorfußbereich bleibt erhalten

Gewicht: 233g Herren / 206g Damen

In meiner Größe EU46,5 bringt der Endorphin Speed 271g pro Schuh auf die Waage.

UVP: 200 EUR

Insgesamt bietet Saucony je drei Farben für Männer und Frauen an. Mir liegt er in der klassischen Farbe Black vor.

ERSTER EINDRUCK & PASSFORM

Beim ersten Anziehen wird sofort deutlich, dass dieser Schuh für Geschwindigkeit konzipiert ist. Das Obermaterial ist leicht und atmungsaktiv, während die innere Polsterung für einen angenehmen Tragekomfort sorgt. Die Polsterung ist zwar nicht üppig, findet jedoch eine gute Mischung aus Komfort und Gewicht. Wie man es von Saucony gewohnt ist, ist die Passform ausgezeichnet. Der Schuh schmiegt sich angenehm an den Fuß an, sitzt fest und hinterlässt keine Druckstellen. Zusätzlich sind die Schuhe angenehm leicht.

Das Design ist schlicht und zurückhaltend. Obwohl einige Elemente an den schnelleren Bruder Endorphin Pro 4 erinnern, wirkt er weniger aggressiv und viel komfortabler.

Beim Laufen wird direkt spürbar, wie man nach vorne geschoben wird. Ich laufe automatisch (ob ich will oder nicht) nur Vorfuß und schaue ich parallel auf die Uhr, bin ich mit einem niedrigen 4er Schnitt unterwegs. Besonders viel Freude bereitet der Schuh bei einer Pace von unter 4:30 Minuten pro Kilometer. Im Bereich von 3:30 bis 4:30 Minuten pro Kilometer rollt er perfekt ab. Der Schuh ist abrollfreudig, dynamisch und flott. Kombiniert mit dem angenehmen Laufgefühl macht es sofort ab der ersten Sekunde Spaß sich schnell zu bewegen. Er ist jedoch nicht so “bouncy” wie beim Elite- und Pro-Modell.

Wenn die Füße müde werden, bietet der breiter ausgelegte und stärker gedämpfte Fersenbereich zusätzlichen Komfort, sodass auch das Aufkommen auf der Ferse angenehm ist.

Die ersten flotten 10 Kilometer machen Lust auf mehr. Obwohl es mir schwerfällt, meine geliebten Trails länger als eine Stunde zu verlassen, weckt der Endorphin Speed 4 die Lust auf einen Straßen-Halbmarathon. Mein letzter liegt auch schon wieder zwei Jahre zurück.

SOHLE

Die Sohle des Saucony Endorphin Speed 4 ist das Herzstück dieses Laufschuhs und trägt wesentlich zu seiner Performance bei. Ausgestattet mit der innovativen PWRRUN PB Dämpfung, bietet die Zwischensohle eine außergewöhnliche Energierückgabe und einen dynamischen Laufkomfort. Diese Technologie soll dafür sorgen, dass jeder Schritt effektiv abgefedert wird, was die Ermüdung der Füße verringert und längere, schnellere Läufe ermöglicht.

Ein weiteres Highlight ist die SPEEDROLL-Technologie, die den natürlichen Laufstil unterstützt und einen flüssigen, vorwärts treibenden Bewegungsablauf fördert. Diese Technologie hebt den Läufer leicht nach vorne und ermöglicht ein besonders effizientes Abrollen, was bei höheren Geschwindigkeiten von großem Vorteil ist.

Die Außensohle besteht aus dem bewährten, strapazierfähigen XT-900-Gummi von Saucony, der für eine hervorragende Traktion auf verschiedenen Untergründen sorgt. Die spezielle Gitternetzstruktur und die beiden “Flügel” bieten einen exzellenten Grip, selbst auf nassem Asphalt. Besonders bei schnellen Richtungswechseln macht sich dieser verbesserte Halt bemerkbar. Ich hatte auf allen getesteten Untergründen – Asphalt, Schotter, Pflastersteinen sowie in Kombination mit Feuchtigkeit – stets einen zuverlässigen Grip.

EINSATZGEBIET

Da gibt es nicht viel zu sagen, außer – schnell muss es werden. Ein Schuh für die schnellen Trainings- und Intervalleinheiten oder für den Wettkampf. Ob 5km, 10km, einen Halbmarathon oder sogar Marathon – der Endorphin Speed 4 ist bereit für das Aufstellen neuer persönlicher Bestzeiten.

FAZIT

Der Saucony Endorphin 4 Speed ist ein Hochleistungsschuh für Läuferinnen und Läufer, die auf der Suche nach persönlichen Bestzeiten sind. Mit seinem leichten Design, seiner reaktionsfreudigen Dämpfung und seiner beeindruckenden Leistung auf der Strecke ist er der ideale Begleiter für schnelle Tempoläufe und Wettkämpfe.

Mein größtes Problem ist nun, welchen Schuh nehme ich denn nun für einen Wettkampf? 😉 Den Endorphin Elite, den Kinvara Pro oder doch den Endorphin Speed 4? Spontan würde ich sagen, beim nächsten Halbmarathon wage ich eine neue Bestzeit mit dem Endorphin Speed 4 zu laufen. Und ich habe da ein sehr gutes Gefühl …

Gear of the year 2023

2023 bin ich viel gelaufen und hatte sehr viel unterschiedliche Ausrüstung auf meinen Läufen dabei. Doch manche sind besonders hervorgestochen, bei anderen Tat mich mir ein wenig schwer und wirkliche Enttäuschungen waren nicht dabei. Das liegt einfach daran, dass sich im Trailrunning Sport so viel getan hat und es letztendlich nur noch Geschmackssache ist, passt die Farbe und der Schnitt!

Wir fangen oben an. Kopfbedeckung gab es keine wirklichen Highlights, weder bei Wintermützen noch bei Caps. Jedoch bei der Technologie.

Kopfhörer – Suunto Wing

Kopfhörer – hier gibt es inzwischen unfassbar viele auf dem Markt – doch Suunto konnte mich mit dem Wing überzeugen. Seit dem Test trage ich bei Wind und Wetter diese Kopfhörer. Auch wenn es mit einer Wintermütze etwas Fummelei gibt, kann ich mich über das Tragen nicht über Beeinträchtigungen beschweren… zum Bericht.

Uhr – Suunto Race

Und ein weiteres technisches Schmankerl. Die Suunto Race. Eine AMOLED Outdoor Uhr – mit allem was das Herz da draußen begehrt. Vorallem das stechend scharfe Display sowie die reaktionsschnelle Navigation wussten zu überzeugen… zum Bericht.

Rucksack – Dynafit Ultra 12 Laufweste

Laufwesten bzw. Trailrunning-Rucksäcke gibt es inzwischen von jeder Marke, in verschiedenen Größen, mit unterschiedlichsten Merkmale. Ich hatte in meinen Jahren als Trailrunner von etlichen Marken die Laufwesten im Einsatz. Immer störte mich etwas. Doch neben den Modellen von Salomon, konnte nun endlich auch Dynafit wieder überzeugen. Sie hatten auch zuvor bereits gute Laufwesten, doch seit 2023 wieder richtig starke. Ich hatte die Ultra 12 beim CTR, Hochkönigman, TAR, Trails2Tegernsee, als auch im Training an und mich konnte er absolut überzeugen. Sitzt fest und sicher am Körper, viele Verstaumöglichkeiten für Gels & Riegel, Handy, Taschentücher, Jacke und jegliche Pflichtausrüstung bei Wettkämpfen. Es gibt drei Möglichkeiten die Stöcke unterzubringen. Dies funktioniert, jedoch kommt nichts an einen Köcher ran. Und ein Vöglein hat gezwitschert, dass 2024 Dynafit auch hier etwas auf den Markt bringen wird 😉

Shirt Kurz – Dynafit Ultra S-Tech Shirt

Sport Shirts – was soll man dazu viel sagen? Es gibt sie in allen Farben, Größen, Materialien – doch dieses Jahr hat mich das Ultra S-Tech Shirt von Dynafit überzeugt. Auch wenn ich eigentlich kein Freund hautenger Klamotten bin, die Bewegungsfreiheit war durch das 4-Wege Stretch absolut gegeben. Kombiniert mit nahtlosem Design. Perfekt. Dazu die Atmungsaktivität und das Feuchtigkeitsmanagement, das einfach funktioniert.

Ich habe das Shirt vor allem unter extrem heißen Bedingungen stundenlang getragen und es hat mich nie im Stich gelassen. Es überzeugte mich durchweg! Tolles, aber nicht ganz günstiges Shirt. Doch, lieber ein zwei richtig gute Shirts im Schrank als 20 durchschnittliche 😉

Shirt Lang – Dynafit Alpine L/S Tee

Es wird aber auch mal frischer und kälter. Und ich greife ungern immer direkt zu einer Jacke. Auch hier gibt es ein tolles Kleidungsstück aus dem Hause Dynafit. Das Alpine L/S Tee – es ist etwas dicker, aber überzeugt gerade in alpiner Umgebung. Sobald es kühler und windig wird, aber es noch keine Minusgrade gibt, ist dies einfach ein tolles Stück Stoff. Zudem mit Kapuze ausgestattet, wenn es doch mal etwas frisch um die Ohren wird.

