Test: Saucony Endorphin Speed 4

Heute möchte ich Euch den Saucony Endorphin 4 Speed vorstellen – einen Schuh, der in den letzten Wochen mein treuer Begleiter auf vielen schnelleren Kilometern war. Das der Endorphin Speed bereits in die vierte Runde geht, zeigt wie schnell die Entwicklungszyklen der Nordamerikanern inzwischen sind. Doch was bietet das jährliche Update? Die Endorphin Reihe von Saucony ist bekannt für Geschwindigkeit und Performance und unterscheidet sich im Straßensegment zwischen Elite (siehe Testbericht), der Pro-Variante und eben dem Speed. Um hier auf die Schnelle die Unterschiede aufzuzeigen – der Elite ist der reine Wettkampfschuh, gerichtet an die Profis. Der Pro ist ebenfalls ein Wettkampfschuh (für Profis und Amateure) mit Karbonplatte verbaut und der Speed stellt den vielseitigsten Schuh von den drei Modellen dar. Er ist ebenfalls schnell, kann als Wettkampfschuh fungieren, aber bietet sich auch für das Training (Intervalle, flotte Einheiten) an. Doch schauen wir uns dies genauer an.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

Daten & Fakten

Kategorie: Wettkampfschuh / schneller Trainingsschuh

Unterstützung: Neutral

Dämpfung: PWRRUN PB – energieeffizienter Schaum mit hoher Energierückgewinnung

Sprengung: 8mm (36mm / 28mm)

Highlight: eine überarbeitete Nylon-Platte – vertikale Verstärkung für zusätzliche Torsionssteifigkeit und die Flexibilität im Vorfußbereich bleibt erhalten

Gewicht: 233g Herren / 206g Damen

In meiner Größe EU46,5 bringt der Endorphin Speed 271g pro Schuh auf die Waage.

UVP: 200 EUR

Insgesamt bietet Saucony je drei Farben für Männer und Frauen an. Mir liegt er in der klassischen Farbe Black vor.

Erster Eindruck & Passform

Beim ersten Anziehen wird sofort deutlich, dass dieser Schuh für Geschwindigkeit konzipiert ist. Das Obermaterial ist leicht und atmungsaktiv, während die innere Polsterung für einen angenehmen Tragekomfort sorgt. Die Polsterung ist zwar nicht üppig, findet jedoch eine gute Mischung aus Komfort und Gewicht. Wie man es von Saucony gewohnt ist, ist die Passform ausgezeichnet. Der Schuh schmiegt sich angenehm an den Fuß an, sitzt fest und hinterlässt keine Druckstellen. Zusätzlich sind die Schuhe angenehm leicht.

Das Design ist schlicht und zurückhaltend. Obwohl einige Elemente an den schnelleren Bruder Endorphin Pro 4 erinnern, wirkt er weniger aggressiv und viel komfortabler.

Beim Laufen wird direkt spürbar, wie man nach vorne geschoben wird. Ich laufe automatisch (ob ich will oder nicht) nur Vorfuß und schaue ich parallel auf die Uhr, bin ich mit einem niedrigen 4er Schnitt unterwegs. Besonders viel Freude bereitet der Schuh bei einer Pace von unter 4:30 Minuten pro Kilometer. Im Bereich von 3:30 bis 4:30 Minuten pro Kilometer rollt er perfekt ab. Der Schuh ist abrollfreudig, dynamisch und flott. Kombiniert mit dem angenehmen Laufgefühl macht es sofort ab der ersten Sekunde Spaß sich schnell zu bewegen. Er ist jedoch nicht so “bouncy” wie beim Elite- und Pro-Modell.

Wenn die Füße müde werden, bietet der breiter ausgelegte und stärker gedämpfte Fersenbereich zusätzlichen Komfort, sodass auch das Aufkommen auf der Ferse angenehm ist.

Die ersten flotten 10 Kilometer machen Lust auf mehr. Obwohl es mir schwerfällt, meine geliebten Trails länger als eine Stunde zu verlassen, weckt der Endorphin Speed 4 die Lust auf einen Straßen-Halbmarathon. Mein letzter liegt auch schon wieder zwei Jahre zurück.

Sohle

Die Sohle des Saucony Endorphin Speed 4 ist das Herzstück dieses Laufschuhs und trägt wesentlich zu seiner Performance bei. Ausgestattet mit der innovativen PWRRUN PB Dämpfung, bietet die Zwischensohle eine außergewöhnliche Energierückgabe und einen dynamischen Laufkomfort. Diese Technologie soll dafür sorgen, dass jeder Schritt effektiv abgefedert wird, was die Ermüdung der Füße verringert und längere, schnellere Läufe ermöglicht.

Ein weiteres Highlight ist die SPEEDROLL-Technologie, die den natürlichen Laufstil unterstützt und einen flüssigen, vorwärts treibenden Bewegungsablauf fördert. Diese Technologie hebt den Läufer leicht nach vorne und ermöglicht ein besonders effizientes Abrollen, was bei höheren Geschwindigkeiten von großem Vorteil ist.

Die Außensohle besteht aus dem bewährten, strapazierfähigen XT-900-Gummi von Saucony, der für eine hervorragende Traktion auf verschiedenen Untergründen sorgt. Die spezielle Gitternetzstruktur und die beiden “Flügel” bieten einen exzellenten Grip, selbst auf nassem Asphalt. Besonders bei schnellen Richtungswechseln macht sich dieser verbesserte Halt bemerkbar. Ich hatte auf allen getesteten Untergründen – Asphalt, Schotter, Pflastersteinen sowie in Kombination mit Feuchtigkeit – stets einen zuverlässigen Grip.

Einsatzgebiet

Da gibt es nicht viel zu sagen, außer – schnell muss es werden. Ein Schuh für die schnellen Trainings- und Intervalleinheiten oder für den Wettkampf. Ob 5km, 10km, einen Halbmarathon oder sogar Marathon – der Endorphin Speed 4 ist bereit für das Aufstellen neuer persönlicher Bestzeiten.

Fazit

Der Saucony Endorphin 4 Speed ist ein Hochleistungsschuh für Läuferinnen und Läufer, die auf der Suche nach persönlichen Bestzeiten sind. Mit seinem leichten Design, seiner reaktionsfreudigen Dämpfung und seiner beeindruckenden Leistung auf der Strecke ist er der ideale Begleiter für schnelle Tempoläufe und Wettkämpfe.

Mein größtes Problem ist nun, welchen Schuh nehme ich denn nun für einen Wettkampf? 😉 Den Endorphin Elite, den Kinvara Pro oder doch den Endorphin Speed 4? Spontan würde ich sagen, beim nächsten Halbmarathon wage ich eine neue Bestzeit mit dem Endorphin Speed 4 zu laufen. Und ich habe da ein sehr gutes Gefühl …

Test: LOWA Fortux GTX

Ein bayerisches Unternehmen mit einer langen Tradition (feierte 2023 ihr 100jähriges Jubiläum) und sehr viel Bergerfahrung! Angesiedelt im schönen Jetzendorf und der Mission in Europa die Schuhe herzustellen und sich Nachhaltigkeit auf die Fahne zu schreiben. Das ist LOWA.

Im Jahr 2022/23 hat sich auch LOWA dann ebenfalls in die Trailrunningsparte vorgewagt. Ich habe den Weg nun die letzten Monate verfolgt, viel positives gehört und gelesen und war nun zu neugierig, weshalb ich direkt bei LOWA nach einem Testexemplar angefragt habe. 

Nun liegt ein paar Schuhe vor mir und ich bin mehr als gespannt, diese Schuhe auf die Trails auszuführen!

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

TECHNISCHE DATEN 

  • reißfestes Jacquard Obermaterial (dank robuster PU-Fäden REPTEX Sport)
  • Anm.: PU steht für Polyurethan – ein weicher Kunststoff, mit sehr guten Dämpfungs-eigenschaften
  • integrierter GORE-TEX Membran (GTX invisible Fit-Technologie)
  • LOWA TRAC Ultra Sohlensystem
  • DYNEVA-Zwischensohle mit hohem Rebound Effekt (EVA = Ethylen Vinylacetat)
  • leicht gebogenere Rocker-Shape für ein effizientes Abrollen
  • Gewicht: 330g pro Schuh (UK 8)
  • UVP: 180,00 Euro

Der FORTUX GTX wird es in je vier Farben geben – bei Männern in den Kombinationen Dune/Flame, Rauchblau/Rost, Oliv/Avocado und Schwarz/Weiss. Bei den Frauen in den Farben Arktis/Rose, Dune/Grape, Seegras/Melone und Schwarz/Weiss.

ERSTER EINDRUCK / PASSFORM

Ich habe die Farbkombination DUNE/FLAME vor mir liegen. Dune wie der Name schon sagt, eher Sandfarben / beige und FLAME ein knalliges Orange. Interessante, aber gelungen. Der Schuh bringt ordentlich Gewicht mit, wirkt aber sehr gut verarbeitet und vorallem robust. Da stellt sich direkt die Frage, eher leichter Wanderschuh oder schwerer Laufschuh? Lasst es uns herausfinden, ob das Gewicht so einen hohen Ausschlag beim Laufen gibt.

