CTT-Methode

Ich hatte sie bereits in meinem Artikel auf Facebook erwähnt (https://www.facebook.com/tigo.runs) – die CTT-Methode – chaotische-Timo-Trainings-Methode. Und ich bin mir sicher, viele werden mich für das, was ich jetzt beschreibe nicht unbedingt mögen! Oder den Kopf schütteln. Vielleicht auch lachen. Oder die Augen verdrehen. Oder alles zusammen 🙂 Nur zu … 😂

Wer mich ein wenig verfolgt, weiß, dass ich erst so richtig seit Oktober 2015 laufe … sprich exakt drei Jahre. Glaubt mir, ich habe in der Zeit viel gelernt, viel übers Laufen gelesen, viele Tipps eingeholt, viele Erfahrungen am eigenen Körper erlebt, habe mich an Trainingspläne gehalten (versuchte es zumindest) usw… Das heißt, ich habe z.B. für meinen ersten Marathon 2017 mit Leistungsdiagnostik und einem daraus abgeleiteten Trainingsplan trainiert. Habe auch sechs Wochen vor dem Marathon keinen Alkohol mehr getrunken und bewußter auf die Ernährung geachtet. Und merkte aber, im Bezug auf den Trainingsplan, dass ich das zeitlich so gar nicht gebacken bekomme. Aber noch viel schlimmer, dieser Zwang die Woche musst du das und das und das machen, engte mich ein. Das baute Druck in mir auf und nahm mir die Lust auf Trainingseinheiten. Und ohne Spaß geht trainieren einfach nicht – nicht bei mir. Aber auch aufgrund meiner Verletzungen, war ich gezwungen sehr individuell zu trainieren. Wann geht es schmerzfrei – immer ein langsames rantasten. Und da merkte ich, das ist mein Stil. Tun und lassen was ich will. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich faul bin – eher im Gegenteil – ich habe eben nur keinen konventionellen Stil 😉

Und das hab ich auch für das Jahr 2018 übernommen. Ich habe es sogar optimiert 🙂 Chaotische Methoden erweitern, führt zu noch mehr Chaos – genau mein Ding 😝

2018 fing mies an .. Erkältungen, Grippe, Verdacht auf Ermüdungsbruch im rechten Fuß .. ich kam monatelang nicht in einen Flow – in keinen Rhythmus. Das machte mich verrückt. Nicht laufen dürfen. Überhaupt nichts sportlich machen dürfen. Ich wurde verrückt und zu meinem Mitmenschen zum Teil unausstehlich. Sorry dafür. Und wenn es dann die Menschen von außen nicht nachvollziehen können, wieso ich so durchdrehe und es mich belastet … aber sollte es nicht einem egal sein, was die Menschen um einen herum sagen und denken? Ich mache mein Ding. Ich habe meine Ziele. Und die werde ich schaffen. Daher so what 🙂 Ich lasse mich nicht von meinem Weg abbringen …

Wie gesagt, inzwischen habe ich einiges an Lauferfahrung und ich weiß worauf es ankommt, um z.B. einen Marathon zu finishen, schneller zu werden etc… aber ich baue es eben nicht starr in meinen Alltag ein. 

Ich weiß, ein paar Kilometer braucht man in den Beinen um einen Marathon erfolgreich zu laufen. Aber wie und wann ich das mache … mache ich eben genau dann, wenn es mir in den Beinen juckt. Und so verlief die Vorbereitung auf Berlin. Paar lockere flotte Läufe, einen über 30km, paar kurze, viele flotte … bunte Mischung. Aber ich trainierte nicht mehr nach Pulsbereichen, nicht im niedrigen Bereich um z.B. für die Ausdauer etwas zu machen! Ich trainierte wie ich mich fühlte und wenn ich eben Lust hatte, die 30 km flott zu laufen, dann machte ich dies eben flott. Daher trainiere ich schnell, wenn ich schnell trainieren will. Ich gehe Höhenmeter laufen, auch wenn es für die Regeneration gerade nicht so sinnvoll ist. Der Spaß steht im Vordergrund. Der Rest kommt von alleine. 