Jacke – kein Highlight für 2023

Hose – Dynafit Ultra 2/1 Shorts

Ich hatte viele tolle Trailrunning-Hosen im Test und im Einsatz gehabt. Für mich ist die Hose ein entscheidendes Kleidungsstück bei Trail- und Ultraläufen. Weniger das Shirt, sondern die Shorts! Sie muss gut sitzen, bequem sein, es darf nichts reiben und es müssen auch noch paar Taschen dran sein. Die Ultra 2/1 Shorts von Dynafit hat mich das ganze Jahr zuverlässig begleitet. Bei der Farbe, die ich im Einsatz hatte, sah man leider sofort jeglichen Wasser- oder Schweißfleck 😉 Aber das war auch das einzige Manko. Eine tolle Shorts, mit vielen Taschen und auch robuster als sie im ersten Augenblick wirkt. Bin paar mal über Eis- und Schneeflächen gerutscht und man hat im Nachgang einfach gar nichts gesehen. Wer noch Shorts für die neue Saison sucht, werft einen Blick auf die Ultra Shorts.

Schuhe Trail – Dynafit Ultra 50 & Topo MTN Racer 3

Hier muss ich zwei paar Trailschuhe nennen. Zum einen die Dnyafit Ultra 50 ´23er Modell – ich hatte bereits vor meiner Zeit als Trailhero das Vorgängermodell und aus der Produktpaletten sind es meine Favoriten. Nicht zu eng, gut sitzend und zuverlässig. Ich hatte sie zwischen 10 – 52km im Einsatz – hatte sie auch beim TAR an. Habe nur nach all den Kilometern gemerkt, ne halbe Nummer größer wäre auch nicht verkehrt gewesen – gerade Downhill. Aber hatte jetzt nie blaue Zehen oder sonst was, aber rein vom Gefühl wäre ein wenig größer noch besser gewesen. Auch die Außensohle hat mich im alpinen Umfeld immer sicher zum hoch und auch wieder heruntergebracht. Und nach all den Kilometern erkenne ich auch keine Abhnutzungserscheinungen. Dieser Schuh macht einiges mit! Daher klare Empfehlung.

Ein weiteres Modell ist der Topo MTN Racer 3 – die Überraschung für mich. Hatte vorher noch nie einen Topo getragen, aber vom ersten Moment bequem und ein tolles Laufgefühl. Vorallem die breite Zehenbox, die der Fußform nachempfunden war, machte es für die Füße einfach. Aber auch alles rund um den Schuh passte. Gutes Abrollverhalten, sicherer Grip, agiles Laufgefühl. Da war alles stimmig. Zum Bericht hier entlang.

Schuhe Straße – Saucony Triumph 21

Als Trailläufer trainiert man auch abseits der Trails. Hier konnten mich vor allem die Saucony Triumph 21 überzeugen. Kein flotter Racer, aber ein bequemer gut gedämpfter Schuh, optimal für lange Trainingseinheiten. Zum Testbericht.

Test: Suunto Race

Suunto – die letzten Wochen und Monate war der finnische Hersteller sehr aktiv. Erst kam die Vertical, eine Highend-Outdoor-Sportuhr, auf den Markt Danach die Ansage, in den Kopfhörer Markt mit dem Wing einzusteigen und nun? Noch eine Sportuhr. Die Suunto Race. 

Ich hatte die Möglichkeit, die Uhr die letzten zwei Wochen intensiv und vor Marktstart zu testen. Ich muss ehrlichweise gestehen, dass ich jahrelanger Garmin-Träger bin und somit erst einmal mit einer neuen Menüführung, anderen Anzeigen und Features mich eingewöhnen muss. 

Natürlich bei solchen Tests, dauert es zwei – drei Tage bis man mit der Software, aber auch mit der Steuerung an sich warm wird. Erst drückt man Knöpfe gewohnt wie bei seiner bisherigen Uhr, dann versucht man intuitiv durch das Menü zu gehen und am Ende stellt man sich immer wieder die Frage: Wo finde ich diese Einstellung? Wo finde ich das Menü? Wie gehts überhaupt los?

Doch zum Glück, gibt es nur drei Knöpfe und vieles ist intuitiv bedienbar. Aber ganz klar, es ist eine Umgewöhnung. Und kleiner Spoiler – selbst nach zwei Wochen find ich nicht alle Einstellungen, die ich mir auf Anhieb wünsche. Aber genauso verwirrend ist es wieder auf das “alte” System umzusteigen.

Auf dem Trailmarkt stechen vor allem Garmin mit deren Outdoor-Zugpferde Fenix und Epix, als auch der Newcomer der letzten Jahre Coros heraus. Polar ist auf den Trails nicht all zu sehr vertreten und wir haben da natürlich Suunto – als Outdoor Spezialist. Viele Profis tragen bereits diese Uhren von Suunto u.a. die Dynafit Athleten Rosanna und Hannes, daher steigt meine Vorfreude und Spannung auf diesen Test.

Anmerkung: Die Uhr wurde mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test – für zwei Wochen – zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

ERSTER EINDRUCK

Fangen wir mit dem Auspacken an. Wie bereits bei den Kopfhörer Wing (siehe Bericht) eine sehr durchdachte Verpackung und alles übersichtlich präsentiert.

Doch warum hat Suunto immer noch ein Ladekabel mit USB Anschluss? 😉 Gut, Ladegeräte hat man genügend daheim, aber hier hätte man bereits auf den USB-C Zug aufspringen können.

Hebt man die ultraleichte Uhr (68g) aus Titan aus der Box, legt die beiden Silikonarmbänder mit dem Schnellverschluss an und schon nach wenigen Augenblicken ist die Uhr startklar. Ok – Akku noch prüfen, doch bei Auslieferung hat sie bereits 75% Ladekapazität und natürlich eine Installation der Suunto App macht Sinn. Warum? Weil hier weitere Einstellmöglichkeiten vorgenommen werden können, sowie die SuuntoPlus Apps für weitere Individualisierungen geladen werden können. Nicht zwingend notwendig für den ersten Testlauf, aber wenn will man gleich richtig durchstarten.

Der erste Eindruck passt. Wertige Verarbeitung, tolle Optik und sofort springt dieses AMOLED Display ins Auge. Wenn ich meine Fenix 6X Pro daneben halte, sind das wahnsinnige Unterschiede! Und ja, mir ist bewusst, dass jedes Display seine Daseinsberechtigung hat und es Pros und Cons für beide Welten gibt. Darauf gehe ich gerne später ein.

SCHAUEN WIR AUF DIE TECHNISCHEN FAKTEN

Hier verweise ich gerne auf die Herstellerseite, doch die Fakten dieser Uhr sind:

  • 1,43″ AMOLED Touch Display
  • Digital Crown – die digitale Krone oder schlicht: das Drehrädchen
  • Sapphirglas
  • Offline Karten
  • HRV Recovery Tracking
  • Erweiterte Trainingmetriken
  • 40-45 Stunden Batterie bei höchster GPS Tracking Genauigkeit
  • Wasserdicht bis 100m
  • Gewicht von 69 g in der Titanium Version und 83g in der Steel Version
  • 32 GB Speicher (Titanium) und 16 GB Speicher (Steel)
  • 95 Sportmodi inklusive der Möglichkeit einen eigenen Sportmodus anzulegen

Highlights gegenüber der Vertical sind das Display, die Digital Crown und die HRV (Herzfrequenzvariabilität) – doch zumindest das letztgenannte Feature wird zukünftig (mit dem nächsten Softwareupdate) auch die Vertical haben.

Ein weiterer Unterschied zur Vertical – die Uhr wurde in China hergestellt, nicht mehr in Finnland. Dies hat sicherlich damit zu tun, dass Suunto seit 2022 zum chinesischen Konzern Liesheng Technology gehört, aber auch, dass die Herstellungskosten solcher Technologien dort günstiger sind.

Zu beachten ist, dass diese Uhr keine ANT+ Schnittstelle vorzuweisen hat.

LOS GEHTS

Doch neue Gadgets wollen und müssen ausgiebig getestet werden. Was aber auch bedeutet, ich habe nun zwei Wochen eine Uhr links und eine Uhr rechts am Handgelenk getragen. Ich wollte immer den direkten Vergleich und auch bereits während dem Laufen Informationen und das Handling vergleichen. Für meine Umgebung wirkte das nicht nur seltsam, sondern ich wurde auch desöfteren darauf angesprochen.

Die Suunto und das mitgelieferte Armband aus Silkon lassen sich sehr angenehm tragen. Definitv ein wichtiger Faktor bei einem Gegenstand, den man tagtäglich 24/7 trägt.

Bevor ich losrenne, verbinde ich noch schnell die Uhr mit dem HR Brustgut, dem Stryd PodSensor und .. nee eigentlich genug. Wartet – doch via Bluetooth habe ich noch die Suunto Wing verbunden. Von Kopf bis Fuß mit Elektronik ausgestattet und dabei geht es nur ums Laufen 🙂

Aber jetzt gehts wirklich los! 

Das AMOLED Display hat mich sofort in den Bann gezogen. Ja, es ist nur ein Display und ja, es hat ein klares, gestochen scharfes Bild. Bei solch einem Display hat man immer Sorgen, dass es den Akku schnell leer zieht. Tut es nicht, auch dazu später mehr. 

An die Ansicht der Daten musste ich mich erst gewöhnen. Doch das ging recht schnell und so merkt man zu Beginn leichte Unterschiede beim Puls, den Höhenmeter oder der Distanz. Aber in so einem minimalen Bereich, dass es durchaus im Bereich bleibt. Außerdem weiß ich persönlich nicht, welche Daten der Wahrheit entsprechen 🙂

Ich habe die Uhr für Intervalle, langsame Einheiten, beim Schwimmen, auf über 1.600 Höhe und in der Sauna von 40 – 90 Grad getestet.