Ich bin das erste Mal in die Schuhe zu einer kleinen Wanderung im Kaisertal reingeschlüpft. Passform ist sehr angenehm, das Schnell-Schnürsystem kennt man so hauptsächlich von Salomon. Doch zu 100% ist es aus meiner Sicht nicht gelungen. Ich kann meine Füße gut fixieren, doch wohin mit den baumelenden Senkeln? Ein kleines Gummiband ist vorne angebracht, doch das hält es nicht zu 100% fest. Ich habe mir so beholfen, dass ich die Plastikkappe unter die Schnürung eingefädelt hat. Das klappt gut! 😉

Wer jedoch damit letztendlich nicht klarkommt, findet im Lieferumfang noch klassische Schnürsenkel.

Die Schuhe tragen sich, trotz etwas “steiferem” Obermaterial sehr angenehm. An der Ferse könnte es noch etwas enger sitzen, aber sonst bin ich mit dem ersten Eindruck sehr zufrieden. Die große Sorge die man bei wasserdichten Schuhen hat, ob die Füße ausreichend Luft bekommen, wenn es doch mal etwas wärmer wird. Bei der Wanderung war zu Beginn es recht warm, dazu noch eine 17kg Tochter auf den Armen oder Schultern, kam ich bei den 300 Höhenmetern ordentlich ins Schwitzen. Doch kein unangenehmes Gefühl an den Füßen. Klimatisch alles top. Auf dem Rückweg kam ein eklig kalter Wind dazu, aber auch hier alles tip top. Wie es im Hochsommer aussieht, muss ich schauen. Diese Erfahrung werde ich noch nachliefern. Auch bei meinen bisherigen Läufen, bei wärmeren Temperaturen (oberhalb 20 Grad) und flotterem Tempo wurde es klimatisch nie unangenehm.

GRIP / PROTEKTION

Die Berg-DNA von LOWA ist sofort erkennbar und der Schuh zeigt deutlich seine Eignung für technisch anspruchsvolles, alpines Terrain. Ein sicherer Halt ist dabei stets gewährleistet, was mir besonders bei Familienwanderungen wichtig ist, sei es mit Kinderwagen oder einem Kind auf dem Arm. Der zuverlässige Grip ist auch bei schnelleren Bergtouren unerlässlich. In diesem Test habe ich den Schuh auch unter nassen und matschigen Bedingungen ausprobiert und er hat überzeugt, auch wenn die Originalfarbe “Dune” darunter gelitten hat 😉 Auf nassem Holz zeigt der Schuh allerdings leichte Schwächen.

Die Füße sind in jedem Fall gut geschützt, sowohl von oben als auch von unten. Nicht nur die Zehen, sondern der gesamte Fußrücken ist sicher umhüllt. Die Sohle ist sehr stabil, so dass weder Steinchen noch andere spitze Gegenstände von unten Druck ausüben können, bleibt dabei aber flexibel genug fürs Laufen.

Da es sich um einen Schuh mit GoreTex (GTX) handelt, habe ich auch seine Wasserdichtigkeit getestet, indem ich einfach in einen See gestanden habe. Zwar bin ich nicht geschwommen, stand aber einige Zentimeter tief im Wasser, ohne dass Feuchtigkeit eindrang. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass bei GTX-Schuhen, einmal eingedrungenes Wasser von oben, nicht so schnell entweichen kann.

LAUFEIGENSCHAFTEN

Mit einem Gewicht von etwa 400 Gramm pro Schuh in meiner Größe erscheint der Schuh zunächst eher als leichter Wanderschuh denn als Laufschuh. Doch ich wollte ihm eine faire Chance geben und ihn im Laufeinsatz testen. Der Schuh ist mit einer Rocker-Shape-Platte in der Zwischensohle ausgestattet, die ein verbessertes und dynamischeres Abrollverhalten fördern soll. Zwar konnte ich diesen Effekt nicht direkt spüren, das heißt jedoch nicht, dass das System nicht effektiv arbeitet.

Die ersten ein bis zwei Kilometer meiner Route führen mich überwiegend über Asphalt, bevor es bergauf auf einer Schotterpiste in meine bevorzugten Trailabschnitte geht. Dort erwarten mich vorwiegend Schotterwege, verwurzelte Waldpfade und weiche Böden, aber auch einige steinige Passagen. Es gibt definitiv viele Streckenabschnitte, auf denen man das Tempo gut anziehen kann. Und das muss man dem Fortux GTX lassen, er rollt vor sich hin und fühlt sich wie ein Laufschuh an 😉

Der Schuh ist dynamischer als der erste Eindruck vermittelt. Dennoch wird schnell deutlich, dass er nicht darauf ausgelegt ist, eine Rennsemmel zu sein – und das muss er auch nicht sein. Ich betrachte den Fortux GTX vielmehr als einen zuverlässigen Begleiter für ausgedehnte Läufe in alpinen Landschaften. Hier stehen Stabilität und Unterstützung im Vordergrund, während extreme Wendigkeit weniger entscheidend ist.

EINSATZGEBIET

Der LOWA Fortux GTX ist speziell für den Einsatz beim Trailrunning und in alpinen Umgebungen konzipiert. Er eignet sich, dank seiner Stabilität, besonders gut für lange Läufe auf anspruchsvollem Gelände.

Insbesondere in technischem Terrain und bei Anstiegen zeigt der Schuh seine Stärken und überzeugt mich wirklich. Beim Abstieg hingegen fällt die geringere Agilität auf, was andere Modelle anderer Hersteller definitiv besser können. Auf ebener Strecke läuft und rollt er jedoch sehr gut. Ob auf Schotterpisten, Waldwegen oder in alpinem Gelände – hier spürt man sofort die jahrelange Outdoor-Erfahrung von LOWA.

FAZIT

Der LOWA Fortux GTX bietet einen soliden Einstieg in das Trailrunning-Segment, oder wie LOWA es nennt, das “All Terrain Running”.

LOWA macht vieles richtig. Sie haben natürlich die jahrzehntelange Erfahrungen im Bergumfeld. Positiv zu erwähnen sind die gute Protektion, der Grip und die Passform. Potenzielle Verbesserungen sehe ich jedoch noch im Bereich des Gewichts, was sich auf die Laufeigenschaften und die Agilität auswirken kann, sowie in Bezug auf das Schnürsystem.

Die Schuhe machen zweifellos Spaß, sind aber keine reinrassigen Trailschuhe. Sie tendieren eher zu leichteren und flotteren Wandermodellen, die dazu ermutigen, ein höheres Tempo anzuschlagen. Dennoch sind sie keine High-Performance-Schuhe für extreme Geschwindigkeiten. Daher sehe ich sie eher als Trainingsbegleiter für feuchtere und schneereichere Tage anstatt für Wettkämpfe.

Für Einsteiger ins Trailrunning, die gelegentlich auch wandern gehen, dürften die Schuhe eine sehr gute Wahl sein. Für erfahrene Läufer lohnt sich der Blick auf die Schuhe für die Trainingsrotation.

Eines ist jedoch sicher: LOWA sollte in den kommenden Jahren im Bereich des Trailrunnings im Auge behalten werden.

Einsatzgebiete – Laufuntergründe

Nicht jedem ist immer zu 100% klar, was hinter den Laufuntergründen steckt, wenn ich z.B. davon schreibe für technisches Terrain. Technisch kann bereits vorliegen, wenn besondere Witterungsbedingungen vorliegen, wenn Hindernisse vorhanden sind oder man mehr klettert anstatt läuft. Es kann sehr vielfältig sein. Um dies zu vereinfachen, werde ich hier die Untergründe darstellen und bei den Tests der Laufschuhen die Kategorieren angeben.

UntergrundSchwierigkeitBild
WaldbodenNiedrig, kann im Herbst
heimtückisch mit unter Laub
versteckten Wurzeln sein.
AsphaltNiedrig
EisHoch, egal ob mit Straßen- oder
Trailschuhen es ist kein sicheres
Vorankommen gewährleistet.
Hier sind Grödel / Spikes unverzichtbar.
SchneeMittel. Abhängig vom Ursprungsuntergrund.
Schnell auf Straße und Waldboden macht
einfach Spaß. Schnee im alpinen Umfeld,
kann sehr fordernd, aber auch gefährlich sein.
Schotter – FortgeschrittenLeicht / mittel. Größere Steine können eine
Herausforderung sein, besondern beim Downhill.
Jedoch sind es gut ausgebaute Wanderwege
und daher kein technisches Terrain.
Schlamm / MatschMittel / schwierig. Je nachdem wie tief
der Matsch ist, sowie beim Up-/Downhill
kann dies sehr fordernd sein.
SchotterEinfach. Auf normalen Wegen, keine besondere
Herausforderung. Beim Downhill kann man
bei runderen Steinen wegrutschen.
Alpin / technisches TerrainSchwierig. Große Steine, steile Passagen – kein
Laufen mehr möglich. Hier ist Trittsicherheit wichtig
für das eigene Leben. Oft sind es schmale Wege / Grate
in großer Höhe und beim falschen Auftreten kann dies böse Ausgehen.

