Über mich

Timo, 41, Familienpapa aus Aschaffenburg

Wie kam ich zum Laufen?

Laufen … in den letzten Jahren kommt Laufen immer mehr in Mode. Jede Zeitschrift hat bereits mindestens einen Artikel darüber gebracht. Es kommen immer mehr Fachzeitschriften auf den Markt. Und vom Internet brauch ich erst gar nicht anfangen! Überall ist etwas zu diesem Thema zu finden – einfach überall. Immer mehr Apps unterstützen beim Laufen, bei der Fitness … da es einfach alles zu dem Thema gibt, fragt man sich mit der Zeit: gibt es überhaupt noch jemanden, der nicht läuft, oder etwas fürs Laufen macht? 😀 In der Öffentlichkeit ist es heutzutage fast unmöglich, um das Thema herumzukommen.

Aber wie kam ich letztendlich dazu? Was hat mich dazu bewegt, mich zu bewegen? Das lustige ist, ich kann dies nicht einmal pauschal beantworten. Ich wollte schon immer, aber habe es dann nie aus eigenem Antrieb ernsthaft gemacht. Lasst mich ein wenig ausholen …

Viele Freunde laufen und haben immer wieder gesagt, mach bei der Goldbacher Wintercross Laufserie oder beim Halbmarathon Tegernsee mit und meine Antwort: “jaja ich meld mich schon noch an und bin dabei” … Und? Klar, ihr könnt es euch schon denken: eine Ausrede nach der anderen kam. Da kann man als Nichtläufer sehr kreativ beim Ausreden-suchen sein 🙂

Doch wenn mal für einen kurzen Moment die Motivation aufflackert: neue Schuhe sind schnell gekauft, aber genauso schnell liegen diese unbenutzt im letzten Eck im Schrank. Davon können sicherlich viele ein Lied davon singen, nicht wahr? 😉 Mir ging es genauso. Und nicht nur einmal. Und selbst mit neuem Equipment reißt die Suche nach Ausreden nicht ein: die neuen Schuhe sind doch nichts. Laufen ist langweilig. Laufen ist anstrengend. Ich habe keine Zeit. Vom Laufen tut das Knie weh. Der Fuß. Das soll Spaß machen? Man schwitzt sogar … ekelhaft 🙂 Es ist zu warm, zu kalt, zu nass, zu dunkel, zu hell … 🙂

Es geht los …

Zumindest woran ich mich zurückerinnern kann, ist Laufen aktiv in meinem Kopf seit 2010 verankert. Immer wieder dachte ich mir, lauf doch. Lauf. Also nichts wie los und wieder Schuhe kaufen. Meine ersten Schuhe waren die Adidas adiStar Ride2 M. Ich wurde zwar kurz beraten, aber bei der Beratung hat man jetzt keinen Wert auf meine Anforderungen bzw. Laufstil gelegt, sondern lediglich ob die Schuhe bequem sind. Also ab nach Hause und die Dinger testen. Aber nicht direkt am selben Tag … das Einkaufen war schon anstrengend genug 😀 Irgendwann habe ich aber dann tatsächlich damit losgelegt. Lange hielt die Freude jedoch nicht. Keine Ahnung, waren es vielleicht doch nicht die richtigen Schuhe? Oder ist es schlicht meiner Motivation geschuldet? 🙂

Ich erinnere mich noch, dass wir von der Arbeit aus ein Laufseminar angeboten bekommen haben. Ein erfahrener Lauftrainer, der uns gezeigt hat, wie man richtig läuft, wie man es aber auch falsch machen kann. Zudem hat er uns Basics wie das Lauf-ABC gezeigt und eine Videoanalyse durchgeführt usw.

Sofort war man wieder Feuer und Flamme. Also – wenn er doch so erfahren ist – kaufen wir doch auch bei ihm ein paar neue Laufschuhe. Zusätzlich noch eine Laufbandanalyse gemacht und am Ende kamen knallrote K-Swiss Blade MaxStable hinzu. Was hat mich da wohl geritten? 😉 Ich weiß es nicht. Denn mit den Schuhen wurde ich nie so wirklich warm. Ich bekam mit den Schuhen immer Probleme im rechten Knie. Aber losbekommen tut man sie auch nicht 🙂 Verdammt. Es sollte mir eine – teure – Lehre gewesen sein. Solche Erfahrungen gehören im Läuferleben aber einfach dazu!