Eines vorweg: alles mit Bravur bestanden 😉

HANDLING / STEUERUNG

Schauen wir uns die Steuerung und das Handling im Detail an. Es gibt insgesamt drei Tasten, die sich alle auf der rechten Seite befinden.

Und diese sind großteils auch frei belegbar. So zum Beispiele

  • Rechts oben: Start einer Aktivität / bei langem Drücken, öffnet es z.B. die Karte oder den Wecker
  • Mitte – Digital Crown: Scrollen durch alle Widgets / bei kurzem Drücken = öffnen eines bestimmtem Widget (z.B. Schlafverhalten) bzw. bei langem Drücken öffnet es die Einstellungen
  • Rechts unten: Systemsteuerung / bei langem Drücken = z.B. Taschenlampe / zusätzlich ist es die Zurück-Taste in jedem Menü

Alternativ kann auch direkt über das Touch Display gesteuert werden. Die Shortcuts sind:

  • nach oben wischen: die Aktiväten starten
  • nach rechts wischen: das belegte Widget wird geöffnet
  • nach unten wischen: Liste mit allen Widgets wird angezeigt

Alle Tasten reagieren schnell und bei Verinnerlichung der Funktionen, geht dies auch einwandfrei von von der Hand.

Auch das Display reagiert (meistens) sofort und sauber, jedoch ist die Touch Steuerung nicht in jedem Menü möglich. Unter anderem während einer Aktivität, lassen sich die Seiten nur via Krone wechseln, nicht über Touch.

Das Rädchen, die digitale Krone, ist ein nettes Gimmick, zur schnelleren intuitiveren Steuerung. Sie hat die Vorteile schneller durch die Menüs zu scrollen und während einem Lauf lässt sich so u.a. die Karte in einem Maßstab von 25m auf 500m hinein und heraus scrollen (Anm. – mit dem Update vom 30.11.2023 kann nun bis auf 2.000m gezoomt werden).

Was mir jedoch aufgefallen ist, dass es ein paar kleine Details fehlen oder eben die Software noch nicht zu 100% ausgereift ist. Während der Testphase ist mir die Uhr eingefroren oder manche Anzeigen bauten sich erst langsam auf und waren schlicht unschön – u.a. klebten Zahlen / Buchstaben zusammen und die Darstellung war erst kurz danach korrekt. Oder aber hat er auf einmal die letzten zwei Nächte, im Testzeitraum, nicht mehr aufgezeichnet. Einige Funktionen, liefen nicht auf Anhieb, sondern mit einem Workaround: erhält man zum Beispiel das Training über TrainingPeaks gehen Intervalle nicht auf Anhieb. Daher das vorgeschlagene Training muss verneint werden und anschließend erneut manuell ausgewählt werden. Doch mir wurde von Suunto zugesichert, dies wird mit dem nächsten Update behoben.

Schade ist, dass es bei der Karte keine Straßennamen gibt. Ich weiß, was jetzt kommt. Welche Straßennamen auf den Trails? 😉 Doch oft hat man ein paar Kilometer bis zu den Trails und nicht nur abseits der Straßen hat diese Uhr ihr Einsatzgebiet. Und ab und an wäre dies durchaus hilfreich. Doch ohne solche Details, kann sich die Karte eben auch sehr schnell aufbauen und in erster Linie ist bei einer Navigation wichtig – die richtige Richtung zu kennen! 🙂

Doch jetzt kommt der große Vorteil: die Navigation reagiert sehr schnell und direkt, was ein absolut wichtiges Feature in der “Wildnis” ist und mir den ein oder anderen Frust früher bewahrt hätte. Bei der Konkurrenz gibt es hier leichte Verzögerungen, was bei flotten Läufen auch mal bedeutet, dass man zu spät abbiegt.

Quelle: Suunto

Für die Stava Freunde unter ist, kann ich so viel verraten, dass die Ansicht bei den Strave Live Segmenten ok ist. Ein wenig mehr Infos wären toll, z.B. ein kleiner Pfeil – der wie bei Garmin – die Richtung vorgibt. Denn ganz ehrlich, bin ich ein einer fremden Stadt, auf fremden Trails hab ich nicht alle Segmente, denen ich über den Weg laufe, mir im Kopf abgespeichert 😉

Ein großes Manko wie ich finde, dass man maximal zwei SuuntoPlus Apps oder Guides hinzufügen kann. Hat man bereits ein vorgegebenes Training über TrainingPeaks ausgewählt, kann maximal noch eine Ansicht ausgewählt werden. Das ist für mich ein absoluter Minuspunkt. Wenn man Trainingpeaks, Strava und Stryd gleichzeitig anzeigen lassen will … keine Chance. Freunde von vielen Daten während einer Aktivität werden definitiv enttäuscht. Und so viele Läufe konnte ich in den zwei Wochen gar nicht machen, alle SuuntoPlus Apps durchzutesten. 

Noch einen kleinen Nachtrag zum AMOLED Display – es hat mich bei Regen, Sonnenschein, im Alltag, beim Schwimmen unter Wasser absolut überzeugt. Alles top ablesbar, doch um die Akkulaufzeit zu gewähren, ist es bei AMOLED üblich, dass es nicht dauerhaft an ist. Daher wechelt es immer direkt wieder in einen schwarzen Bildschirm. Manchmal wacht es etwas zögerlich aus dem “Schlaf” wieder auf.

Kommen wir zur Akkulaufzeit. In der Testphase habe ich die Uhr 1x aufgeladen, doch selbst da hatte die Uhr noch 25% Akku. Und – wie oben erwähnt – war sie nicht vollgeladen. Ich hatte die Uhr 24/7 im Einsatz, zeichnte Läufe und Spaziergänge auf, meine Schläfe und spielte natürlich viel mit den Funktionen herum. Auch mein 3,5h Lauf kostete nur wenige Prozentpunkte der Akkuleistung. Für mich reicht die Akkuleistung somit für all meine Aktivitäten, auch für meine Bergläufe über 7-9 Stunden. Natürlich für Mehrtagesrennen, Alpenüberquerungen oder sonstige mehrtägige Aktivitäten in der rauhen Natur ist man mit einer Solarvariante, wie der große Bruder – die Vertical – besser beraten.

Die Taschenlampenfunktion – auch diese muss erwähnt werden. Ob sinnvoll, kann drüber gestritten werden. Hier wird das AMOLED Display hell aufgeleuchtet, um Euch den Weg – für den Notfall – zu guiden. Sie lässt sich über das Menü anschalten und ihr könnt euch dies grob wie folgt vorstellen (natürlich ist das Display vollständig weiß – nicht wie auf dem Fotoversuch):

Zum Herbsteinbruch wurde ich auch mal mit früherer Dunkelheit überrascht und musste mich mit meiner Handytaschenlampe zurück zum Ausgangspunkt orientieren. Nicht optimal, aber durchaus eine Hilfe. Doch was ist, wenn die Hände frei bleiben sollen oder gar müssen oder der Handyakku (für Notfälle) gespart werden muss und man eben keine Stirnlampe mit dabei hat? Dann hilft dieses Feature ein wenig, auch um Notfallsignale abzusetzen.

DATENQUALITÄT

Da ich immer mit zwei Uhren gelaufen bin, kann ich auch direkt diese Läufe und deren Daten vergleichen. Hier nur ein kurzer direkter Vergleich, ohne zu sehr mit all den Daten und Graphen zu jonglieren.

Natürlich sagen diese Daten nicht viel aus, soll nur darstellen, dass die Bereiche sehr nah beinander sind und bei GPS natürlich leichte Sprünge immer dabei sein können. Man sieht, bei Suunto läuft man weiter, dafür flacher 😉

UhrGesamt KMPos. HöhenmeterMax. HöheDurchschnittspuls in BPMMax. Puls (in BPM)Anteil Zone 2 (HR)
Suunto Pace17,601.3301.631138 BPM168 BPM68,9%
Garmin Fenix 6x Pro17,051.3341.636139 BPM170 BPM67%
Traillauf Naunspitze, am 22.10.2023
UhrGesamt KMPos. HöhenmeterMax. HöheDurchschnittspuls in BPMMax. Puls (in BPM)Anteil Zone 2 (HR)
Suunto Pace11,221464913116887,2%
Garmin Fenix 6x Pro11,0123265913116089,7%
Test Traillauf am 30.10.2023

FAZIT

Mit der RACE hat Suunto eine Ansage gemacht. Dieses kleine Technikwunder performt, weiß in vielen Punkten zu überzeugen, vorallem beim Preis. Während andere Hersteller – bei dieser Funktionsauswahl mind. 200-300 Euro mehr verlangen, hat man hier eine vollumfängliche Uhr fürs Training, Rennen oder sonstigen Outdoorabenteuer. Das die Uhr aktuell noch ein paar Kinderkrankheiten hat, ist ärgerlich, aber diese lassen sich mit dem nächsten leicht Softwareupdate beheben und sind bei einem neuen Launch nicht immer zu 100% vermeidbar.

Der – aus persönlicher Sicht – größte Nachteil ist, dass die Anzeige in der Aktivität auf zwei zusätzliche Anzeigen limitiert ist. Sehr schade. Daher Suunto – bitte nachbessern!

Ich bin auch mal gespannt, wie lange das Armband hält. Denn nach meinem Test, gab es außen (siehe Fotos unten) leichte Abnutzungen.