Test: Salomon Genesis

Salomon beschreibt den Genesis als einen Trailrunningschuh, der Komfort bietet, Selbstbewusstsein stärkt und gleichzeitig dynamisch, flexibel und abenteuerlustig ist. Konzipiert für Langlebigkeit und höchste Präzision in schwierigem Gelände, bietet er dank des auf dynamische Unterstützung ausgerichteten Chassis und des zuverlässigen Grips die nötige Sicherheit auf den Trails. Doch wie unterscheidet sich der Genesis von seinem großen Bruder, dem S/LAB Genesis? In diesem Artikel werde ich darauf eingehen.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

TECHNISCHE DATEN

  • Sprengung: 8mm
  • Kategorie: Trail / Neutral
  • UVP: 150 Euro
  • Gewicht: 242g (Damen) / 269g (Herren) – in meiner Größe EU46,5 = 320g

PASSFORM

Der Genesis sitzt eng am Fuß (enger als der S/LAB) und bietet einen festen Halt, besonders in schwierigem Gelände. Das steife Obermaterial schützt den Fuß vor äußeren Einflüssen und gibt ein Gefühl der Sicherheit, auch auf anspruchsvollen Trails. Im Umkehrschluss schmiegt sich der Schuh somit nicht so sanft um die Füße, wie bei Schuhen mit weicherem Obermaterial.

Apropos Obermaterial – auch hier hat Salomon Matryx verwendet. Matryx ist laut Salomon ein leistungsstarkes Material (mehr Informationen findet ihr auf der Seite von Salomon). Es ist nicht nur leicht, sondern auch abriebsfest, besonders robust und atmungsaktiv. Es soll auch bequem sein, aber wie oben geschrieben ist dies ein subjektives Merkmal. Was ich aber definitiv bestätigen kann, es ist robust und protektiv im Outdooreinsatz!

LAUFGEFÜHL / GRIP

Beim Laufen überzeugt der Genesis mit einem geschmeidigen Abrollverhalten und einer überraschend guten Performance sogar auf Asphalt. Der Grip ist ausgezeichnet, insbesondere in alpinem Terrain, wo sich der Schuh wie zu Hause fühlt.

EINSATZGEBIET

Der Genesis ist ideal für technische Trails geeignet (Anm. eine Einteilung der Einsatzgebiete findet ihr hier). Von Schnee über Matsch bis hin zu alpinem Untergrund und felsigen Passagen bewährt er sich in verschiedensten Bedingungen. Die straffe Sohle vermittelt ein gutes Gefühl des Untergrunds und bietet gleichzeitig Unterstützung und ausreichend Dämpfung für lange Strecken. Besonders in Bergregionen gibt er ein sicheres Gefühl.

FAZIT

Obwohl ich keinen direkten Vergleich zum S/LAB Genesis ziehen kann, hat mich der Genesis in vielen Punkten überzeugt. Er bietet ein gutes Laufgefühl und Sicherheit in schwindelerregenden Höhen. Gerade alpin muss man sich auf seinen Schuh verlassen können und das konnte ich mit dem Genesis. Durch sein stabiles Obermaterial ist man auf technischen Trails gut geschützt und kann sich in die Trail-Abenteuer stürzen. Zu Beginn, zumindest ich, musste sich erstmal an die engere Passform gewöhnen. Letztendlich war es aber nicht unangenehm eng. Die Füße und der Genesis brauchen ihre Zeit um sich kennenzulernen. Seine Stärken zeigt er besonders in technischen Regionen, und das zu einem fairen Preis. Wer einen zuverlässigen Schuh für Training und Wettkämpfe auf technischem (alpinen) Terrain sucht, sollte unbedingt zugreifen!

Test: Saucony Ride 17

Ein weiterer Klassiker aus der Saucony Reihe hat mich erreicht. Der Neutralschuh Ride in seinem jährlichen Update – der Ride 17 ist auf dem Markt. Und ja, es hat ein wenig gedauert bis der Test und somit dieser Artikel endlich fertig sind.

Ich muss ehrlich sein: in der Vergangenheit bin ich nur seinen direkten Bruder mit Pronationsstütze gelaufen, den Guide. Ein vielseitiger Schuh, der mich lange im Training, bei meinem ersten Halbmarathon sowie Marathon sicher ins Ziel brachte. Und nun liegt der Ride vor mir. Ich war extrem gespannt wie er sich laufen wird. Gerade nach den bisherigen (positiven) Erfahrungen mit dem Triumph, Tempus und Kinvara ebenfalls aus dem Hause Saucony.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

Daten & Fakten

Der Ride hat ein vollumfängliches Update erhalten. Lediglich bei der Sprengung ist sich Saucony treu geblieben. Auch dieses Modell hat wieder die 8mm. Jedoch beim Schaum PWRRUN+, dem Obermaterial, als auch der Passform gab es Optimierungen.

Faktensheet:

Kategorie: Trainingsschuh / Allround

Unterstützung: Neutral

Dämpfung: PWRRUN+

Sprengung: 8mm (35mm / 27mm)

Gewicht: 282g Herren / 238g Damen

In meiner Größe EU46,5 bringt der Ride 327g pro Schuh auf die Waage.

UVP: 155 EUR

Insgesamt bietet Saucony je vier Farben für Männer und Frauen an. Mir liegt er in der Farbe white/fizigold vor. Wieso jedoch ausgerechnet die Fußspitze in weiß sein muss, denn lange wird sie es nicht sein 😉

Erster Eindruck & Passform

Der Schuh ist im Vorfussbereich am Obermaterial etwas breiter geschnitten (eine der Optimierungen zum Vorgänger), dies hat zur Folge dass er etwas schlabriger und luftiger wirkt. Ein neues Gefühl, dass ich bis dato bei Saucony Schuhen noch nicht kannte. Saucony Schuhe sind generell weiter, weshalb ich super mit ihnen klar komme. Doch der Ride hat noch eine ganze Schippe zugelegt. Weshalb ich hier eher auf eine halbe Nummer kleiner tendieren würde. Nach einigen Läufen und der gezielten Anpassung der Schnürung habe ich meinen Weg und inneren Frieden mit dem Ride gefunden und es läuft seitdem richtig gut.

Die Schuhe schmiegen sich sanft um die Füße, eine angenehme dezente Polsterung rundet dieses Gefühl ab.

Die Qualität und Verarbeitung ist gewohnt gut. Das weiche, atmungsaktive klassische Mesh-Obermaterial ist angenehm am Fuß zu tragen, bietet eine hohe Flexibilität 🙂 

Am Mittelfuß und der Ferse hat man einen guten und angenehmen Halt. Die Materialien sind alle weich und angenehm am Fuß zu tragen. Nichts drückt oder reibt, daher Druckstellen sind ausgeschlossen. 

Was leider immer wieder bei Saucony Schuhen passiert, dass sich die Schnürung von alleine öffnen kann! Das Phänomen habe ich schon immer gehabt, daher unbedingt mit Doppelknoten sichern. Dann geht nichts schief 😉 Doch nach über acht Jahren Saucony-Erfahrung könnte hier nachgebessert werden.

Sohle

Gleichgeblieben sind die standardmäßigen 8mm Sprengung. Jedoch bei der überarbeiteten PWRRUN+ Mittelsohle spürt man eine moderate Dämpfung (im Gegensatz zum Triumph, der viel komfortabler ist), sowie eine leicht spürbare Energierückgabe. Ein starkes federn und bouncen wird euch der Schuh nicht geben, macht das Gefühl beim Laufen aber auch nicht schwammig, sondern etwas direkter. Zur Einordnung: ich sehe ihn als Mittelding zwischen dem straffen flotten Kinvara und dem gut gedämpften gemütlichen Triumph.

Die Außensohle eignet sich für klassiche Untergründe wie Asphalt, gepflasterte Wege, Schotter- und Waldwege. Unter der Voraussetzung, dass es trocken ist. Auf Asphalt kommt er auch bei Regen klar, doch Vorsicht ist bei Kopfsteinpflaster oder Metalltreppen geboten.

Vergleich

Was unterscheidet den Ride 17 zum Triumph 21?

Beides sind neutrale Laufschuhe für den Allroundeinsatz, mit einer PWRRUN+ Sohle. Der Triumph hat jedoch etwas mehr Schaum in der Ferse, für ein noch bequemeres weicheres Gefühl, als beim Ride. Dafür hat der Ride eine etwas breitere Sohle.

Kleine Unterschiede, kleine Nuancen, mit großen Auswirkungen im Laufgefühl

Von links nach rechts: Tempus, Ride 17, Triumph RFG

Einsatzgebiet

Ich sehe ihn als klassischen Daily-Trainer. Der Schuh will Kilometer sammeln, und egal wie lang oder kurz dieser Lauf auch ausfallen mag. Ihr findet mit dem Ride 17 einen zuverlässigen Trainingsschuh, der auch bei schwereren Läufe:Innen punktet.

Wer schmale Füße hat, sollte unbedingt schauen, dass ausreichend Halt gegeben ist.