Was ich auch gar nicht mache und mich nie dazu durchringen kann, sind Intervalle … auch nicht so mein Ding 🙂 Ja ich weiß, die sind immens wichtig, um schneller zu werden! 🙂

Was aber wirklich geholfen hat und eine “Konstante” im Training ist, ist das Functional Training. Stabilität, Koordination, Stärkung der Muskeln, Lauf-ABC usw. – ich glaube neben Ausdauer ist eher das der Schlüssel zu meinem persönlichen Erfolg!

Ernährung .. auch ein spezielles Thema. Aber sorry .. ich esse und trinke was ich will. Und vor allem soviel ich will. Ich kann essen und essen und am Ende nehm ich durch das Laufen ab 🙂 Verrückt oder? Unter der Woche ess ich auf Arbeit auch mal Pizza oder Döner. Ab und an auch mal Kuchen. Abends mal nen Burger oder auch Chips. Natürlich esse ich auch viele Vollkornprodukte, Salat und Obst. Aber wenn ich eben Bock auf nen Burger und nen Bier habe, dann her damit. Und wenn ich am Wochenende mal 3-4 Bier trinken möchte, dann ja auf jeden Fall! Das Laufen ist mein Leben, aber bestimmt nicht mein Leben. Sondern mein Leben nehm ich inzwischen so wie ich es will und da steht Spaß im Vordergrund! Das Leben ist endlich und daher … wird das Leben gefeiert! 🙂

Ich weiß noch, wie ich 2017 wochenlang nicht feiern war, keinen Alkohol getrunken … und immer mich brav ernährt habe .. und dieses Mal? Vier Tage vor Berlin in meine geliebte Minibar in Aschaffenburg und die Carbo-Unloading-Phase offiziell mit Tegernseer beendet … und ich genoss es! Man darf nur eines nicht – es übertreiben! Weder beim Feiern, beim Trainieren, beim Essen … ein gutes Mittelding finden und dann läuft die Sache von (fast) alleine. 

Ein weiteres Beispiel: einen Tag vorm Bodensee Halbmarathon und meiner neuen Bestzeit war ich auf der Wiesn … 3-4 Maß, paar Schnapserl, ein Grillhendl, Popcorn für den Heißhunger und die Heimfahrt – den ganzen Tag auf den Beinen … spät ins Bett … und dann? Bestzeit um 4 Minuten verbessert … ja glaubt mir, ich verstehe es selber nicht! 

Noch verrückter mein Frankfurt Marathon … sechs Wochen nach Berlin. Was hab ich in der Zeit gemacht? Mich von Berlin regeneriert, einen 20km Trailrun, einen Halbmarathon und sonst nix. Doch: ab und an mit Freunden gefeiert 🙂 Ergebnis: um 10 Minuten verbessert! 

Mir wurde immer gesagt … “Timo, das geht auf Dauer nicht gut!” – mag sein … aber seit einem Jahr wird es immer und immer besser, schneller, weniger Muskelkater (gut Frankfurt war die Ausnahme 🙂 … und es funktioniert! 

Schauen wir mal … ich vermute mal für meinen ersten Ultratrail muss ich evtl. anders rangehen … oder auch nicht 🙂 Ja, es wird von allem einfach mehr.

Muss an dieser Stelle aufhören, habe Hunger 😬

WICHTIG: das hier sind keine Tipps und Ratschläge und bitte nicht nachmachen! Ich erzähle euch nur, wie es bei mir aktuell läuft. Dass es oft nicht vernünftig ist, weiß ich selber. Gelegentlich 🙂 Und wenn ich noch auf meine Ernährung achten würde, Intervalle usw. – vielleicht wäre ich auch schneller. Aber vielleicht auch nicht, da mir dann der Spaß am Laufen fehlt und so die Motivation!

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