Ich habe lange mit mir gehadert. Nach sechs Jahren Fenix (3x und 6x Pro) habe ich mich dazu entschieden, Suunto eine Chance zu geben. Und habe mir die Uhr, nachdem Test direkt bestellt. Dies hätte ich ohne den Test vorher nicht gemacht, denn ich war glücklich mit meiner jetzigen Uhr. Aber einige Aha Momente gab es in diesen zwei Wochen und die Neugierde, was hier noch kommt waren zu groß. Dazu habe ich auch ein gutes Gefühl erhalten, nachdem ich die Chance hatte mit Suunto direkt zu telefonieren und meine Erfahrungen und Fragen zu platzieren.

Daher wer eine Uhr mit großem Umfang, grandiosem Display sucht und sowieso sich gerade ein Update gönnen wollte, macht bei der RACE nichts falsch.

Garmin Abgänger werden ein wenig Eingewöhnung benötigen, aber werden sich dann schnell zurecht finden und mit der Uhr ihren Spaß haben.

Natürlich schildert dieser Bericht meine Erfahrung aus gerade einmal zwei Wochen. Da ich mir die Uhr inzwischen selbst zugelegt habe, werde ich in diesen Artikel mit der Zeit updaten und von meinen Langzeiterfahrungen berichten können.

Anmerkung nach mehreren Wochen im Test: Bei der Herzfrequenz muss Suunto nachbessern. Bei Trainingseinheiten und Wettkämpfen nutze ich die Uhr nur in Kombination mit einem HR-Gurt. Ohne Gurt hat die Uhr Schwankungen und Ausreißer, die schon extrem sind. Hatte es auf der Rolle sehr deutlich gesehen – der HR Gurt war nicht mit der Uhr, sondern mit dem Rad gekoppelt und zwischendurch gab es Unterschiede von 60-70 Schlägen! Diese Ausreißer sind nicht durchgehend, aber in der Höhe darf das nicht sein.

Test: Suunto Wing

Suunto – ein finnisches Unternehmen mit den Ursprüngen aus dem Tauchsport und in den letzten Jahren bekannt vor allem durch robuste Outdoor Uhren. Und nun? Bringen die Finnen einen Kopfhörer auf den Markt. Und nicht irgendeinen, sondern ein Open Ear Kopfhörer – der die Musik via Schall in unsere Ohren bringt.

Wer sich genau erinnert, ich hatte bereits solche Kopfhörer im Test.

Anmerkung: Die Kopfhörer wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test – für zwei Wochen – zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

Doch bei der Flut der Kopfhörer auf dem Markt, auch der speziellen Sportkopfhörer brauchts da noch weitere? Vor allem bei den Kopfhörer, die auf die Wangenknochen gehen, haben sich die letzten Jahren Shokz einen Namen gemacht. Wenn Knochenschall-Kopfhörer, dann ist jedem sofort Shokz ein Begriff. Und nun versucht Suunto, in diesen Territorium sich vorzukämpfen.

Wie funktioniert überhaupt diese Technik? Schließlich liegen die Kopfhörer nicht auf oder in den Ohren, sondern davor. Letztendlich leiten die Schädelknochen den Schall über Vibration ins Ohr und mit dem großen Vorteil dabei die Umgebung wahrnehmen zu können.

Doch was bieten die Suunto Wing – schauen wir uns die technischen Fakten an:

  • Leicht (33g)
  • Robust
  • Schweiß- und wasserdicht IP67
  • Staubgeschützt
  • Bis zu 10 Std. Batterie
  • Mehr als 20 Stunden mit der Powerbank (IP55)
  • Leuchten für eine bessere Sichtbarkeit
  • In zwei Farben erhältlich: Lava Red und Black

Doch machen wir die Verpackung auf, sehen wir eine Präsentation des Produktes mit viel Liebe zum Detail. Doch schaut selbst:

Auf der linken Seite ist der Wing inklusive der Powerbank, auf der rechten Seite befindet sich die Anleitung und hebt man diese an, befindet sich darunter ein Stoffbeutel zur Aufbewahrung, sowie das Ladekabel (leider noch als klassisches USB).

ERSTER EINDRUCK

Der Kopfhörer macht einen robusten und wertigen Eindruck. Und die Fragen, die ich mir bei jedem Kopfhörer direkt stelle: wie angenehm sind sie zu tragen, wie ist die Tonqualität und bleiben sie während anspruchsvollen Trails genau da, wo sie sein sollen?

Um das herauszufinden, setzen wir sie direkt auf den Kopf und ab auf die Trails! Denn schließlich wurden die Kopfhörer angekündigt mit den Worten: “Von Suunto für den Sport gemacht” und dem Leitspruch “Adventures starts here” – also lasst uns genau dies testen und die Laufschuhe schnürren.

AUFBAU & FUNKTIONEN

Wenn wir einen detaillierten Blick auf die Kopfhörer werfen, erkennen wir eine saubere Verarbeitung. Außerdem sind sie, durch ihre Silikon-Titan-Legierung, sehr robust und dank der Schutzart IP67 wasser- und staubdicht und schweißresistent.

Für die, die auch beim Laufen telefonieren wollen (oder es als Headset für die Arbeit hernehmen) ist ein Mikro verbaut. Auf der rechten Seite befinden sich zudem drei Knöpfe: den Einschaltknopf, sowie die Tasten für die Lautstärke (lauter / leiser). Doch wenn man z.B. lange auf das Minus drückt, können die LED Leuchten an- und ausgeschalten werden. Auf der linken Seite gibt es einen weiteren Knopf – die Multifunktionstaste – mit der man folgende Möglichkeiten zur Steuerung hat:

Bei 1x drücken, kann man einen Anruf Abheben/Auflegen, bzw. die Musik abspielen oder pausieren.

Bei 2x drücken kann ein Titel weitergesprungen werden, und bei 3x drücken ein Titel zurückgesprungen werden.

Wie bereits angesprochen, befinden sich jeweils links und rechts drei LEDs. Hier hat man die Option diese vollständig anzuschalten (Dauerbeleuchtung), oder auf Blinken oder den SOS-Modus umzustellen.

Ansonsten wird der Kopfhörer aufs Ohr gelegt, der Bügel liegt am Kopf. Je nach Position am Kopf an oder mit gewissem Abstand.

Doch was ist, wenn man einen Fahrradhelm trägt, eine Cap und / oder eine Brille? Mich persönlich – und ich bin grad an den Ohren pingelig – hat dies gar nicht gestört. Habe die Kopfhörer bis zu einem 3h Lauf angehabt, inkl. Cap auf dem Kopf und meiner Sportbrille und es hat mich gar nicht gestört. Ja, zu Beginn muss man definitiv seine Position finden. Erst Brille oder erst Kopfhörer und dann “drückt” noch die Cap von oben drauf, aber das habe ich recht schnell für mich justiert und konnte direkt durchstarten. 

Auch in der Kombination Fahrradhelm und Brille konnte ich die Kopfhörer einwandfrei tragen. Dies müsst ihr einfach für Euch selbst testen. Es ist definitiv ohne größere Beeinträchtigung möglich.

Probleme gibt es nun eher im Winter – mit Mütze oder Stirnband. Lässt man die Ohren etwas aus, dann gehts. Aber letztendlich will man eigentlich ja warme Ohren.

Weitere Features sind u.a. die Unterdrückung von Windgeräusche bis 30km/h (Anti Wind Noise) oder die Kopfbewegungssteuerung (Head Movement Control), welches sich simpel über die App aktivieren lässt.

Hier kann unter anderem mit einer Kopfbewegung Anruf angenommen werden oder auf das nächste Lied geskipped werden. Doch Achtung auf den Trails – denn 2x Kopfschütteln bedeutet auf gehts zum nächsten Song. Gerade wenn man Downhill unterwegs ist, bewegt sich der Kopf dynamischer und schwupps geht es in der Playlist ebenfalls flotter voran. Aber auch die Bewegungsabläufe sind kurz gehalten. Dies ist zum einen, dass man nicht den Kopf komplett verdrehen muss und die Außenansicht etwas seltsam wirkt, aber auch zum anderen um schnell – mit kurzen Bewegungen – die Funktion auszuüben. Hat aber eben dann die Beeinträchtigung, dass die Funktion öfters aktiviert wird, wenn es eben nicht sein soll.

Was bei Kopfhörern ebenfalls eine wichtige Eigenschaft ist, die Akkulaufzeit. Es gibt nichts nervigeres, als auf einem Longrun ohne Saft und Musik dazustehen. Gerade, wenn man sich ganz alleine in den Bergen befindet. So sehr ich die Ruhe dort oben liebe, oft pushe ich mich mit Musik für den Rückweg. Und dadurch, dass ich mit diesen Kopfhörern auch die Umgebungsgeräusche wahrnehmen kann, bin ich auch für mögliche Begegnungen oder Gefahren gewappnet.

Bei mir ist es so, dass die Laufzeit nicht nur Training für Events ist, sondern meine Auszeit aus dem Alltag. Und hier höre ich eben gerne, was ich möchte – ob Podcast oder Musik. Wenn mich dann die Kopfhörer im Stich lassen, ist es kein Weltuntergang, aber doch sehr nervig. Die Wing halten vollaufgeladen ca. 10h und dank der Powerbank, können 20 weitere Stunden dran gehängt werden. Ansonsten kann mit einer 10minütigen Schnellladung 3h Musikgenuss nachgeladen werden.