Fazit

Ich durfte in der Vergangenheit bereits viele Saucony Schuhe an meinen Füßen tragen. Und bin hin und hergerissen. Zweifelsohne der Schuh hat Qualität und wird viele Läufer:Innen glücklich machen. Ein zuverlässiger Laufschuh für ein breites Einsatzspektrum. Er wird mich sicherlich im Training weiterhin begleiten. Ich denke, gerade nach Trailwettämpfen wird es der perfekte Schuh für den Regenerationslauf oder aber, um den Füßen etwas Freiraum zu bieten 😉

Test: Craft Endurance Trail

Seit einigen Jahren hat sich auch Craft Sports, das Sportunternehmen aus Schweden in die Laufschuhbranche gewagt. Zu Beginn mit ihren Straßenmodellen und seit letztem Jahr dann endlich auch auf die Trails. Heute möchte ich euch einen Schuh vorstellen, den ich in den letzten Wochen ausgiebig getestet habe: den Craft PRO Endurance Trail. Dieser Schuh ist bereits seit letzter Saison auf den Markt, daher handelt es sich um das 2023er Modell und keine Neuauflage!

Der Schuh ist für das Laufen auf mittelschweren Trails, Feld- und Wiesenwegen und gelegentlichen Straßenabschnitten konzipiert. Er soll eine hohe Dämpfung, Reaktionsfähigkeit und Komfort bieten, ohne dabei an Stabilität und Grip zu verlieren. Ob er dieses Versprechen halten kann, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

Technische Daten

Craft gibt auf ihrer Seite folgende technischen Daten zu diesem Schuh an:

Der Schuh hat eine Sprenung von 9mm und verfügt über eine durchgehende Px Foam™-Zwischensohle, die lt. Hersteller in Kombination mit einer optimalen Bauhöhe für einen explosiven Zehenabdruck, eine federleichte Landung und einen effizienten Schritt sorgen soll. Die mittelhohe, mit Stollen versehene Außensohle sorgt für maximalen Grip auf mittelschweren Trails und ist auch auf Straßen und leichten Trails einsetzbar. Das einteilige Mesh-Obermaterial passt sich dem Fuß an und bietet Komfort und Halt bei jedem flinken Schritt. Der Laufschuh zeichnet sich durch sein einfaches Design aus und bietet reine Off-Road-Performance. Enge Passform im Fersen- und Mittelfußbereich mit hervorragendem Halt und zusätzlichem Platz im Vorfußbereich für überragenden Komfort und Leistung.

Der Px Foam™ ist ein ultraleichter Zwischensohlen-Schaumstoff, der eine hohe Energierückgabe bei hoher Stoßfestigkeit und Flexibilität bietet. Bei der Herstellung wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. Es wird lediglich ein einziger, natürlicher Schaumstoff verwendet und dabei auf chemische Vernetzungsmittel verzichtet. Das Verfahren ist ungiftig und umweltfreundlich. Darüber hinaus sind die Roh- und Fertigmaterialien vollständig wiederverwendbar. Der innovative Schaumstoff hat eine extrem niedrige Dichte und ist damit bis zu 20 % leichter als herkömmliches EVA.

In meiner Größe (EU 46,5) hat er ein sattes Gewicht von 350g pro Schuh. Das ist alles andere als ein Leichtgewicht. Aber nur weil der Schaum leichter als EVA-Schaum ist, heißt es ja nicht, dass der Schuh deshalb leicht sein muss 😉

Erster Eindruck

Beginnen wir mit der Optik. Und ich muss sagen, der erste Blick auf die Schuhe, der Aufbau und die Farbgebung (Anm.: Clay) gefallen mir sehr gut. Doch letztendlich sind die inneren Werte bei einem Laufschuh entscheidend. Gehen wir in die Details:

Das Obermaterial ist ein luftiges, dennoch robustes Mesh. Sowohl der Fersen-, als auch der Zehenbereich ist besonders geschützt.

Die Zunge ist mit dem Innenschuh verbunden, um ein Verrutschen zu vermeiden. Der Schuh hat ein herkömmliches Schnürsystem mit griffigen Senkeln, die jedoch etwas lang ausfallen und keine Verstaumöglichkeit bieten. Um einen Doppelknoten kommt ihr hier nicht vorbei.

Der Außensohle sieht man sofort an, dass sie kein reinrassiger Trailschuh sein will und kann. Das Profil . Daher bin ich gespannt, wie sich die Sohle auf anspruchsvollen Trails macht.

Als ich die Schuhe zum ersten Mal bei einer kleinen klassichen Runde um den Hechtsee bei Abenddämmerung ausgeführt hatte, wollte ich sie direkt nach dem Lauf direkt wegfeuern. Es fing gut an, es dauerte paar Minuten bis sich die Füße an die Schuhe gewöhnten und man sich auch an deren Laufeigenschaften gewöhnte. Leichtes federndes Aufkommen, gutes Abrollen – hier spürte man definitiv die Straßen-DNA des Schuhs. Ich beschleunigte, lief gemächlich, nahm Anstiege mit und fand immer mehr Gefallen daran. Dann wurde es bereits recht dunkel und es ging abwärts. Die Trails waren mit nassem Lauf bedeckt. Steine und Wurzel nicht sichtbar. Erst recht nicht, bei Dunkelheit 🙂 Ich ließ es rollen und einmal knickte mein rechter Fuß rechtwinklig ab. Beim Aufkommen blöd auf die Ferse gekommen und den Halt verloren. Und hier kommt die Krux bei diesem Schuh. Der Fersenbereich ist schmal gehalten, ähnelnd einem Keil, daher die Fläche die Bodenkontakt hat ist geringer. Bedeutet man kippt und knickt leichter, wenn man mit Ferse aufkommt. Viele Läufer laufen über die Ferse bzw. nach langen Läufen lässt auch die Konzentration und Kraft für einen anderen Laufstil nach oder man ist einfach Fersenläufer und mir persönlich passiert dies Downhill recht häufig. Und somit ist Gefahr bei solch eine Konstruktion gegeben. Ich habe die Schuhe danach nicht an die Wand geworfen, jeodch beim Laufen immer im Hinterkopf keine technischen Downhill Passagen einzubauen 😉

Passform

Die Passform ist etwas gewöhnungsbedürftig für mich und meiner Fußform. Die Schuhe sind etwas enger geschnitten. So wirbt auch Craft mit, mit einer engen Passform im Fersen- und Mittelfußbereich, jedoch mit extra Platz im Vorfußbereich. Dies kann ich so jedoch nicht bestätigen, denn hier laufen sie schmaler zu den Zehen hin. Für meinen Geschmack hätte man den Zehen etwas mehr Freiraum bieten können.

Der Schuh sitzt jedoch dadurch gut und fest am Fuß. Ich habe direkt meine Einlegesohlen eingelegt und mit der Zeit lief es gut.

Grip und Einsatzgebiet

Kommen wir noch einmal auf die Sohle zurück. Lt. Hersteller ist das Einsatzgebiet mittelschwerer Trails und auch auf Straßen und leichten Trails einsetzbar. Den zweiten Satz trifft es hier ganz gut. Das Profil ist meiner Meinung nach für Straßen, Waldwege und Schotterwege ausgelegt. Daher für laufbare flowige Trails. Auf technischen Trails oder auf feuchtem Untergrund ist der Endurance Trail definitiv nicht geeignet. Das erkennt man auch an den nicht aggressiven und kurzen Stollen.

Fazit

Der Trailschuh aus dem Hause Craft ist definitiv ein solider Schuh der vieles richtig macht. Bei diesem Schuh ist es wichtig, diesen vorher ausgiebig anzuprobieren, ob die Passform kompatibel zum Fuß ist und wie der Eindruck im Fersenbereich ist. Das muss einfach passen. Testet bitte diese Schuhe ausgiebig im Geschäft, bevor ihr zuschlagt!

Fürs Auge gibt der Schuh viel her, er macht einen wertigen Ausdruck und ist ein sehr lauffreudiger Schuh. Für mich ist dies ein Hybridschuh. Ein Trainingsschuh für die langen Dauerläufe über 20-30 km, bei der man seine lange Runde durch den Wald oder auf Schotterpisten läuft. Auch auf der Straße gibt es er eine gute Figur ab und kann ordentlich performen. Doch sobald es abseits der befestigten Wege auf technischen Untergrund geht, ist dieser Schuh definitiv bei mir raus.

Und noch was: liebes Craft Team – warum färbt der Schuh so stark ab? Nach mehrmaligen Tragen und nicht allzu langen Einheiten, hatte ich bei der letzten Einheit anstatt weiße pinkfarbene Socken. Hier auf dem Foto sehr gut zu erkennen:

Ansonsten bin ich auf den reinrassigen Trailschuh, den Craft im Herbst launchen wird, sehr gespannt. Ich halte euch auf dem Laufenden. Mehr News bald in meiner News Kategorie!

Gear of the year 2023

2023 bin ich viel gelaufen und hatte sehr viel unterschiedliche Ausrüstung auf meinen Läufen dabei. Doch manche sind besonders hervorgestochen, bei anderen Tat mich mir ein wenig schwer und wirkliche Enttäuschungen waren nicht dabei. Das liegt einfach daran, dass sich im Trailrunning Sport so viel getan hat und es letztendlich nur noch Geschmackssache ist, passt die Farbe und der Schnitt!

Wir fangen oben an. Kopfbedeckung gab es keine wirklichen Highlights, weder bei Wintermützen noch bei Caps. Jedoch bei der Technologie.