Immer mal wieder habe ich neue Laufsachen gekauft … und durfte mir viel Kritik einstecken. Ich war lediglich ein Profi im Laufsachen kaufen, aber nicht beim Nutzen. Viel Geld fürs Rumliegen … soll es aber wirklich so weiter gehen? Sollte ich mir weiter die Schmach meiner Freunde antun? 🙂

In jedem Sommerurlaub kam noch hinzu, dass ich nicht wirklich zufrieden mit mir selbst war. Aber wieso steh ich nicht endlich auf und mache etwas dagegen? Wieso nicht? Woran scheitert es denn? Ich konnte mir die Fragen nie beantworten … und habe einfach nichts, wirklich gar nichts dagegen gemacht. Habe mich weiter vom Buffet anziehen lassen und lieber faul in der Sonne gelegen.

Auch die Motivation in ein Fitnessstudio zu gehen waren auf Dauer nicht von Erfolg gekrönt … zwischen 2010 und 2015 waren es mal mehr mal weniger Laufkilometer. Aber bin ich deshalb ein Läufer? Auch mein erster Wettkampf fand 2011 (20.05.2011) mit dem 16. HVB Citylauf in Aschaffenburg (7.9 km) mit knapp 4.000 Teilnehmer und jeder Menge Zuschauern statt … und so etwas (wenn man es nicht kennt) muss man erst mal verarbeiten! Von den Seiten rufen Menschen deinen Namen, feuern dich an und du bist einfach nur mit dir selbst beschäftigt! 🙂

Mein erster 10er war dann erst am 13.07.2012 und verlief ohne große Vorbereitung. Ich sollte den Mainparksee 4x umrunden – eine reine Qual zu dieser Zeit. Ich bin noch nie diese Distanz gelaufen, aber auch wenn der Gedanke zwischendrin aufkam, aufgeben war nicht. Und am Ende habe ich es geschafft: die (für mich gesetzte) magische Grenze von einer Stunde zu unterbieten – mit meiner 10k Premierenzeit von 55:52 Minuten!

Doch erst 2015 war es dann wirklich soweit. Ich konnte mir die Sprüche nicht länger anhören, hab meine Trägheit und meinen Anblick im Spiegel nicht länger ertragen und habe mich für die komplette Wintercross Serie in Goldbach angemeldet. Blamieren? Scheitern? Kommt nicht in Frage, daher musste ich nun trainieren, ob ich wollte oder nicht 🙂 Und das war letztendlich der Knackpunkt. Wichtig ist natürlich, dass es auch Spaß machen sollte … Laufen soll ja kein Zwang und keine Qual sein. Aber zu Beginn war es erst einmal der Arschtritt den ich benötigte, um hier aus den Puschen zu kommen! Der Spaß kam recht schnell dazu 🙂

Am 01.11.2015 habe ich die Strecke des Goldbacher Wintercross das erste Mal zum Test mit meinem Kumpel Michael gelaufen. Er hat mich auf die heimtückischen Stellen aufmerksam gemacht. In 01:00:17 h waren wir für die 10 km und knapp 230 Höhenmeter durch. Eine tolle, anspruchsvolle Strecke. Zwei Wochen später, am 15.11.2015 war es dann soweit. Premiere. Der erste offizielle Lauf der Wintercross Serie. Es war noch nicht richtig kalt, eher mild und los ging es. Ich wusste ja, an welchen Stellen ich etwas Gas herausnehmen sollte und habe es dann exakt in 00:55:00 h gefinished. Und mir ging es danach so gut wie noch nie … ich kann es nicht erklären. Bei Kilometer 8 wenn der letzte hohe Anstieg kommt – fragt man sich noch ein letztes Mal, warum stehe ich Sonntags um 09:30 Uhr auf? Aber als ich die Ziellinie überquerte … war ich einfach nur noch glücklich. Ein geiles Gefühl. Den heißen Tee schlürfen und nur noch grinsen. Und fit und gut gelaunt in den Tag starten!

Und ich muss feststellen: Laufen macht Spaß und hat mich so oft im Leben gerettet! Weitere Infos siehe in folgendem Artikel!

Don´t just be good to others, be good to yourself