Doch sind wir mal ehrlich, mit guter Vorbereitung (daher aufgeladenen Kopfhörer) decke ich persönlich 99,9% meiner Trainings ab. Und bei Wettkämpfen trage ich generell keine Kopfhörer, doch selbst bei meinen Einsatzgebieten von 50k Trailwettkämpfen, reicht eine normale Ladung aus. 

TONQUALITÄT

Eins ist klar, Open-Ear Kopfhörer haben einen anderen Klang, als In-Ear oder Over-Ear Kopfhörer. Denn der Schall geht über Vibration in unseren Gehörgang. Und ich wurde positiv überrascht. Der Klang der Musik oder eines Podcasts waren erstaunlich klar und gut. Natürlich wird es kein Dolby Surround Erlebnis, doch das soll es auch gar nicht. Dafür haben wir die Natur um uns herum. Die Kopfhörer sollen mich musikalisch begleiten und dafür haben sie einen herausragenden Klang.

AB AUF DIE TRAILS

Ich habe die Wing mehrmals getragen. Auf langen und kurzen Läufen, mit lauteren Umgebungsgeräuschen (an der Hauptstraße entlang), als auch häufig auf den Trails in den Bergen. Ich konnte sowohl meine Musik genießen, als auch die Umgebungsgeräusche um mich herum. Ohne abgelenkt zu werden.

Wichtig bei Outdoorabenteuer ist, dass nichts wackelt und die Hörer dort bleiben wo sie sollen, am Kopf – nahe den Ohren. Und man möchte nie das Gefühl haben, die Kopfhörer verlieren zu können. Beim Trailrunning kann es steil bergauf und -ab gehen, aber ebenso kann mit starkem Gegenwind in luftiger Höhe gerechnet werden.

Während dem Testzeitraum waren noch erstaunlich warme Temperaturen draußen, daher konnte ich die Schweißresistenz gut testen 😉 Und die Kopfhörer schlugen sich mit Bravur.

Nett ist natürlich die Kopfsteuerung – gerade auf Singletrails oder kleinen Kletterpassagen und ausgerechnet dann kommt ein Song der nicht zur Situation passt? Einfach kurz den Kopf schütteln und der nächste Song kommt. Doch manchmal skippt der Song schneller als einem lieb ist. Je nach Situation, kann es gerade bei einem technischen Downhill schnell mal ein paar Lieder weitergehen 🙂

EINSATZGEBIET

Es gibt nahezu keine Grenzen. Ob beim Straßenlauf, beim Trailrunning, Wandern, Klettern, beim Mountainbiken, Graveln oder bei Skitouren oder Langlauf.

Die Kopfhörer begleiten Euch – egal wohin – und versorgen Euch mit Musik und Podcasts oder ermöglichen Euch ein Telefonat auf den Trails. Es gibt grenzenlose Einsatzgebiete, somit theoretisch auch im Homeoffice als Headset. Aber wer sagt, dass man nicht auch mitten auf einem Berg arbeiten könnte? 😉

Wer jedoch vollständig abschalten möchte, ein feines Gehör hat und seine Musik auf einem anderen Level auf seinem Seessel genießen möchte,

Fazit

Wo fange ich an? Machen wir es kurz. Suunto überzeugt – überzeugte mich. Ein Kopfhörer, der für Outdoor Abenteuer und dementsprechend allen Witterungsbedingungen taugt, ist schon überzeugend. Dazu die kleinen Gimmicks wie Kopf-Steuerung, sowie den LEDs für eine bessere Sichtbarkeit – klein aber fein. Und das gewichtigste Argument – leicht, verrutscht nicht und die Soundqualität für den Sport absolut überzeugend. Wir sprechen hier ganz klar nicht von einem Premium Hi-Fi Kopfhörer, sondern für Kopfhörer die robust Outdoor jedes Abenteuer mitmachen und genau das tun sie, in einer – meiner Meinung – überragenden Qualität. Das der Hörgenuss Geschmackssache ist, steht außer Frage – doch die Qualität ist für meine Bedürfnisse top. Daher wer einen robusten Kopfhörer für den Sport sucht, erhält hiermit eine klare Kaufempfehlung von mir.

Test: TOPO MTN Racer 3

TOPO – what? Bis vor einigen Jahren hatte ich die Marke TOPO gar nicht wirklich wahrgenommen. Es war ein Exot unter den Laufschuhherstellern bzw. ist es noch immer. Doch wer oder was ist nun Topo? Sie sind ein recht junges Unternehmen aus den USA – 2013 von dem Amerikaner Tony Post gegründet.

Die DNA von Topo und der Leitspruch ist: “Shoes inspired by nature” – mit den vier Säulen: Platz für die Zehen, perfekter Sitz am Leisten, auf Augenhöhen mit den Fersen (Sprengung von 0 bis max. 5 mm) und Ultralight.

Natürlich ist der Begriff “Natural Running” bei vielen Laufschuhherstellern weit verbreitet, ob breite Zehenbox, Zehenschuhe, Zero Drop und letztendlich null Dämpfung wie bei den vielen Barfussschuhen. Doch was unterscheidet Topo letztendlich von allen anderen?

Dies werde ich beantworten können, wenn ich den vor mir liegenden MTN RACER 3 – der erfolgreichste Trailrunning Schuh aus dem Sortiment von Topo – mir genauer anschaue. Ich bin sehr gespannt, was mich bei diesem Schuh erwartet und ich hoffe Euch geht es ebenfalls so?

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

Wie immer werfen wir zuerst einen Blick auf die technischen Daten des MTN RACER 3 auf der Herstellerseite:

  • 5mm Drop (Sprengung) mit einem Aufbau von 33/28mm.
  • Gewicht: 283g (US9 Referenzgröße) – in meiner Größe EU46.5 liegt das Gewicht bei 331g
  • UVP: 190 EUR
  • Komfortable Passform dank natürlicher Zehenbox und Leisten-Shaping für perfekten Sitz
  • Vibram® MegaGrip Sohle für perfekte Haftung auf allen Untergründen und Nässe
  • Obermaterial aus neuem, einlagigen Funktionsmesh mit wasserableitender Struktur und
    hoher Atmungsaktivität – Schnelltrocknend
  • Hauchdünne Print-on Texturen und Layer ohne Nähte
  • Antimikrobielles Ortholite®-Fussbett (5mm) • Next Generation ZipFoam® Superleichtes
    Zwischensohlenmaterial aus einem EVA- und TPU-Mix mit einzigartiger Response
  • Bequeme, dünne Zunge mit Schnürsenkelführung, seitlich vernäht als Schmutz- und Nässeschutz
  • Gaiterlaschen

Liest sich erstmal sehr gut was der MTN Racer 3 zu bieten hat. Doch ich will mich hier selbst davon überzeugen.

REINSCHLÜPFEN / PASSFORM / ERSTER EINDRUCK

Ab in den Schuh. Es ist total spannend, wenn man überhaupt nicht weiß, was einen erwartet. Oft kennt man die Marken und jeder Nachfolger oder jedes Modell aus dem gleichen Hause hat die typischen Eigenschaften von eben diesen.

Es fühlt sich ungewohnt an. Nicht nur die breite Zehenbox, sondern der Bereich rund um den Mittelfuß. Es zwickt ein wenig. Schauen wir mal wie es sich beim Laufen anfühlt. Los gehts und raus auf die Trails. Wie bekannt ist, wohne ich hier am Fuße des Zahmen Kaisers und habe jegliches Terrain, um neue Schuhe ausgiebig zu testen.

An diesem Tag ging es für mich bei bestem Wetter Richtung Brünnstein hoch. Über Waldwege bis in einen sehr technischen Bereich mit kleinen Kletterpassagen. Hier kann sich der Schuh gleich richtig auszeichen. Nach den ersten Metern passte sich der Schuh immer besser meinen Füßen an und es machte direkt Spaß. Meine Füße fühlten sich sicher in den Schuhen und ich kann es laufen lassen. Von Vorteil ist sicherlich, dass ich nicht gleich mit einem Zero-Drop Schuh angefangen habe, sondern hier mit moderaten 5mm den Einstieg bei Topo machte. Ob Up- oder Downhill, ob Waldwege oder technisches Gelände – die MTN RACER 3 wollen Trails und sie bekommen natürlich Trails 😉

Der Fuß wird gut vom Schuh umfasst, der Halt ist sehr gut, der sich mit den Schnürsenkel optimal fixieren lässt. Für meinen persönlichen Geschmack hätten die Schnürsenkel etwas rauher sein können, dass sie besser greifen und eine Schlaufe oder Schnürsenkeltasche zum Verstauen wären noch das i-Tüpfelchen.

Das Obermaterial ist angenehm und dennoch robust und bietet mit den Verstärkungen rund um die Zehen und den Fersen eine optimale Protektion im technischen Gelände.

Eine Vibram Außensohle rundet den Aufbau ab. Über Vibram muss ich sicherlich nicht viele Worte verlieren, denn sie machen ihre Aufgabe – einen sicheren Halt auf jeglichen Untergründen zu bieten – sehr zuverlässig. Das kann ich nach den Testläufen auch bestätigen – egal ob es nach oben oder unten ging, egal ob es nass, feucht und matschig wurde, ob im alpinen Umfeld – ich fühlte mich stehts sehr sicher und rutschte nicht weg. Einziges kleines Manko: wenn es zu leichten Kletterpassagen kommt und man zwischen engen Steinen oder Wurzeln hochkraxelt, kann die breite Zehenbox etwas unpraktisch sein, bzw. findet man den optimalen Halt nicht. Aber ist ja auch kein Schuh fürs Klettern, sondern eben für das Laufen.