Kopfhörer – Suunto Wing

Kopfhörer – hier gibt es inzwischen unfassbar viele auf dem Markt – doch Suunto konnte mich mit dem Wing überzeugen. Seit dem Test trage ich bei Wind und Wetter diese Kopfhörer. Auch wenn es mit einer Wintermütze etwas Fummelei gibt, kann ich mich über das Tragen nicht über Beeinträchtigungen beschweren… zum Bericht.

Uhr – Suunto Race

Und ein weiteres technisches Schmankerl. Die Suunto Race. Eine AMOLED Outdoor Uhr – mit allem was das Herz da draußen begehrt. Vorallem das stechend scharfe Display sowie die reaktionsschnelle Navigation wussten zu überzeugen… zum Bericht.

Rucksack – Dynafit Ultra 12 Laufweste

Laufwesten bzw. Trailrunning-Rucksäcke gibt es inzwischen von jeder Marke, in verschiedenen Größen, mit unterschiedlichsten Merkmale. Ich hatte in meinen Jahren als Trailrunner von etlichen Marken die Laufwesten im Einsatz. Immer störte mich etwas. Doch neben den Modellen von Salomon, konnte nun endlich auch Dynafit wieder überzeugen. Sie hatten auch zuvor bereits gute Laufwesten, doch seit 2023 wieder richtig starke. Ich hatte die Ultra 12 beim CTR, Hochkönigman, TAR, Trails2Tegernsee, als auch im Training an und mich konnte er absolut überzeugen. Sitzt fest und sicher am Körper, viele Verstaumöglichkeiten für Gels & Riegel, Handy, Taschentücher, Jacke und jegliche Pflichtausrüstung bei Wettkämpfen. Es gibt drei Möglichkeiten die Stöcke unterzubringen. Dies funktioniert, jedoch kommt nichts an einen Köcher ran. Und ein Vöglein hat gezwitschert, dass 2024 Dynafit auch hier etwas auf den Markt bringen wird 😉

Shirt Kurz – Dynafit Ultra S-Tech Shirt

Sport Shirts – was soll man dazu viel sagen? Es gibt sie in allen Farben, Größen, Materialien – doch dieses Jahr hat mich das Ultra S-Tech Shirt von Dynafit überzeugt. Auch wenn ich eigentlich kein Freund hautenger Klamotten bin, die Bewegungsfreiheit war durch das 4-Wege Stretch absolut gegeben. Kombiniert mit nahtlosem Design. Perfekt. Dazu die Atmungsaktivität und das Feuchtigkeitsmanagement, das einfach funktioniert.

Ich habe das Shirt vor allem unter extrem heißen Bedingungen stundenlang getragen und es hat mich nie im Stich gelassen. Es überzeugte mich durchweg! Tolles, aber nicht ganz günstiges Shirt. Doch, lieber ein zwei richtig gute Shirts im Schrank als 20 durchschnittliche 😉

Shirt Lang – Dynafit Alpine L/S Tee

Es wird aber auch mal frischer und kälter. Und ich greife ungern immer direkt zu einer Jacke. Auch hier gibt es ein tolles Kleidungsstück aus dem Hause Dynafit. Das Alpine L/S Tee – es ist etwas dicker, aber überzeugt gerade in alpiner Umgebung. Sobald es kühler und windig wird, aber es noch keine Minusgrade gibt, ist dies einfach ein tolles Stück Stoff. Zudem mit Kapuze ausgestattet, wenn es doch mal etwas frisch um die Ohren wird.

Jacke – kein Highlight für 2023

Hose – Dynafit Ultra 2/1 Shorts

Ich hatte viele tolle Trailrunning-Hosen im Test und im Einsatz gehabt. Für mich ist die Hose ein entscheidendes Kleidungsstück bei Trail- und Ultraläufen. Weniger das Shirt, sondern die Shorts! Sie muss gut sitzen, bequem sein, es darf nichts reiben und es müssen auch noch paar Taschen dran sein. Die Ultra 2/1 Shorts von Dynafit hat mich das ganze Jahr zuverlässig begleitet. Bei der Farbe, die ich im Einsatz hatte, sah man leider sofort jeglichen Wasser- oder Schweißfleck 😉 Aber das war auch das einzige Manko. Eine tolle Shorts, mit vielen Taschen und auch robuster als sie im ersten Augenblick wirkt. Bin paar mal über Eis- und Schneeflächen gerutscht und man hat im Nachgang einfach gar nichts gesehen. Wer noch Shorts für die neue Saison sucht, werft einen Blick auf die Ultra Shorts.

Schuhe Trail – Dynafit Ultra 50 & Topo MTN Racer 3

Hier muss ich zwei paar Trailschuhe nennen. Zum einen die Dnyafit Ultra 50 ´23er Modell – ich hatte bereits vor meiner Zeit als Trailhero das Vorgängermodell und aus der Produktpaletten sind es meine Favoriten. Nicht zu eng, gut sitzend und zuverlässig. Ich hatte sie zwischen 10 – 52km im Einsatz – hatte sie auch beim TAR an. Habe nur nach all den Kilometern gemerkt, ne halbe Nummer größer wäre auch nicht verkehrt gewesen – gerade Downhill. Aber hatte jetzt nie blaue Zehen oder sonst was, aber rein vom Gefühl wäre ein wenig größer noch besser gewesen. Auch die Außensohle hat mich im alpinen Umfeld immer sicher zum hoch und auch wieder heruntergebracht. Und nach all den Kilometern erkenne ich auch keine Abhnutzungserscheinungen. Dieser Schuh macht einiges mit! Daher klare Empfehlung.

Ein weiteres Modell ist der Topo MTN Racer 3 – die Überraschung für mich. Hatte vorher noch nie einen Topo getragen, aber vom ersten Moment bequem und ein tolles Laufgefühl. Vorallem die breite Zehenbox, die der Fußform nachempfunden war, machte es für die Füße einfach. Aber auch alles rund um den Schuh passte. Gutes Abrollverhalten, sicherer Grip, agiles Laufgefühl. Da war alles stimmig. Zum Bericht hier entlang.

Schuhe Straße – Saucony Triumph 21

Als Trailläufer trainiert man auch abseits der Trails. Hier konnten mich vor allem die Saucony Triumph 21 überzeugen. Kein flotter Racer, aber ein bequemer gut gedämpfter Schuh, optimal für lange Trainingseinheiten. Zum Testbericht.

Test: Tocsen – crash helmet sensor

Bitte was? Um was geht es denn in diesem Test? Ja, ihr seit immer noch auf dem Trailrunning Blog von mir. Lasst mich ein wenig ausholen, bevor ihr flüchtet 😉 Ab und an teste ich eben nicht nur Trail- / Laufschuhe oder Ausrüstung die fürs Laufen gemacht ist. Es gibt durchaus auch weitere spannende und sinnvolle Gadgets.

Ob nun Tocsen hier ein sinnvolles Produkt auf den Markt gebracht hat, finden wir in diesem Bericht gemeinsam heraus. Doch zuerst schauen wir, was der Tocscen überhaupt ist.

Tocsen ist ein Sturzsensor für den Helm. Ob Fahrrad-, Reit- oder Skihelm – dieser Sensor ruft Hilfe, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.

Aufmachung & Verpackung

Kleine schlichte Packung. In der Packung befindet sich der Tocsen Sensor, das Ladekabel, ein Aufkleber zur Befestigung am Helm, sowie zwei Tocsen Aufkleber. Natürlich noch den QR Code für den Download der notwendigen App.

Funktionsweise

Die Frage die nun berechtigt aufkommt. Wie genau funktioniert der Sensor. Ein kleiner Sensor der Leben retten soll und kann?

Jeder kennt es, nach Feierabend ab aufs Rad oder die Ski und eine Runde durch den Wald oder die Piste runter. Jedoch ist man alleine unterwegs und just an diesem Tag passiert etwas. Obwohl man die Hausstrecke in- und auswendig kennt, lag heute ein Ast oder Stein im Weg oder die Bodenbeschaffenheit war eine andere. Und schon ist es passiert – ein unvermeidlicher Sturz. Der Sturz ist jedoch so schlimm, dass man aus welchen Gründen auch immer keine HIlfe rufen kann.

Kurzbeschreibung des Herstellers:

“Der Tocsen Sturzhelmsensor für alle, die öfter mal alleine unterwegs sind. Ob auf dem Fahrrad, zu Pferd oder mit Ski – sei auf deinen Outdoor-Abenteuern auf der sicheren Seite! Der Sensor, am Helm montiert, alarmiert sofort nach einem Sturz automatisch deine Notfallkontakte per SMS (kostenlos) und Tocsen App sowie die Rettungsgemeinschaft in der Nähe.

Mit Tocsen sicher alleine unterwegs

Die Tocsen Rettungsgemeinschaft ist deine sportarten- und markenübergreifende Ersthelfer-Community. Radfahrer, Wintersportler, Reitsportler, Wanderer, etc. helfen sich gegenseitig! Mit dem Download der Tocsen App kann jeder Mitglied der Rettungsgemeinschaft und Ersthelfer werden, auch ohne selbst einen Tocsen Sturzhelmsensor zu besitzen.Und keine Sorge – falls du stürzt und nichts schlimmeres passiert ist, kannst du jederzeit aus der App Entwarnung geben.”

Daher umso größer die Community wächst, um so sicherer ist man unterwegs.

Handling

Der Sensor ist schnell am Helm angebracht und die App simpel konfiguriert. Was direkt auffällt – es gibt nur einen Aufkleber, um den Sensor zu befestigen. Ist der Sensor am Helm, klebt er auch genau an diesem Helm. Wer mehrere Helme hat, kann nicht einfach den Sensor abnehmen und an den anderen Helm kleben. Das macht das Handling natürlich speziell. Wollt ihr den Sensor aufladen, dann mit Helm. Wollt ihr den Sensor an mehreren Helmen tragen, benötigt ihr mehrere Sensoren. Inzwischen bieten auch einige Hersteller bereits integriere Tocsen Senoren in den Helmen. Definitiv etwas ästhetischer.

Alle Einstellungen werden über die App gesteuert. Hier kann der Sensor via Bluetooth verbunden werden, man sieht den Ladestand des Akkus und die aktuell installierte Version.

Zudem kann man erkennen, ob es eine Community in der Nähe gibt.

Weitere Einstellmöglichkeiten sind die eigenen Notfallkontakte oder eben den Tocsen Plus Premiumschutz zu aktivieren.

Die Notfallkontakte werden via SMS kontaktiert.

Mehr Informationen erhalten die Notfallkontakte erst einmal nicht. Außer sie gehen übrer den Link oder installieren sich die App ebenfalls.

Einen Alarm kann simuliert werden. Dadurch werden die eigenen Kontakte kontaktiert, indem man den Sensor leicht schüttelt. Und es funktioniert direkt. Mit der Anzeige auf der App kann man jederzeit den Alarm beenden, falls der Sturz (oder in diesem Fall die Simulation) nicht so schlimm war.

Zu beachten: ohne Empfang oder ohne Verbindung zum Mobiltelefon keine Alarmierung. Auch natürlich nicht, wenn der Akku des Sensors oder Telefons leer ist 😉 Daher achtet vor Euren Aktivitäten alles aufgeladen zu haben!

Add-Ons / Zusatzservices

Es gibt den Tocsen Premiumschutz. Hier wird einem ein 24/7 Notruf-Service angeboten. Daher sind die Notfallkontakte nicht erreichbar, und auch niemand aus der Tocsen Rettungsgemeinschaft um die Ecke, hat man die Anbindung an eine zentrale Leitstelle. Somit wird automatisch in einer kritischen Situation die lokalen Rettungskräfte alarmiert. Weitere Vorteile sind eine integrierte Versicherung und ein Austausch Service des Sensors bei Defekt. Dieser Service kostet aktuell (Stand 12/2023) 99,00 Euro pro Jahr. Nicht günstig, jedoch für Extremsportler vielleicht ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit.

Fazit

Der Tocsen Sensor ist ein kleines aber feines Gadget was zu mehr Sicherheit auf den Trail sorgt. Zumindest mental fühlt man sich damit in der Natur nicht alleine, im Falle eines Falles. Einige Uhrenhersteller haben dies bereits in ihren GPS-Uhren verbaut. Sobald ein ungewohnter Stopp eintritt, alarmiert die Uhr. Aber in diesem Fall – gerade beim Radln oder Ski fahren ist dies einfach das gewisse Extra. Wer mit einem guten Gefühl los will, macht mit dem Tocsen Sensor nichts falsch. Bei einer UVP von 59,95 Euro auch eine sinnvolle Investition. Jedoch ist der Sensor auch stark von der Community abhängig. Umso mehr die App installieren, umso besser für das gesamte Netzwerk. Ob es die Premiumfunktion noch benötigt, muss jeder selbst einschätzen. Aber nach den letzten Wochen im Test, kann ich den Tocsen uneingeschränkt empfehlen. Die Langzeiterfahrung (Robustheit, Akku) fehlt natürlich, doch hoffe ich, dass die Community weiterhin wächst und der Tocsen ein zuverlässiger Helfer bleibt bei den Abenteuer in den Bergen bleibt!

Die negative Seite bleibt natürlich, dass man diesen Sensor außen am Helm kleben hat und wenn er mal klebt, bleibt er am Helm. Bei vielen Helmen, mehreren Sportarten werden entsprechend auch mehrere Sensoren benötigt. Und natürlich ist der Sensor von der BT Verbindung zum Mobiltelefon abhängig und das Mobiltelefon abhängig vom Empfang. Daher, wenns blöd kommt, stürzt man genau dann, wenn man sich in einem Funkloch befindet!

Test: Salomon Sense Ride 5 (Update / Herren)

Auch ich habe den Salomon Sense Ride 5 noch testen dürfen und möchte den Artikel – mit dem Test des Damenmodells – noch um meine Erfahrungen erweitern.

Da dies bereits mein zweiter Salomon Schuh an meinen Füßen ist, kann ich nun auch die Unterschiede zum Thundercross (siehe Bericht) besser einordnen.

Ich habe die letzten Wochen den Sense Ride 5 auf verschiedenen Runden getragen. Auf Laufstrecken mit einer Kombination aus Asphalt und Waldwegen, leicht alpin oder da nun endlich der Herbst in seiner ganzen Pracht da ist, auch auf feuchten Wurzeln und Blättern. 

Anmerkung: Die Schuhe wurden mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

MEIN ERSTER EINDRUCK

Die Schuhe sitzen gut und (angenehm) eng an den Füßen. Sie schmiegen sich gut an die Füße, somit gibt es kein Rutschen an den Fersen, geschweige am Mittelfuß. Es ist fast nicht notwendig, mit der Quicklace Schnürung hier nachzubessen. Apropos Quicklace. Solangsam gewöhne ich mich tatsächlich an diese Art Schnürung. Sowohl beim richtigen Druck beim Festziehen, als auch die korrekte Verstauung der Senkel. Am Anfang sind diese mir immer mal wieder rausgerutscht. Doch inzwischen klappt dies wie am Schnürchen.

Was mir jedoch gleich auffällt, dass der Schuh etwas straffer gedämpft ist. Habe aus anderen Berichten und aus Erfahrungsberichten gehört, dass er als Allrounder auch eine angenehme Dämpfung hat und somit für jeden was dabei ist. Ich sag mal so: ich Vergleich zum Salomon Thundercross ist er auf jeden Fall straffer und direkter. Das liegt sicherlich an der Außensohle mit 8mm Sprengung, aber auch an der reaktiveren Energy-Foam-Dämpfung an sich. Sie will bequem, aber definitiv direkter sein.

Interessant ist, dass der Sense Ride 5 in meiner Größe 17g schwerer ist, als der Thundercross. Sieht man beide Modelle, würde man eher das Gegenteil denken:

Doch was bedeutet das? Wenn wir uns das Profil anschauen, sind die Stollen bei Weitem nicht so tief (3,5mm) wie beim Schwestermodell (5mm). Dafür haben auch beide Schuhe ihre Daseinsberichtigungen und jeweils ihren Einsatzzweck. Wie schon bei Julia´s Test geschrieben, sind die Sense Ride 5 ein typischer Door2Trail Schuh. Daher könnte man locker im Herbst auf nasser Straße einen 10er mit diesen Schuhen laufen, ohne überhaupt an Trails zu denken. Doch dort will er natürlich hin. Auf die Trails. Ob Wald- oder Schotterwege oder für normale Bergläufe – er ist dabei. Von den Distanzen sehe ich die Schuhe nicht nur auf kurzen Distanzen, sondern locker bis zum Marathon. Für die ganz langen Läufe wäre er mir auf Dauer zu straff. Und auch hochalpin wäre er nicht meine erste Wahl, somit könnte ich sie nicht hier empfehlen. Wird der Boden jedoch zu tief und matschig oder bei Schnee, dann kommt die Außensohle mit ihren Stollen nicht weit.

Noch ein paar Fakten zur Protektion. Die Füße sind ausreichend geschützt, auch im groberen Gelände. Das liegt aber einfach auch an der Trail-DNA von Salomon. Sie wissen was sie tun und geben dies bei all ihren Schuhen weiter.

FAZIT

Der Sense Ride 5 – ein Trailschuh mit dem man nicht falsch macht. Das kann man durchaus so erwähnen. Wer nicht gerade in den Bergen wohnt und für die Wege außerhalb der Stadt einen Schuh mit Profil sucht, ist hier genau richtig. Gerade bei dem lukrativen Preis von 130 Euro lohnt sich ein genauerer Blick auf diesen Schuh.

Doch auch die “Viel”Läufer:Innen in den Bergen sollten sich mit diesen Schuhen beschäftigen. Gerade wenn man am Überlegen ist “nehm ich heute Straßenschuh X oder Trailschuh Y – ach nein, ich nehme einfach den Sense Ride und los gehts“.

Sowohl meine Frau, als auch ich sind häufig mit den Schuhen im Training unterwegs und wurden bisher nicht enttäuscht. Ja, wenn der Boden zu tief und zu nass ist, wird er nicht unsere erste Wahl. Doch für den tieferen Boden, ist ja auch eher der Thundercross vorgesehen. Daher freu ich mich, dass endlich Herbst ist, damit auch der Thundercross seine Stärken ausspielen kann. Daher im Herbst / Winter nehme ich eher den Thundercross und im Frühling / Sommer dann den Sense Ride im Training 🙂

Test: Suunto Race

Suunto – die letzten Wochen und Monate war der finnische Hersteller sehr aktiv. Erst kam die Vertical, eine Highend-Outdoor-Sportuhr, auf den Markt Danach die Ansage, in den Kopfhörer Markt mit dem Wing einzusteigen und nun? Noch eine Sportuhr. Die Suunto Race. 