EINSATZGEBIET

Laut Hersteller ist der MTN Racer 3 der “perfekte Partner für schnelle und lange Trailläufe bis hin zu Ultras, technisches Gelände und hohen Komfortanspruch”. Aus meinen bisherigen Tests kann ich mich dieser Aussage anschließen. Daher ob kurze oder lange Distanzen, laufbare oder technische Trails – der MTN Racer 3 begleitet euch zuverlässig überall hin. Kleiner Bonus: Er ist ebenfalls gut als leichter Wanderschuh geeignet!

FAZIT

Ich hatte schon wirklich viele Schuhe im Test und letztendlich taugen alle was. Und es sind immer kleine Nuancen, kleine Besonderheiten, die hervorzuheben sind. Doch hier bin ich baff. Der MTN Racer 3 ist nicht nur ein grundsolider und sehr gut verarbeiteter Schuh, sondern ein reinrassiger und doch sehr vielseitiger Trailschuh. Ich habe das Paar ausgiebig hier in den Bergen getestet und war erstaunlich schnell überzeugt. Bequem, komfortabel, schützend, sicher und dies bei so vielen Einsatzgebieten. Es macht einfach Spaß mit den Schuhen und ich muss schon etwas zurückdenken, dass ein Schuh mich in nahezu allen Bereichen so sehr überzeugen konnte.

Ich kann nur abschließend sagen, schaut euch diese Schuhe beim nächsten Kauf genauer an!

Test: Salomon Thundercross

Als ich mit dem Trailrunning angefangen habe, bin ich zwangsläufig beim Speedcross 3 von Salomon gelandet. Trails verbindet man direkt mit Salomon und eben deren Klassiker, den Speedcross. Doch ich fühlte mich absolut nicht wohl darin und schickte sie zurück. Ein Jahr später versuchte ich es mit dem Speedcross 4 – doch auch diese Schuhe gingen direkt Retour. Seit ich nun Trailläufer bin, habe ich bisher nie einen einzigen Salomon Schuh auf den Trails getragen. Die Passform des Speedcrosses haben mich von weiteren Salomon Käufen abgehalten. Es hat sich einfach ein gewisses Vorurteil gebildet. Weshalb? Sehr gute Frage, die ich heute nicht mehr beantworten kann.

Dieses Jahr testete meine Frau Julia bereits die Salomon Sense Ride 5. Aber Julia trägt auch sonst bereits öfters diverse Salomon Schuhe, daher kam sie auch mit diesen sehr gut klar. Vor Kurzem haben mich nun die Salomon Thundercross erreicht. Und auf den ersten Blick kamen direkt die Erinnerungen an den Speedcross hoch. Doch nur durch das äußere Erscheinungsbild. Wie und ob ich mit den Thundercross klar kam, lest ihr in folgendem Testbericht.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

Die Schuhe haben eine geringe Sprengung von 4mm, dafür ein ordentliches Profil mit Stollentiefe von 5mm. Diese Schuhe haben was vor 😉 Kombiniert mit einem angenehmen Gewicht von 290g in der Standardgröße und 312g in Größe EU46, sind sie sicherlich nicht die leichtesten Schuhe, aber das spürt man nicht wirklich auf den Trails.

Wie bei Salomon gewohnt, ist das berühmte Quicklace System zur Schnürung vorhanden. Nach kurzer Eingewöhnungsphase, kommt man damit richtig gut klar. Geht schnell, Schnürsenkel in den Taschen reinstecken und los gehts. Nichts stört mehr auf den Trails und keine Gefahr damit hängen zu bleiben. Perfekt.

Gut gedämpfte Außensohle mit dem Salomon Energy Foam und ein robustes Obermaterial.

Die Salomon Sensifit Passform passt sich angenehm den Fuß an und hat eine normale Weite.

REINSCHLÜPFEN / PASSFORM / ERSTER EINDRUCK

Der Thundercross ist auf Komfort ausgelegt. Das Material ist dicker und weicher und man sieht es dem Schuh auch an – hier ist “einiges dran”. Die hohe Außensohle ist richtig gut gedämpft, schützt auf den Trails, aber kann auch performen. Man sollte sich nicht von der Sohle blenden lassen. Die aggressive Stollen packen auf den Trails, gerade in tiefen matschigen Böden richtig zu, aber auch auf nassen Steinen ist man sicher unterwegs. Diese Schuhe wollen weniger in den Wald, sie wollen auf herausfordernden Trails – alpin, unwegsames Gelände bei nicht perfektem Wetter.

Die Füße sind in dem robusten Obermaterial gut geschützt und an den wichtigen Stellen (Zehenbox) verstärkt.

Ich war nun mehrmals mit den Schuhen unterwegs. Bei Temperaturen über 25 Grad kann es in den Schuhen etwas warm werden. Doch oberhalb von 1.500 Metern, wenn es etwas frischer wird, oder wenn man lange unterwegs ist kann dies wieder zum Vorteil werden. Aber generell sehe ich dadurch die Schuhe eher für die Herbst- / Wintersaison. Daher baute ich auch Läufe bei Starkregen ein und die Kontrolle und der Grip konnten überzeugen.

Dazu rollen die Schuhe erstaunlich gut. Sie sind bequem, nicht zu eng und der Fuß sitzt gut.

EINSATZGEBIET

Die Thundercross, mit ihrem tieferen Profil und dem dickeren Außenmaterial sind eindeutig für den feuchten Herbst gemacht. Im Sommer kann es in den Schuhen schon sehr warm werden und die Außensohle will auf matschigen tiefen Untergründen gelaufen werden. Und hier wird der Herbst aber auch der Winter prädestiniert dafür sein.

Von den Distanzen wird der Schuh eine breite Palette bieten können. Er ist kein Racer, aber ist durchaus für das Training, bzw. für mittellange, wenn nicht sogar richtig lange Läufe super geeignet.

FAZIT

Salomon sind sehr erfahren auf den Trails und haben für jedes Einsatzgebiet inzwischen einen passenden Schuh. Nun ein vollständig neues Modell. Am Thundercross ist einiges dran, aber auch einiges geboten. Er schützt die Füße und bietet vor allem viel Komfort. Dazu die aggressiven Stollen – der speziell auf tiefe Böden und Felsen ausgelegt ist. Auf den Schuh ist auf all diesen Unetgründen Verlass. Mein erster Salomon Schuh und ich trage ihn gern. Er schmiegt sich gut um den Fuß, die Quicklace Schnürung funktioniert gut und das Laufen macht Spaß. Ein Schuh, auf dem man sich vorallem im Herbst drauf freuen kann. Viel Regen, viel Matsch, nasses Laub, Wurzeln und Steine – hier wird er definitiv seine Stärken ausspielen und letztendlich Dich wieder sicher nach Hause führen.

Auch wenn er nicht mein täglicher Trainingsschuh wird, werde ich diese doch desöfteren in der dunklen Jahreszeit tragen.

Test: The North Face Enchanted Trails Collection

Ich hatte vor einigen Monaten das erste Mal ein Outfit (die Summit Run Collection) von The North Face im Test gehabt und wurde sehr positiv überrascht. Nun habe ich vor kurzem die Enchanted Trails Collection bestehend aus:

  • Lightbright T-Shirt
  • Running Windjacke
  • Limitless Lauf Shorts

zum Test erhalten.

Anmerkung: Dieses Outfit wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

Schauen wir uns jedes einzelne Kleidungsstück im Detail an:

Das Shirt – Lightbright Shirt (UVP: 40 Euro)

Schwarzes Shirt mit reflektierenden Logos (identische Vorder- und Rückseite). Schlichter und klassischer als dieses Laufshirt geht es nicht. Es ist angenehm zu tragen, trägt die Feuchtigkeit gut nach außen und tut was es soll. Nichts reibt, nichts stört, auch bei längeren Läufen nicht. Es trocknet auch schnell wieder und ist leicht. Daher will ich auch gar nicht viele Worte verlieren.

Fazit: Mit diesem Shirt macht man nichts falsch. Preis – Leistung absolut top. Wem schwarz (TNF Black) als Farbe nicht gefällt, hat noch vier weitere zur Auswahl: türkis, blau, grün oder orange.

Die Shorts – Limitless Lauf-Shorts (UVP: 50 Euro)

Auf den ersten Blick klassische Laufshorts, mit Reflektoren, einer Gesäßtasche mit Reißverschluss und schicker Farbe (Blue Coral). Doch was ist denn das für ein Material? Die Hose fühlt sich vom Stoff eher wie eine Regenhose aus Plastik bzw. einer Badeshorts an 🙂 Laut TNF ist das “100% Recycelter & glatter Polyester mit FlashDry™ und wasserabweisender, PFC-Freier und haltbarer DWR-Beschichtung“.

Und schlüpft man herein, ist die Hose etwas weiter und luftiger als man bei seiner Größe rechnet. Bei den Shorts aus dem vorherigen Test (aus der Summit Run Collection) passte die Hose perfekt. Diese Hose ist etwas schlabbriger, hat laut Seite eine “bequeme” Passform und was soll ich sagen? Ich musste sie gut zubinden, dass sie Halt hat. Sie passt, sie rutschte beim Laufen auch mit Schlüssel hinten drin nicht, aber ich mag es dann doch etwas eng anliegender.