Ich hatte die Möglichkeit, die Uhr die letzten zwei Wochen intensiv und vor Marktstart zu testen. Ich muss ehrlichweise gestehen, dass ich jahrelanger Garmin-Träger bin und somit erst einmal mit einer neuen Menüführung, anderen Anzeigen und Features mich eingewöhnen muss. 

Natürlich bei solchen Tests, dauert es zwei – drei Tage bis man mit der Software, aber auch mit der Steuerung an sich warm wird. Erst drückt man Knöpfe gewohnt wie bei seiner bisherigen Uhr, dann versucht man intuitiv durch das Menü zu gehen und am Ende stellt man sich immer wieder die Frage: Wo finde ich diese Einstellung? Wo finde ich das Menü? Wie gehts überhaupt los?

Doch zum Glück, gibt es nur drei Knöpfe und vieles ist intuitiv bedienbar. Aber ganz klar, es ist eine Umgewöhnung. Und kleiner Spoiler – selbst nach zwei Wochen find ich nicht alle Einstellungen, die ich mir auf Anhieb wünsche. Aber genauso verwirrend ist es wieder auf das “alte” System umzusteigen.

Auf dem Trailmarkt stechen vor allem Garmin mit deren Outdoor-Zugpferde Fenix und Epix, als auch der Newcomer der letzten Jahre Coros heraus. Polar ist auf den Trails nicht all zu sehr vertreten und wir haben da natürlich Suunto – als Outdoor Spezialist. Viele Profis tragen bereits diese Uhren von Suunto u.a. die Dynafit Athleten Rosanna und Hannes, daher steigt meine Vorfreude und Spannung auf diesen Test.

Anmerkung: Die Uhr wurde mir freundlicherweise vom Hersteller für diesen Test – für zwei Wochen – zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keine Auswirkung auf das TestergebnisDer Artikel wurde von mir verfasst und obliegt keiner Zensur oder Korrektur von Dritten.

ERSTER EINDRUCK

Fangen wir mit dem Auspacken an. Wie bereits bei den Kopfhörer Wing (siehe Bericht) eine sehr durchdachte Verpackung und alles übersichtlich präsentiert.

Doch warum hat Suunto immer noch ein Ladekabel mit USB Anschluss? 😉 Gut, Ladegeräte hat man genügend daheim, aber hier hätte man bereits auf den USB-C Zug aufspringen können.

Hebt man die ultraleichte Uhr (68g) aus Titan aus der Box, legt die beiden Silikonarmbänder mit dem Schnellverschluss an und schon nach wenigen Augenblicken ist die Uhr startklar. Ok – Akku noch prüfen, doch bei Auslieferung hat sie bereits 75% Ladekapazität und natürlich eine Installation der Suunto App macht Sinn. Warum? Weil hier weitere Einstellmöglichkeiten vorgenommen werden können, sowie die SuuntoPlus Apps für weitere Individualisierungen geladen werden können. Nicht zwingend notwendig für den ersten Testlauf, aber wenn will man gleich richtig durchstarten.

Der erste Eindruck passt. Wertige Verarbeitung, tolle Optik und sofort springt dieses AMOLED Display ins Auge. Wenn ich meine Fenix 6X Pro daneben halte, sind das wahnsinnige Unterschiede! Und ja, mir ist bewusst, dass jedes Display seine Daseinsberechtigung hat und es Pros und Cons für beide Welten gibt. Darauf gehe ich gerne später ein.

SCHAUEN WIR AUF DIE TECHNISCHEN FAKTEN

Hier verweise ich gerne auf die Herstellerseite, doch die Fakten dieser Uhr sind:

  • 1,43″ AMOLED Touch Display
  • Digital Crown – die digitale Krone oder schlicht: das Drehrädchen
  • Sapphirglas
  • Offline Karten
  • HRV Recovery Tracking
  • Erweiterte Trainingmetriken
  • 40-45 Stunden Batterie bei höchster GPS Tracking Genauigkeit
  • Wasserdicht bis 100m
  • Gewicht von 69 g in der Titanium Version und 83g in der Steel Version
  • 32 GB Speicher (Titanium) und 16 GB Speicher (Steel)
  • 95 Sportmodi inklusive der Möglichkeit einen eigenen Sportmodus anzulegen

Highlights gegenüber der Vertical sind das Display, die Digital Crown und die HRV (Herzfrequenzvariabilität) – doch zumindest das letztgenannte Feature wird zukünftig (mit dem nächsten Softwareupdate) auch die Vertical haben.

Ein weiterer Unterschied zur Vertical – die Uhr wurde in China hergestellt, nicht mehr in Finnland. Dies hat sicherlich damit zu tun, dass Suunto seit 2022 zum chinesischen Konzern Liesheng Technology gehört, aber auch, dass die Herstellungskosten solcher Technologien dort günstiger sind.

Zu beachten ist, dass diese Uhr keine ANT+ Schnittstelle vorzuweisen hat.

LOS GEHTS

Doch neue Gadgets wollen und müssen ausgiebig getestet werden. Was aber auch bedeutet, ich habe nun zwei Wochen eine Uhr links und eine Uhr rechts am Handgelenk getragen. Ich wollte immer den direkten Vergleich und auch bereits während dem Laufen Informationen und das Handling vergleichen. Für meine Umgebung wirkte das nicht nur seltsam, sondern ich wurde auch desöfteren darauf angesprochen.

Die Suunto und das mitgelieferte Armband aus Silkon lassen sich sehr angenehm tragen. Definitv ein wichtiger Faktor bei einem Gegenstand, den man tagtäglich 24/7 trägt.

Bevor ich losrenne, verbinde ich noch schnell die Uhr mit dem HR Brustgut, dem Stryd PodSensor und .. nee eigentlich genug. Wartet – doch via Bluetooth habe ich noch die Suunto Wing verbunden. Von Kopf bis Fuß mit Elektronik ausgestattet und dabei geht es nur ums Laufen 🙂

Aber jetzt gehts wirklich los! 

Das AMOLED Display hat mich sofort in den Bann gezogen. Ja, es ist nur ein Display und ja, es hat ein klares, gestochen scharfes Bild. Bei solch einem Display hat man immer Sorgen, dass es den Akku schnell leer zieht. Tut es nicht, auch dazu später mehr. 

An die Ansicht der Daten musste ich mich erst gewöhnen. Doch das ging recht schnell und so merkt man zu Beginn leichte Unterschiede beim Puls, den Höhenmeter oder der Distanz. Aber in so einem minimalen Bereich, dass es durchaus im Bereich bleibt. Außerdem weiß ich persönlich nicht, welche Daten der Wahrheit entsprechen 🙂

Ich habe die Uhr für Intervalle, langsame Einheiten, beim Schwimmen, auf über 1.600 Höhe und in der Sauna von 40 – 90 Grad getestet.

Eines vorweg: alles mit Bravur bestanden 😉

HANDLING / STEUERUNG

Schauen wir uns die Steuerung und das Handling im Detail an. Es gibt insgesamt drei Tasten, die sich alle auf der rechten Seite befinden.

Und diese sind großteils auch frei belegbar. So zum Beispiele

  • Rechts oben: Start einer Aktivität / bei langem Drücken, öffnet es z.B. die Karte oder den Wecker
  • Mitte – Digital Crown: Scrollen durch alle Widgets / bei kurzem Drücken = öffnen eines bestimmtem Widget (z.B. Schlafverhalten) bzw. bei langem Drücken öffnet es die Einstellungen
  • Rechts unten: Systemsteuerung / bei langem Drücken = z.B. Taschenlampe / zusätzlich ist es die Zurück-Taste in jedem Menü

Alternativ kann auch direkt über das Touch Display gesteuert werden. Die Shortcuts sind:

  • nach oben wischen: die Aktiväten starten
  • nach rechts wischen: das belegte Widget wird geöffnet
  • nach unten wischen: Liste mit allen Widgets wird angezeigt

Alle Tasten reagieren schnell und bei Verinnerlichung der Funktionen, geht dies auch einwandfrei von von der Hand.

Auch das Display reagiert (meistens) sofort und sauber, jedoch ist die Touch Steuerung nicht in jedem Menü möglich. Unter anderem während einer Aktivität, lassen sich die Seiten nur via Krone wechseln, nicht über Touch.

Das Rädchen, die digitale Krone, ist ein nettes Gimmick, zur schnelleren intuitiveren Steuerung. Sie hat die Vorteile schneller durch die Menüs zu scrollen und während einem Lauf lässt sich so u.a. die Karte in einem Maßstab von 25m auf 500m hinein und heraus scrollen (Anm. – mit dem Update vom 30.11.2023 kann nun bis auf 2.000m gezoomt werden).