Ansonsten wurde ich positiv überrascht. Auch bei Temperaturen um die 30 Grad, kam ich nicht mehr zum Schwitzen, als bei anderen Shorts. Daher das Material verursacht keinen Hitzestau und ist durchaus tauglich für einen heißen Sommer.

Ich hatte auch einen guten Testcase innerhalb von zwei Tagen gehabt – zwei Tage Dauerregen. Lange wasserabweisend sind die Shorts jedoch nicht. Je nach Laufgeschwindigkeit und Außentemperatur trocknet sie partiell (an den unteren Hosenbeinen) wieder recht schnell.

Fazit: Klassische Laufshorts ohne besondere Highlights. Nicht meine “Favourite Shorts” – aber wer eine einfache, luftige und etwas weiter geschnittene Shorts sucht, wird hiermit definitiv fündig werden. Alternativ kann sie jederzeit als Freizeit- und / oder Badeshorts zweckentfremdet werden 😉 Und schaut mal auf der Seite von TNF vorbei – es gibt richtig coole Farbkombinationen und Muster für diese Hose 😉 Generell würde ich sagen, ist das Einsatzgebiet das Training und kürzere Läufe, jedoch nicht Ultratrailtauglich. Aber das will die Shorts auch gar nicht sein, da gibt es dann die passendere Modelle im Portfolio von TNF.

Die Jacke – Running Windjacke (UVP: 100 Euro)

Eine gute Windjacke ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil im Trailrunning! Warum? Sie sind leicht und helfen nicht nur gegen Wind, sondern vor allem gegen Auskühlung. Ist man oben am Gipfel, wird die Jacke kurz drüber gezogen und ist direkt geschützt. Dreht sich das Wetter? Kein Problem – Jacke drüber und man hat einen leichten Basisschutz gegen Wind und Kälte. Aber auch die ersten Regentropfen lassen sich damit gut abfangen. Windjacken fürs Traillaufen haben meistens ein minimalistisches Packmaß und wiegen kaum was, so dass man sie immer in seinem Rucksack dabei haben sollte.

Die Running Windjacke von TNF fällt direkt durch ihren Style auf. Das Muster und die Farbe im Test hat den klangvollen Namen “Tropical Peach Enchanted Trails Print” und sticht direkt ins Auge.

Die Jacke ist im Vergleich zu Konkurrenzprodukten nicht die leichteste und hat nicht das kleinste Packmaß – passt jedoch trotzdem locker in die Laufweste.

Sie trägt sich angenehm. Das Laufen geht ohne Probleme, auch wenn sie etwas weiter geschnitten ist. Aber auch sie hat wie die meisten Funktionsjacken ein klassisches Problem – man kommt schnell ins Schwitzen. Leider geht auch hier bei harten Einheiten nicht ausreichend Feuchtigkeit raus.

Doch wenn man oben auf über 1.500 Metern Höhe ist, kann man sich gut vor Wind und Kälte mit schützen. Dafür ist sie perfekt.

Die Jacke besitzt zwei Seitentaschen. Eine mit und eine ohne Reissverschluss. Warum jedoch der Reissverschluss so klein ist, dass man ihn einfach kaum zwischen die Finger bekommt, bleibt mir ein Rätsel. Klar, Minimalismus und wenig störende Kleinteile – aber so minimal, dass man sie kaum sieht, bzw. benutzen kann, ist dann doch zu viel des Guten 😉

Fazit: Die Mode kommt inzwischen auf die Trails. Immer mehr Farben und Muster. Sie überzeugt vor allem durch ihren auffälligen Style. Daher wer ein wenig auf eine modische Jacke schielt, wird hier sofort fündig. Doch auch die Funktionalität kommt nicht zu kurz. Ja, sie taugt als Windjacke bei kräftigem Wind. Doch kommt sie bei der Luftzirkulation schnell an ihre Grenzen. Eine Jacke, die super funktioniert wenn man eine Schutzschicht oben auf dem Berg – bei einer Pause – braucht. Im Einsatz mit mehr Performance – wäre sie bei normalen Temperaturen während der Saison weniger geeignet.

Ansonsten wieder eine erfrischende Kollektion. The North Face weiß, funktionale und stylishe Outfits für die Trails auf den Markt zu bringen! Daher bleibt der Hersteller seinem Motto treu #neverstopexploring und dabei mit Stil 😉

Test: Adidas Terrex Soulstride Flow

In den letzten Jahren hatte Adidas Terrex den Trailrunning Markt etwas aufgemischt. Erst mit dem überragenden Speed Ultra, dann den Agravic Ultra und zu guter Letzt mit dem Agravic Flow 2.0. Bei allen Schuhen wirkten Profis aus dem Adidas Terrex Team mit. Nicht jedoch beim Soulstride Flow – zumindest ist dies nicht bekannt. “Maximale Dämpfung für maximalen Spaß beim Erkunden und Auspowern.” – dieser Schuh steht für einen bequemen Schuh durch hohe Dämpfung auf den Trails. Wie bequem es damit auf den Trails wird und ob es am Ende nicht zu bequem wird, erfahrt ihr hier in diesem Bericht 😉

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

Ein Trailschuh entwickelt mit maximalen Tragekomfort und den vielseitigen Einsatz auf Schotterwegen und Trails. Adidas Terrex wirbt den Soulstride Flow mit folgenden Fakten:

  • Leichte Dämpfung: Die REPETITOR EVA-Zwischensohle wurde für ultimativen Komfort auf langen Trails entwickelt und bietet eine weiche Dämpfung bei niedrigem Gewicht.
  • Unterstützender Tragekomfort: Das Obermaterial aus Mesh bietet eine optimale Zoneneinteilung für Atmungsaktivität, Stretch und Halt.
  • Verlässlicher Trip: Die Continental Gummiaußensohle bietet zuverlässigen Grip auf Wurzeln, Steinen oder Schotter, egal ob bei Nässe oder Trockenheit.
  • Teilweise aus recycelten Materialien hergestellt: Dieses Produkt besteht zu mindestens 50 % aus recycelten Materialien und ist nur eine der Lösungen, mit denen Adidas dazu beiträgt, Plastikmüll ein Ende zu setzen.
  • Gewicht: In meiner Größe (EU46) wiegt ein Schuh 357g – das ist für einen Trailschuh ein ordentliches Gewicht.
  • Sprengung: 8mm

REINSCHLÜPFEN / PASSFORM / ERSTER EINDRUCK

Klassische Adidas Terrex Passform. Das ist der erste Eindruck nach dem Hineinschlüpfen. Etwas schmäler geschnitten, gerade im Bereich des Mittelfußes führt der Schuh den Fuß eng. Aus meiner persönlichen Sicht nicht ganz optimal für meine Füße. Für viele Läufer*innen ist dies aber ein entscheidendes Argument für einen guten Halt in Schuhen. Daher kann es bei breiteren Füßen ein – zu Beginn – unangenehmes Gefühl vermitteln, welches sich aber nach etlichen Kilometern legt und man sich an diese Passform gewöhnt.

Die Schuhe sind gut und solide verarbeitet. Klassische Schnürung, luftiges Obermaterial, aber um Mittelfuß und Ferse sehr steif. Trotzdem angenehm zu tragen, denn nichts drückt oder reibt an Ferse oder Knöcheln. Ein weiterer Vorteil – eine gute Rundum-Protektion. Der Nachteil, definitiv kein agiler Schuh. Aber das soll er auch nicht sein. Er soll langsam an die Trails heranführen. Und durch die Dämpfung haben die Schuhe zwar eine ordentlich dicke und steife Sohle, aber dadurch sind die Füße auch rundum gut geschützt. Auch die bekannte zuverlässige Continental Sohle schützt die Fußsohle vor spitzen Gegenständen und gibt wie gewohnt auch einen guten Halt auf unterschiedlichen Untergründen. In feuchteren Umgebungen, ob es nun nasse Wurzeln oder Felsen sind, kommt er an seine Grenzen und es ist etwas mehr Achtsamkeit notwendig.

EINSATZGEBIET

Laut Adidas Terrex Senior Product Manager Rowan Boyd soll der Schuh Läufer*innen Vertrauen auf den Trails geben. Sprich, es ist ein Trailschuh mit moderner Technik für den / die Trailrun – Einsteiger*in. Ein bequemer Schuh für die langen Trails.

Der Schuh eignet sich optimal für Wald- und Kieswege – für leichte, nicht zu technischen Trails. Der Schuh will länger getragen werden, eignet sich aber auch für die kurze Feierabendrunde. Es ist jedoch kein Schuh für schnelle Läufe. Da gibt es dann doch passendere Modelle auf dem Markt.

FAZIT

Ein Schuh für Trailrun-Neueinsteiger*innen. Dafür wurde er entwickelt und dafür ist er auch gedacht. Ein solider Schuh für nicht technische Trails. Aus meiner persönlichen Sicht jedoch, sind die Schuhe zu steif, zu schwer und sind schon fast ein ein “flotterer Wanderschuh”. Versteht mich nicht falsch. Es ist ein guter Schuh. Wer einen Schuh für die Rotation und den gemütlichen langsamen Dauerläufen im Training sucht ist hier richtig oder wer neu in diesem Sport ist, sollte definitiv sich diese Schuhe genauer anschauen.

Test: Saucony Xodus Ultra 2

Im Juni 2022 habe ich den Xodus Ultra aus dem Hause Saucony getestet. Der Schuh war die Überraschung der letzten Saison und ich trage ihn immer noch sehr gerne.