Was mir jedoch aufgefallen ist, dass es ein paar kleine Details fehlen oder eben die Software noch nicht zu 100% ausgereift ist. Während der Testphase ist mir die Uhr eingefroren oder manche Anzeigen bauten sich erst langsam auf und waren schlicht unschön – u.a. klebten Zahlen / Buchstaben zusammen und die Darstellung war erst kurz danach korrekt. Oder aber hat er auf einmal die letzten zwei Nächte, im Testzeitraum, nicht mehr aufgezeichnet. Einige Funktionen, liefen nicht auf Anhieb, sondern mit einem Workaround: erhält man zum Beispiel das Training über TrainingPeaks gehen Intervalle nicht auf Anhieb. Daher das vorgeschlagene Training muss verneint werden und anschließend erneut manuell ausgewählt werden. Doch mir wurde von Suunto zugesichert, dies wird mit dem nächsten Update behoben.

Schade ist, dass es bei der Karte keine Straßennamen gibt. Ich weiß, was jetzt kommt. Welche Straßennamen auf den Trails? 😉 Doch oft hat man ein paar Kilometer bis zu den Trails und nicht nur abseits der Straßen hat diese Uhr ihr Einsatzgebiet. Und ab und an wäre dies durchaus hilfreich. Doch ohne solche Details, kann sich die Karte eben auch sehr schnell aufbauen und in erster Linie ist bei einer Navigation wichtig – die richtige Richtung zu kennen! 🙂

Doch jetzt kommt der große Vorteil: die Navigation reagiert sehr schnell und direkt, was ein absolut wichtiges Feature in der “Wildnis” ist und mir den ein oder anderen Frust früher bewahrt hätte. Bei der Konkurrenz gibt es hier leichte Verzögerungen, was bei flotten Läufen auch mal bedeutet, dass man zu spät abbiegt.

Quelle: Suunto

Für die Stava Freunde unter ist, kann ich so viel verraten, dass die Ansicht bei den Strave Live Segmenten ok ist. Ein wenig mehr Infos wären toll, z.B. ein kleiner Pfeil – der wie bei Garmin – die Richtung vorgibt. Denn ganz ehrlich, bin ich ein einer fremden Stadt, auf fremden Trails hab ich nicht alle Segmente, denen ich über den Weg laufe, mir im Kopf abgespeichert 😉

Ein großes Manko wie ich finde, dass man maximal zwei SuuntoPlus Apps oder Guides hinzufügen kann. Hat man bereits ein vorgegebenes Training über TrainingPeaks ausgewählt, kann maximal noch eine Ansicht ausgewählt werden. Das ist für mich ein absoluter Minuspunkt. Wenn man Trainingpeaks, Strava und Stryd gleichzeitig anzeigen lassen will … keine Chance. Freunde von vielen Daten während einer Aktivität werden definitiv enttäuscht. Und so viele Läufe konnte ich in den zwei Wochen gar nicht machen, alle SuuntoPlus Apps durchzutesten. 

Noch einen kleinen Nachtrag zum AMOLED Display – es hat mich bei Regen, Sonnenschein, im Alltag, beim Schwimmen unter Wasser absolut überzeugt. Alles top ablesbar, doch um die Akkulaufzeit zu gewähren, ist es bei AMOLED üblich, dass es nicht dauerhaft an ist. Daher wechelt es immer direkt wieder in einen schwarzen Bildschirm. Manchmal wacht es etwas zögerlich aus dem “Schlaf” wieder auf.

Kommen wir zur Akkulaufzeit. In der Testphase habe ich die Uhr 1x aufgeladen, doch selbst da hatte die Uhr noch 25% Akku. Und – wie oben erwähnt – war sie nicht vollgeladen. Ich hatte die Uhr 24/7 im Einsatz, zeichnte Läufe und Spaziergänge auf, meine Schläfe und spielte natürlich viel mit den Funktionen herum. Auch mein 3,5h Lauf kostete nur wenige Prozentpunkte der Akkuleistung. Für mich reicht die Akkuleistung somit für all meine Aktivitäten, auch für meine Bergläufe über 7-9 Stunden. Natürlich für Mehrtagesrennen, Alpenüberquerungen oder sonstige mehrtägige Aktivitäten in der rauhen Natur ist man mit einer Solarvariante, wie der große Bruder – die Vertical – besser beraten.

Die Taschenlampenfunktion – auch diese muss erwähnt werden. Ob sinnvoll, kann drüber gestritten werden. Hier wird das AMOLED Display hell aufgeleuchtet, um Euch den Weg – für den Notfall – zu guiden. Sie lässt sich über das Menü anschalten und ihr könnt euch dies grob wie folgt vorstellen (natürlich ist das Display vollständig weiß – nicht wie auf dem Fotoversuch):

Zum Herbsteinbruch wurde ich auch mal mit früherer Dunkelheit überrascht und musste mich mit meiner Handytaschenlampe zurück zum Ausgangspunkt orientieren. Nicht optimal, aber durchaus eine Hilfe. Doch was ist, wenn die Hände frei bleiben sollen oder gar müssen oder der Handyakku (für Notfälle) gespart werden muss und man eben keine Stirnlampe mit dabei hat? Dann hilft dieses Feature ein wenig, auch um Notfallsignale abzusetzen.

DATENQUALITÄT

Da ich immer mit zwei Uhren gelaufen bin, kann ich auch direkt diese Läufe und deren Daten vergleichen. Hier nur ein kurzer direkter Vergleich, ohne zu sehr mit all den Daten und Graphen zu jonglieren.

Natürlich sagen diese Daten nicht viel aus, soll nur darstellen, dass die Bereiche sehr nah beinander sind und bei GPS natürlich leichte Sprünge immer dabei sein können. Man sieht, bei Suunto läuft man weiter, dafür flacher 😉

UhrGesamt KMPos. HöhenmeterMax. HöheDurchschnittspuls in BPMMax. Puls (in BPM)Anteil Zone 2 (HR)
Suunto Pace17,601.3301.631138 BPM168 BPM68,9%
Garmin Fenix 6x Pro17,051.3341.636139 BPM170 BPM67%
Traillauf Naunspitze, am 22.10.2023
UhrGesamt KMPos. HöhenmeterMax. HöheDurchschnittspuls in BPMMax. Puls (in BPM)Anteil Zone 2 (HR)
Suunto Pace11,221464913116887,2%
Garmin Fenix 6x Pro11,0123265913116089,7%
Test Traillauf am 30.10.2023

FAZIT

Mit der RACE hat Suunto eine Ansage gemacht. Dieses kleine Technikwunder performt, weiß in vielen Punkten zu überzeugen, vorallem beim Preis. Während andere Hersteller – bei dieser Funktionsauswahl mind. 200-300 Euro mehr verlangen, hat man hier eine vollumfängliche Uhr fürs Training, Rennen oder sonstigen Outdoorabenteuer. Das die Uhr aktuell noch ein paar Kinderkrankheiten hat, ist ärgerlich, aber diese lassen sich mit dem nächsten leicht Softwareupdate beheben und sind bei einem neuen Launch nicht immer zu 100% vermeidbar.

Der – aus persönlicher Sicht – größte Nachteil ist, dass die Anzeige in der Aktivität auf zwei zusätzliche Anzeigen limitiert ist. Sehr schade. Daher Suunto – bitte nachbessern!

Ich bin auch mal gespannt, wie lange das Armband hält. Denn nach meinem Test, gab es außen (siehe Fotos unten) leichte Abnutzungen.

Ich habe lange mit mir gehadert. Nach sechs Jahren Fenix (3x und 6x Pro) habe ich mich dazu entschieden, Suunto eine Chance zu geben. Und habe mir die Uhr, nachdem Test direkt bestellt. Dies hätte ich ohne den Test vorher nicht gemacht, denn ich war glücklich mit meiner jetzigen Uhr. Aber einige Aha Momente gab es in diesen zwei Wochen und die Neugierde, was hier noch kommt waren zu groß. Dazu habe ich auch ein gutes Gefühl erhalten, nachdem ich die Chance hatte mit Suunto direkt zu telefonieren und meine Erfahrungen und Fragen zu platzieren.

Daher wer eine Uhr mit großem Umfang, grandiosem Display sucht und sowieso sich gerade ein Update gönnen wollte, macht bei der RACE nichts falsch.

Garmin Abgänger werden ein wenig Eingewöhnung benötigen, aber werden sich dann schnell zurecht finden und mit der Uhr ihren Spaß haben.

Natürlich schildert dieser Bericht meine Erfahrung aus gerade einmal zwei Wochen. Da ich mir die Uhr inzwischen selbst zugelegt habe, werde ich in diesen Artikel mit der Zeit updaten und von meinen Langzeiterfahrungen berichten können.

Anmerkung nach mehreren Wochen im Test: Bei der Herzfrequenz muss Suunto nachbessern. Bei Trainingseinheiten und Wettkämpfen nutze ich die Uhr nur in Kombination mit einem HR-Gurt. Ohne Gurt hat die Uhr Schwankungen und Ausreißer, die schon extrem sind. Hatte es auf der Rolle sehr deutlich gesehen – der HR Gurt war nicht mit der Uhr, sondern mit dem Rad gekoppelt und zwischendurch gab es Unterschiede von 60-70 Schlägen! Diese Ausreißer sind nicht durchgehend, aber in der Höhe darf das nicht sein.