Umso erfreulicher, dass der Schuh gut ankam, denn dann gibt es meistens einen Nachfolger. So auch hier – den Xodus Ultra 2. Ob er mit seinem Vorgänger mithalten kann oder ob es hier Verbesserungen gab, lesen wir im folgenden Artikel.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das Testergebnis. Der Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

DATEN & FAKTEN

Nach dem Öffnen der Schachtel fällt eine dezentere Farbe – als beim Vorgänger – auf. Ein grauer Schuh mit angenehmen Blautönen. Saucony nennt die Farbe Fossil Basalt – sie gefällt mir. Das grau passt definitiv besser in die Berge als das grelle Gelb der Vorgänger.

Ein kurzer Blick auf die Fakten – alle weitere Informationen könnt ihr auf der Herstellerseite nachlesen:

  • Ultraleichter PWRRUN PB-Schaumstoff und langlebiger PWRRUN-Rahmen für maximale Dämpfung
  • 3-teilige PWRTRAC Außensohle für unglaubliche Traktion auf unbekanntem Terrain
  • Kategorie: Trail – Neutral
  • Sprengung: 6mm (32.5mm Ferse / 26.5mm Vorfuß)
  • Gewicht: 272g
  • Nachhaltigkeit: Dieses Modell ist vegan und enthält recycelte Materialien.

REINSCHLÜPFEN / PASSFORM / ERSTER EINDRUCK

Er ist ganze 2g leichter, als sein Vorgänger 🙂 Ok, dass konnte ich beim ersten Tragen nicht spüren, aber er fühlt sich gut an. Bedeutet, für die Statistiken: in der Größe EU46.5 bringt er 327g pro Schuh auf die Waage.

Etwas schade, die Zehenbox ist etwas schmäler geworden. Genau das, was ich bei Saucony immer liebte, dass meine Füße mehr Platz haben. Versteht mich nicht falsch, sie haben immer noch ausreichend Platz, eben ist es nun etwas eng anliegender.

Die 6mm Sprengung und die klassischen Schnürung hat er beibehalten. Auch in diesen Schuhen sorgen der verstärkte Fersenbereich und die gummierte Zehenkappe für ausreichend Schutz.

In der Zwischensohle ist wieder der ultraleichte PWRRUN PB verbaut und der langlebige PWRRUN Rahmen für eine angenehme Dämpfung. Auch hier kommt wieder eine dreilagige PWRTRAC Außensohle zum Einsatz für sichere Traktion auf unebenen Terrain. Die Sohle gibt einen sicheren Schutz vor spitzen Steinen oder anderen spitzen Gegenständen.

EINSATZGEBIET

Auch der Nachfolger ist für die langen Trails vorgesehen. Und nicht nur für die einfachen Trails, sondern auch im alpinen Umfeld. Mit leichten Einschränkungen auf richtig technischem Umfeld, aber er kann hoch hinaus.

FAZIT

Der Vorgänger war eine Kaufempfehlung. Ein Schuh der Spaß machte, bequem ist und zu jeder Zeit zu überzeugen wusste. Aber auch der Xodus Ultra 2 ist ein wahnsinnig toller Schuh. Auch wenn an der Form etwas gearbeitet wurde (und für meinen Fuß zum Nachteil) – überzeugte der Schuh in vielerlei Hinsicht. Ohne Schnickschnack kann er überzeugen. Als bequemen Schuh, für unterschiedliche Untergründe auf langen langen Trails. Die Optik passt, die verbauten Materialien harmonisieren zusammen. Und der Schuh rollt und rollt. Er kann schnell, er kann langsam, aber vor allem eins: sicher und bequem die Füße auf den langen Trails tragen.

Wieder einmal ein gelungener Schuh von den Amerikanern! Ihr werdet mich öfters mit dem Xodus Ultra 2 an meinen Füßen sehen.

Test: Blackroll Booster Head Box

Die Regeneration im Sport hat einen sehr hohen und zurecht wichtigen Stellenwert. Egal ob aktive oder passive Regeneration: sie dient zur schnelleren Erholung, aber auch für eine Minimierung von Verletzungen. Oder einfach als Alternativsport.

Es gibt inzwischen so viele Möglichkeiten sich zu regenerieren: Massagen, Faszienrollen, Massagepistolen, Eisbäder, Wärmebäder, Recovery Boots, Füße hochlegen und und und.

Nachdem ich in den vergangen Jahren bereits hauptsächlich Massagepistolen und Faszienrollen /-bälle verwendete, war ich sehr gespannt auf die Kombination – der vibrierenden Faszienrolle – der Blackroll Booster 😉 

ERSTER BLICK 

Die Blackroll Booster kommt in einem klassischen Karton daher und ist im Inneren simpel und klug verpackt. Besonders zu erwähnen: alles plastikfrei.  

In diesem Set befindet sich eine große Blackroll Slim, der Booster Stab, diverse Aufsätze und das Ladekabel. Einen Netzstecker dazu sucht man vergebens.

Inzwischen finde ich es jedoch richtig gut, dass auf Netzstecker verzichtet wird. Kabel kann man im Prinzip langsam auch weglassen, da beides im Überfluss in jedem Haushalt vorhanden sein sollte. 

Doch was kann mit dem Set angefangen werden? Die Blackroll Slim ist noch klar. Dass der Booster Stab in die Blackroll passt, auch verständlich. Aber welche Übungen sind damit möglich und für was sind die einzelnen Aufsätze?

Testen wir dies einmal durch und probieren das vollständige Zubehör aus. 

ANWENDUNG / PRAXISTEST

Eins vorweg: der Booster passt in jede 30cm Rolle von Blackroll. Setzen wir den Booster direkt mit der mitgelieferten Slim Rolle aus. Sie lässt sich – mit etwas Nachdruck – gut platzieren. Nichts wackelt und mit dem Schraubgewinde zur Fixierung kann sie sich auch nicht aus der Rolle lösen.

Fangen wir mit den klassischen Übungen an. Matte ausrollen, Rolle platzieren und Bein darauf legen. Zuerst rolle ich die Wadenmuskulatur und arbeite mich über Rückseite zur Vorderseite vor. Der Booster hat sechs Frequenzbereiche von 12 bis 56 Hz. Sie macht ordentlich “Druck”, doch spiegelt sich dies auch in der Lautstärke wieder. Ein entspanntes Ausrollen und dabei die Nachrichten im Fernsehen schauen ist nicht mehr drin. Und falls man unter sich Nachbarn in einem hellhörigen Haus hat, wird man sich ebenfalls schnell neue Freunde machen!

Was zudem auffällt, dass die Slim Rolle etwas härter als die übliche Rolle ist. Sie übt schon alleine mehr Druck aus. Daher unbedingt vorher die Rolle testen, bevor ihr noch den Booster anschaltet.

Doch nicht nur das Rollen kann mit dem Booster gemacht werden, sondern der Booster an sich, kann alleine als Trainingsgerät verwendet werden. Nehmt hierzu den Booster fest in die Hand, stellt die gewünschte Stufe ein und macht Eure Lunges (Ausfallschritte) oder Squats (Abfahrtshocke). Hier können die bekannten Kräftigungsübungen mit mehr Intensität ausgeführt werden. Ein wenig erinnert dies an die Übung auf einer “Rüttelplatte”.

Und letztendlich befinden sich noch etliche Aufsätze in der Kiste. Die drei Aufsätze unterscheiden sich in deren Härtegrade. Grün steht für weich, grau für mittel und schwarz für hart. Durch die unterschiedlichen Härtegrade der Aufsätze kann eine Druckpunkt-Massage beliebig variiert werden, um Triggerpunkte gezielt zu behandeln. Eine Druckpunkt-Massage dient dazu, muskuläre Verspannungen zu lösen und die Durchblutung des verspannten Muskelgewebes anzuregen. Eben genau die Ziele, die eine Massagepistole und deren unterschiedliche Aufsätze ebenso verfolgen.

Zudem gibt es noch den Massagehaken, der für eine großflächigere Massage verwendet werden kann.

Somit hat man mit diesem Set drei Trainingsgeräte in einem: Faszienrolle, Massagegun, als auch zum intensivieren seines Trainings.

FAZIT

Wer sich mit dem Thema Regeneration im Lauf- oder Radsport noch nicht auseinandergesetzt hat, findet in diesem Set eine breite Palette an Möglichkeiten. Ob fürs Training oder eben die aktive Regeneration.

Wer jedoch bereits eine Faszienrolle und eine Massagegun sein eigen nennen darf, kann sich getrost das Geld sparen. Natürlich ist es intensiver eine vibrierende Massagerolle zu haben, doch den Mehrwert für uns Amateursportler sehe ich nicht. Nicht im Gesamtpaket und dem Preis-Leistungsverhältnis (OVP 209,80 Euro – inzwischen auf 189,90 Euro heruntergesetzt).

Hinzu kommt, dass das Gerät laut ist. Bei voller Power ist es schwer es in den Händen unter Kontrolle zu halten. Und die Handhabung ist ebenso nicht so einfach wie dargestellt. Die Gewinde der Aufsätze lassen ich großteils nur it Hilfsmittel wieder aufdrehen. Ich musste tatsächlich die Zange anlegen und dies bei einem Kunststoffgehäuse. Aber ich habe es einfach nicht mehr lösen können.

Nettes Produkt, welches noch Verbesserungspotential hat. Doch fährt man – meiner Meinung nach – mit der klassischen Blackroll am Besten!

Anmerkung: Die Blackroll Booster Head Box wurde mir vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Dies wird jedoch keinen Einfluß auf meine in diesem Bericht widerspiegelnde Meinung haben.